Trade Republic: EU will Trading-Apps wegen Gamestop-Aktie untersuchen

Die Turbulenzen der Gamestop-Aktie interessieren nun auch die EU, während der Dienst Trade Republic offenbar Gutschriften verteilt.

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Der ESMA-Chef Steven Maijoor kündigt eine Untersuchung von Trading-Apps an.
Der ESMA-Chef Steven Maijoor kündigt eine Untersuchung von Trading-Apps an. (Bild: Benoit Tessier/Reuters)

Nach der US-Politik und US-Justiz sollen mögliche Probleme rund um die massiven Kursschwankungen der Aktie des Videospiele-Händlers Gamestop auch in der EU untersucht werden. Im Fokus stehen dabei vor allem moderne Trading-Apps und Broker, die einen Handel mit Aktien kostenfrei oder zu sehr günstigen Konditionen anbieten. Das hat der Chef der EU-Börsenaufsicht ESMA, Steven Maijoor, bei einer Anhörung im Europäischen Parlament angekündigt, wie unter anderem die FAZ berichtet.

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Im Visier der Aufsicht sei demnach vor allem das Geschäftsmodell der Trading-Apps, die zur Finanzierung ihrer Dienste unter anderem auf sogenannte Kickbacks (Rückvergütungen) zurückgreifen. Dabei handelt es sich um eine Art Provision für die letztlich verkauften Produkte. Das führe aber zu Interessenskonflikten und wenig Transparenz bei den Nutzern der App. Zusätzlich dazu untersucht die ESMA offenbar auch den Gamification-Ansatz der Trading-Apps und überhaupt deren einfache Möglichkeit für Wertpapiergeschäfte. Das könnte zum finanziellen Risiko für einige Nutzer werden.

Ausgelöst wurde der Hype um die Gamestop-Aktie durch eine koordinierte Aktion von Mitgliedern des Reddit-Forums Wallstreetbets. Erklärtes Ziel aus der Community heraus war es dabei, Hedgefonds in die Pleite zu treiben, die mit Leerverkäufen auf fallende Kurse von Gamestop spekuliert haben. Die Käufe geschahen dabei wohl fast ausschließlich über Trading-Apps.

Apps im Fokus wegen Handelsaussetzung

Die Anbieter der Apps waren dabei aber teilweise massiv von dem Handelsvolumen überfordert und haben den Handel mit der Gamestop-Aktie zwischenzeitlich ausgesetzt oder eingeschränkt. Der Chef von Robinhood hat dabei Absprachen mit Hedgefonds dementiert. Der vor allem in Deutschland beliebte Anbieter Trade Republic hatte sich ebenfalls für Probleme mit dem Handel der Gamestop-Aktie entschuldigt.

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Darüber hinaus hat Trade Republic möglicherweise Gutschriften als eine Art Entschädigung verteilt. Darauf verweist ein Nutzer in einem deutschsprachigen Reddit-Forum und beruft sich auf eine entsprechende E-Mail, die dieser erhalten habe. Sowohl der Screenshot der E-Mail, in der um Vertraulichkeit gebeten wurde, sowie der Account des Reddit-Nutzers sind inzwischen jedoch gelöscht.

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