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Trackmania Turbo im Test: Fahrspaß im Minutentakt

Mit Trackmania Turbo kehrt die Arcade-Rennspiel-Reihe zurück zu ihren Wurzeln – begeistert diesmal aber nicht nur am PC, sondern auch auf Konsolen – und macht schneller süchtig denn je.
/ Thorsten Wiesner
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Artwork von Trackmania Turbo (Bild: Ubisoft)
Artwork von Trackmania Turbo Bild: Ubisoft

Das Spielprinzip von Trackmania Turbo(öffnet im neuen Fenster) könnte kaum einfacher sein: Auf Kursen, deren Umrundung selten länger als eine Minute dauert, muss der Spieler mit seinem Rennwagen eine Bestzeit herausfahren. Konkurrenz gibt es nicht in Form eines gegnerischen Fahrerfelds, sondern der Uhr – je schneller die Runde gelingt, desto größer ist die Chance auf eine Bronze-, Silber- oder gar Gold-Medaille.

Trackmania Turbo – Trailer
Trackmania Turbo – Trailer (01:43)

Was sich trivial anhört, wird durch das irre Streckendesign von Beginn an zu einer Herausforderung: Rampen und Loopings, tiefe Abgründe und große Poller, 180-Grad-Kurven und Steilwände sind nur ein paar der Hindernisse, die Rennfahrern in Trackmania begegnen und die für regelmäßiges Drücken auf den Neustart-Knopf sorgen.

Die Pisten sind schön abwechslungsreich: In Canyons wird ebenso gerast wie durch Wald und Wiesen, im Stadion genauso wie auf Achterbahnen. Das erinnert dann mal an ein Rally-Spiel und im nächsten Moment an Mario Kart oder F-Zero. Auch wenn Trackmania-Veteranen die Umgebungen zum Teil wiedererkennen, ist bereits mit den gut 200 Strecken der Kampagne für lange und abwechslungsreiche Unterhaltung gesorgt. Zumal sich dank perfekter Steuerung und zwar herausfordernder, aber immer fairer Kurse das "Beim nächsten Mal bin ich bestimmt noch eine Sekunde schneller"-Gefühl einstellt.

Trackmania Turbo bietet nicht nur großen Spaß für Solofahrer, sondern auch Multiplayeroptionen. Das beginnt in der Kampagne mit den ausführlichen Ranglisten, in denen jeder Spieler sieht, wie er welt- oder deutschlandweit und seinem jeweiligen Bundesland platziert ist. Dazu kommen zahlreiche Offline- und Koop-Möglichkeiten: Splitscreen-Rennen für bis zu vier Spieler. Strecken, bei denen zwei Fahrer ein Auto bedienen. Und Hotseat- sowie Arcade-Wettkämpfe, in denen sich bestes Micro-Machines-Flair einstellt. Trackmania Turbo ist ein großartiger Party-Spaß.

Rasantes Fahren ohne Ruckler

Die Technik unterstreicht das nachhaltig: Zwar reizen die Kurse die grafischen Möglichkeiten der Hardware nicht aus, aber dafür ist das Geschwindigkeitsgefühl hervorragend und wird zu keinem Zeitpunkt durch Ruckler getrübt. Einzig die Ladezeiten zwischen den Kursen sollten kürzer sein.

Wer alle Strecken schon gesehen hat, hat noch den Editor: Hier können relativ einfach neue Kurse erstellt und mit etwas mehr Feinarbeit auch ganze Szenarien neu gebaut werden. Weil sich das Ganze dann auch online zur Verfügung stellen lässt, dürfte auf lange Zeit für Nachschub gesorgt sein. Schon frühere Trackmania-Spiele zeichneten sich dadurch aus, dass die Community fleißig neue Inhalte zur Verfügung gestellt hat.

Trackmania Turbo ist für Windows-PC, Playstation 4 und Xbox One verfügbar und kostet etwa 40 Euro. Das Spiel ist von der USK ohne Alterseinschränkung freigegeben.

Fazit

So einfach zu bedienen und doch so schwer zu meistern: Trackmania Turbo gelingt es hervorragend, auch Einsteiger aufgrund der kinderleichten Steuerung zu faszinieren – und dann aber mit einer konstanten Lernkurve und immer ausgefeilteren Kursen zu unzähligen Bestzeit-, aber auch Neustart-Versuchen anzutreiben. Der Spielspaß ist dabei so groß wie bei früheren Trackmania-Titeln, insgesamt wirkt das Paket aber stimmiger denn je: Der große Umfang für Solo- und Multiplayer, die abwechslungsreichen Kurse sowie die zahlreichen Modi plus Editor und Community-Optionen lassen die Motivation auch nach Wochen kaum abklingen.


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