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Tracking: Wenn das Smartphone wissen will, was im Fernsehen läuft

Tracking funktioniert längst nicht mehr nur mit Browser-Cookies. Ein indisches Unternehmen analysiert auch Umgebungsgeräusche von Smartphones, um festzustellen, welche Filme im Hintergrund laufen. In Europa soll die Technologie nicht zum Einsatz kommen - wegen der Datenschutz-Grundverordnung.

Artikel veröffentlicht am , Anna Biselli
Neue Trackingtechnologien wollen auch wissen, welche Serien im Hintergrund laufen.
Neue Trackingtechnologien wollen auch wissen, welche Serien im Hintergrund laufen. (Bild: Jonathan Nackstrand/AFP/Getty Images)

"Stellt euch uns als das Shazam für alle Medien vor" - so wirbt das indische Unternehmen Zapr Media Labs für seine Monitoringtechnologie, die Umgebungsgeräusche von Smartphones auswertet und daraus Profile über das Medienkonsumverhalten der Nutzer erstellt. Factor Daily hat verschiedene Apps untersucht, die Zaprs Technologie einbinden, und das Tracking in beliebten indischen Mobilanwendungen gefunden.

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Haben Apps Zaprs Tracking eingebunden, werden in variablen Abständen Geräusche mitgeschnitten und Fingerprints erstellt. Laut eigenen Angaben verfügt das Unternehmen über die weltweit größte Datenbank für Offline-Medienkonsum, mit der die Fingerprints verglichen werden. So will Zapr analysieren, welche Filme oder Fernsehsender Smartphone-Besitzer im Hintergrund anschauen, damit auch mit Hilfe dieser Daten gezielte Werbung ausgespielt werden kann.

Audiomitschnitte werden auch bei Kinder-Apps erstellt

Das Unternehmen behauptet, "nicht wissentlich" Daten über Kinder zu sammeln und gegen Apps vorzugehen, die das tun. Doch mit einer einfachen Suche nach "Zapr" im Google Play Store lassen sich zahlreiche Spiele-Apps finden, die sich an Kinder richten und Zaprs einbinden - etwa die App Jungle Adventures, die über 10 Millionen Downloads verzeichnet und für Kinder ab sechs Jahren freigegeben ist.

Über EU-Bürger will Zapr keine Audiodaten erheben, um die vergleichsweise strengen Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung zu erfüllen. Die Verantwortung für die Umsetzung liegt jedoch bei den App-Betreibern: Sie müssen laut Zaprs Datenschutzerklärung die aktuelle Zapr-Version nutzen, die EU-Nutzer automatisch aus der Datensammlung ausschließt.

Zapr ist längst nicht das einzige Unternehmen, das sich auf audiobasiertes Targeting spezialisiert hat. In einer Recherche der New York Times über das Silicon-Valley-Startup Alphonso entdeckten die Journalisten zahlreiche Apps, die derartige Technologie nutzen, auch hier befanden sich viele an Kinder gerichtete Spiele unter den Betroffenen.

Die Unternehmen rechtfertigen die Datensammlung dadurch, den Nutzern würde angezeigt, dass die Apps Zugriff auf die Smartphone-Mikrofone verlangen. Sie könnten dieser Form der Datenerhebung jederzeit widersprechen. Bei den Tests von Factor Daily sei jedoch in vielen Fällen nicht transparent gemacht worden, wozu der Mikrofon-Zugriff benötigt wird.

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Niaxa 27. Nov 2018

Tja das ist aber nicht nur bei dem Thema so. In einger Gesellschaft ohne Vertrauen, ist...

HiddenX 27. Nov 2018

Eventuell neu in Android 9? Habe ein OnePlus 6T, das ist eig. recht nah an Vanilla...

Niaxa 27. Nov 2018

Pi Hole musst du ja nicht auf Android installieren. Da dieser auf DNS Ebene blockt, muss...

Niaxa 26. Nov 2018

Äh was bitte...

Anonymer Nutzer 26. Nov 2018

Ich hab zwar keinen Hut mit Ultraschall, aber das Dingens hier im Handy hört einfach so...


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