Tracking: TK arbeitet nicht mehr mit Ada zusammen

Die Gesundheitsapp Ada hat Nutzereingaben an Facebook und Aplitude übermittelt. Die Techniker Krankenkasse konnte dies nicht ausräumen und stellt nun ihre Kooperation mit Ada ein. Das freut den Entdecker: Er hofft, dass die Gesundheitsbranche endlich wachgerüttelt wird.

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Nicht nur Ada erfuhr die Symptome der Nutzer.
Nicht nur Ada erfuhr die Symptome der Nutzer. (Bild: Ada/Screenshot Golem.de)

Im September hat der Sicherheitsforscher Mike Kuketz festgestellt, dass die Gesundheitsapp Ada Nutzereingaben an die Trackingdienste Amplitude und Facebook übermittelte. Darunter waren auch eingegebene Symptome. Die Techniker Krankenkasse stellte nun die Zusammenarbeit mit dem Hersteller der Gesundheitsapp, der Ada Health GmbH, ein.

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"Wir haben einen IT-Sicherheitsdienstleister beauftragt, die Vorwürfe gegen Ada zu überprüfen", erklärte die Pressestelle der Techniker Krankenkasse gegenüber Kuketz. Der IT-Sicherheitsdienstleister habe den "geschilderten Sachverhalt bis zum heutigen Datum nicht vollständig ausräumen [können]." Die Techniker Krankenkasse habe daher die Kooperation mit der Ada Health GmbH bis auf weiteres beendet. Bereits mit dem Einleiten der Prüfung habe die Techniker Krankenkasse veranlasst, dass alle Verlinkungen zu TK-Angeboten in der Ada-App entfernt werden, heißt es in der Mitteilung der Pressestelle.

"Das ist eine erfreuliche Nachricht - und ich hoffe das bleibt auch so. Wer so gewissenlos mit sensiblen Gesundheitsdaten umgeht wie die Ada Health GmbH darf keine Daten dieser Art verarbeiten", sagt Kuketz zu der Reaktion der Techniker Krankenkasse. Er hoffe, dass die Gesundheitsbranche ein wenig wachgerüttelt werde.

Gesundheitsapps: Wenig Datenschutz, wenig Sicherheit

Gesundheitsapps und Fitnessarmbänder werden laut einer Umfrage immer beliebter, trotzdem sind die Datenschutzbedenken der Nutzer hoch. Dass Daten in unbefugte Hände gelangen und missbräuchlich genutzt werden könnten, befürchtet demnach mehr als jeder Zweite (59 Prozent).

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Erst im Februar wurde bekannt, dass Entwickler von Gesundheitsapps über ein Facebook-Plugin sensible Daten an das soziale Netzwerk übermitteln. Darunter können beispielsweise Daten über Blutdruck, Herzschlag und andere Werte fallen. Der Sicherheitsforscher Martin Tschirsich hatte für einen Vortrag auf dem Chaos Communication Congress mehrere Gesundheitsapps untersucht und Sicherheitslücken gefunden, wo er auch hinschaute. Nach den Plänen des Bundesgesundheitsministers sollen Patienten bestimmte Gesundheits-Apps künftig von der Kasse bezahlt bekommen - wenn ihr Arzt sie ihnen verschreibt.

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