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Tracking: Privacy Badger blockiert unliebsame Werbenetzwerke

Die Electronic Frontier Foundation setzt ihre Do-Not-Track-Kampagne mit der Freigabe ihres Browser-Addons Privacy Badger als Beta-Version fort. Die Erweiterung soll vor Tracking warnen und es gegebenenfalls blockieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Privacy Badger soll Tracking im Browser verhindern.
Privacy Badger soll Tracking im Browser verhindern. (Bild: Screenshot: Golem.de)

Ein unabhängiges Plugin ohne lange Blocking-Listen: Das verspricht die Electronic Frontier Foundation (EFF) mit ihrer Browser-Erweiterung Privacy Badger. Zudem will die EFF mit dem Addon Webseitenbetreiber dazu bringen, Do Not Track (DNT) verstärkt umzusetzen. Denn bisher hat sich noch kein Standard für DNT durchgesetzt. Auf dem Chaos Communication Camp 2015 stellte der EFF-Entwickler Noah Swartz die jüngst veröffentlichte Beta-Version von Privacy Badger vor.

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Privacy Badger arbeite im Gegensatz zu listenbasierten Adblockern mit einer Heuristik, sagte Swartz. Das soll dem Addon eine gewisse Unabhängigkeit verleihen. Einige Adblocker seien in den letzten Jahren in Verruf geraten, da sie offenbar mit einigen Werbetreibenden kooperierten und sie gegen Zahlungen aus ihren Listen entfernten.

Neuer Anlauf für die DNT-Standardisierung

Aber auch die EFF will mit ihrer neuen Initiative Werbetreibende nicht völlig ausschließen. Die Betreiber sollen sich verpflichten, dass Drittanbieter ohne Zustimmung der Nutzer keine Daten sammeln dürfen. Sollte der Drittanbieter keinen DNT-Standard akzeptieren, müsse die Webseite sicherstellen, dass dennoch keine Daten ohne die Zustimmung übermittelt würden. Webseiten, die den Standard erfüllen, sollen von Werbe- und Trackingblockern wie eben Privacy Badger erkannt werden, so dass die Anzeigen zu sehen sind.

So soll DNT den Interessen von Werbeindustrie, aber auch Nutzern entgegenkommen. Die fehlende Standardisierung hatte Browserhersteller, aber auch Webseitenbetreiber dazu bewogen, DNT abzuschalten.

Algorithmus soll Tracking erkennen und abschalten

Die Beta-Version von Privacy Badger für Firefox, Chrome und Chromium setzt zunächst das DNT-Flag aktiv und signalisiert einer Webseite so, dass der Nutzer übergreifendes Tracking nicht wünscht. Der Algorithmus von Privacy Badger soll feststellen, ob eine entdeckte Werbe-Domain eine Verbindung mit drei oder mehr verschiedenen Webseiten aufbaut. Bemerkt Privacy Badger, dass gesetzte Cookies von diesen Webseiten ausgelesen wird, überprüft es, ob Domains die DNT-Richtlinien befolgen. Und schließlich soll das Plugin prüfen, ob eine mögliche Blockade verhindert, dass die ursprünglich angesurfte Webseite korrekt angezeigt wird. Das geschieht über eine Whitelist, die die EFF erstellt. Erst wenn alle die Kriterien erfüllt sind, wird die fremde Domain komplett blockiert.

Im Addon können Nutzer aber auch selbst überprüfen, welche fremden Domains bei Aufruf einer Webseite angesprochen werden. Eine Farbkodierung zeigt ihm an, ob die Domains diese Kriterien erfüllen. Gegebenenfalls lassen sich Domains im Plugin auch manuell sperren.

Mehr Privatsphäre erwünscht

Swartz betonte, dass vor allem die Weiterentwicklung des Algorithmus noch nicht abgeschlossen sei. Zwischen der jetzt veröffentlichten Beta-Phase und der ersten Alpha liege aber immerhin eine einjährige Entwicklungszeit. Er appellierte an die anwesenden Hacker, sich zu beteiligen.

Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit der DNT-Initiative des EFF. Selbst das Surfen im Inkognito-Modus offenbare nach einer gewissen Zeit so viele Details eines Nutzers, dass er sich eindeutig identifizieren lasse. Auf der Webseite Panoptiklick des EFF lässt sich überprüfen, wie einmalig die Informationen sind, die ein Browser preisgibt.

Initiative gegen Third-Party-Tracking

Mozilla hat indes in den Entwicklerversionen seines Browser Firefox einen verschärften Inkognito-Modus eingeführt. Auch dort ist ein erweiterter experimenteller Schutz gegen Tracking implementiert.

Swartz betonte auch, dass die EFF für seine neue Initiative mehrere Partner gefunden hat, die den neuen DNT-Standard unterstützen wollen, darunter den Adblocker-Anbieter Adblock, die Suchmaschine Duckduckgo, das Portal Medium und die Datenschutzfirma Disconnect. "Das Versagen von Werbeindustrie und Datenschützer dabei, sich auf einen Kompromiss zu DNT zu einigen, hat zu einem starken Anstieg von Adblocking, großen Anzeigenverlusten für Internetfirmen und zunehmend schädlichen Methoden der Überwachung von Nutzern und aufploppenden Anzeigen geführt", sagte der CEO von Disconnect, Casey Oppenheim dazu.



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Nihilist 17. Aug 2015

Das sollte eigentlich nicht mehr nötig sein, wenn "Aktive Logins", "Cookies", "Cache...

BadBigBen 17. Aug 2015

Ja, dann >>batched<< (vom Englishen für "Backmenge") der >>badger<< (English für Dachs)...

Lala Satalin... 17. Aug 2015

*sfz* Wieso passiert immer so was? In wie viel Tagen kann ich wieder µBlock REAL origin...

Wallbreaker 16. Aug 2015

Nein ganz im Gegenteil. Dann meidet man diese Seiten so einfach ist das. Schau dir mal...

Wallbreaker 16. Aug 2015

Sicher sind sie sehr intelligent und bedienen sich äußerst fragwürdiger, schon NSA...


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