Tracking: Facebook wechselt zu First-Party-Cookie

Safari und Firefox erschweren Cross-Site-Tracking. Facebook wechselt nun auf Cookies unter der aufgerufenen Webseite und folgt damit Google und Microsoft. Das Tracken geht weiter.

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First- oder Third-Party-Cookies?
First- oder Third-Party-Cookies? (Bild: stevepb/CC0 1.0)

Third-Party-Cookies werden immer häufiger blockiert: Sei es durch Anti-Tracking-Standards der Browserhersteller Apple und Mozilla, Nutzereinstellungen oder Tracking- und Werbeblocker. Um dennoch Werbe- und Trackinginformationen zwischen Webseiten austauschen zu können, nutzt Facebook nun Cookies der aufgerufenen Seite selbst. Damit folgt der Werbeanbieter Google und Microsoft, die bereits seit längerem First-Party-Cookies verwenden.

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Facebook realisiert den Datenfluss über Trackinginformationen in den Links seiner Werbeanzeigen. Diese Informationen werden bei einem Klick auf die Anzeige an die Webseite des Werbetreibenden übermittelt. Dieser hinterlegt sie in einem Cookie unter seiner Domain. Ein sogenanntes First-Party-Cookie, da das Cookie von der aufgerufenen Webseite selbst gesetzt wird. Die Daten werden aus dem Cookie ausgelesen und mit einem Trackingpixel wieder zurück an Facebook gesendet, das so den Seitenaufenthalt und den entsprechenden Facebooknutzer korrelieren kann. Ähnliche Systeme verwenden Google und Microsoft, um Werbekonsumenten zu tracken. Bisher nutzten die Anbieter zur Informationsübermittlung ihre eigenen Cookies. Diese werden als Third-Party-Cookies bezeichnet, da sie nicht von der aufgerufenen Webseite selbst, sondern von eingebundenen Webseite stammen.

Apple begann in seinem Browser Safari bereits im Herbst 2017, Third-Party-Cookies teilweise zu blockieren. Auch Mozillas Firefox blockiert diese im privaten Modus und möchte mit Firefox 65 einen Trackingschutz im normalen Modus einführen. In der ersten Ausbaustufe sollen "langsame Tracker" und Third-Party-Cookies verhindert werden. Auch Erweiterungen, die Werbung oder Tracking blockieren, filtern Third-Party-Cookies entweder per Liste aus oder verhindern sie komplett. Auch der Tor Browser lässt das Setzen von Drittseitencookies nicht zu und erschwert zudem Browser-Fingerprinting, ein über verschiedene ausgelesene Informationen gebildetes Profil, das eine Art Fingerabdruck des Browsers - und damit eine Wiedererkennung - ermöglicht.

Die meisten Nutzer dürften die Standardeinstellungen ihrer Browser verwenden. Die Anpassungen von Apple und Mozilla in Richtung mehr Privatsphäre und Trackingschutz werden entsprechend kritisch von der Werbeindustrie aufgenommen. Diese reagiert ihrerseits mit Anpassungen und anderen Trackingstrategien wie Browser-Fingerprinting oder Flash- und DOM-Cookies.

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ikhaya 11. Okt 2018

GoogleAnalytics setzt schon seit geraumer Zeit _ga Kekse auf der besuchten Domain...

kommentar4711 10. Okt 2018

Es gibt ein, zwei Seiten die Zicken, aber im wesentlichen geht alles. Klar, am Anfang...

Komischer_Phreak 10. Okt 2018

Nope. Zwangszustimmung ist verboten.

Komischer_Phreak 10. Okt 2018

Auch über eine Gigabit-Anbindung ist Tor lahm und hat vor allem miese Antwortzeiten. Wenn...

Anonymer Nutzer 09. Okt 2018

Das ist vom Budget abhängig ;) In meinem Bereich zahlt man etwa 0,30 bis 0,80 EUR pro...



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