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Mozilla Labs wollen mehr Personalisierung mit weniger Tracking.
Mozilla Labs wollen mehr Personalisierung mit weniger Tracking. (Bild: Mozilla)

Tracking: Der Browser soll verraten, was seinen Nutzer interessiert

Mozilla Labs wollen mehr Personalisierung mit weniger Tracking.
Mozilla Labs wollen mehr Personalisierung mit weniger Tracking. (Bild: Mozilla)

Mozilla schlägt im Streit um Tracking und Profilbildung mit "User Personalization", kurz UP, eine Alternative vor. Der Browser soll anhand der besuchten Seite die Interessen des Nutzers bestimmen und die Information an Websites weiterreichen.

Es klingt auf den ersten Blick ungewöhnlich, hat aber großes Potenzial. Mozilla schlägt mit UP eine Schnittstelle vor, über die der Browser einer Website die Interessen eines Nutzers mitteilen kann. Damit soll eine Alternative zu Tracking und Profilbildung geschaffen werden, bei der der Nutzer die volle Kontrolle über seine Daten behält, ohne dabei auf die Vorteile einer Personalisierung verzichten zu müssen.

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Man wolle eine "Win-Win-Situation" für Nutzer und Websiteanbieter schaffen, argumentiert Justin Scott von den Mozilla Labs. Denn Personalisierung biete große Vorteile, nur würden Nutzer dafür zu oft mit ihren personenbezogenen Daten bezahlen. Mozilla plädiert für eine Personalisierung mit Respekt, die kleinen wie großen Websites zur Verfügung steht, für den Nutzer transparent ist und ihm die volle Kontrolle belässt.

Dazu hat Mozilla im Rahmen des Mozilla Labs Prospector bereits einige Tests gemacht: Firefox glich dabei den Verlauf des Browsers mit Interessenkategorien wie Technologie, Sport und Kochen ab, wenn Nutzer sich freiwillig an den Experimenten beteiligten. Zudem wurden den Nutzern die so ermittelten Interessen angezeigt. Im nächsten Schritt sollen die so ermittelten Interessen auch Websites zur Verfügung gestellt werden, so dass diese ihre Inhalte anpassen können. Meidet ein Nutzer beispielsweise Inhalte zum Thema Apple, könnten diese auf der Homepage ausgeblendet werden.

Wie bei Mozilla üblich, sollen die Nutzer festlegen können, welche Websites über welche Interessen informiert werden. Zudem würde der Ansatz dafür sorgen, dass der eigene Browserverlauf nie den eigenen Rechner verlässt. Und Websites könnten Nutzern auch dann personalisierte Inhalte anzeigen, wenn diese zum ersten Mal vorbeischauen.

Mozilla sucht dazu derzeit den Schulterschluss mit Unternehmen, die bereit sind, sich auf das Experiment einzulassen. Mit dabei sind unter anderem Hubert Burda Media (Focus, Chip etc.) und Hearst Publications (Elle, Popular Mechanics etc.).

Mozilla hofft, auf diesem Weg einen transparenten und effektiven Ansatz zur Personalisierung von Webinhalten zu etablieren. Angesichts Mozillas Vorgehen gegen Tracking könnte das auch für viele Website-Betreiber eine interessante Alternative sein. Für Werbefirmen hingegen, die sich auf Tracking und Profilbildung spezialisieren, dürfte UP keinen gangbaren Weg darstellen. Ihr Geschäft greift Mozilla offen an.


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SoniX 28. Jul 2013

Wie bei Mozilla üblich ist gut gesagt. Da geht doch auch alles dahin dem User soviel wie...

Lala Satalin... 28. Jul 2013

Beschissener Post.

honk 26. Jul 2013

Ich kann Mozilla auch verstehen. Die sind auf die finanzierung durch die werbeindustrie...

erma 26. Jul 2013

Du wohl auch nicht, ansonsten hättest du mir den genauen Unterschied sicherlich erklären...

Anonymer Nutzer 26. Jul 2013

Die sogenannte Safebrowsing-Funktion (about:config -> safebrowsing) bzw...


qrios / 29. Jul 2013



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