Tracking: Auch Bluetooth-Signale haben einen Fingerabdruck

Forscher haben individuelle Merkmale in den Funksignalen von Bluetooth identifiziert und mit diesen einzelne Geräte getrackt.

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Ein Fingerabdruck im Bluetoothsignal ermöglicht Tracking.
Ein Fingerabdruck im Bluetoothsignal ermöglicht Tracking. (Bild: Marco Verch / Edit Boris Mayer/CC-BY 2.0)

Einer Forschergruppe der University of California San Diego (UCSD) ist es gelungen, in den Trägersignalen von Bluetooth individuelle Merkmale zu entdecken, die es ermöglichen, einzelne Geräte zu identifizieren. Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen veröffentlichten sie in einem Forschungsbericht.

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Schon lange ist bekannt, dass Geräte über Bluetooth getrackt werden können. Gleichzeitig verlangen immer mehr Anwendungen und Geräte - von der Covid-Warn-App über mobile Zahlungen bis zu Ortungsfunktionen für Kopfhörer oder Smartwatches - ein aktiviertes Bluetooth. Dadurch strahlt laut den Forschern ein Gerät rund 500 Bluetooth-Low-Energy-Beacon-Signale pro Sekunde aus.

Hersteller versuchen zwar, ein Tracking mit Hilfe von Techniken wie wechselnder Verschlüsselung oder rotierenden Kennungen zu erschweren. Diese Vorgehensweisen helfen aber nicht, wenn das physische Signal selbst einen identifizierbaren Fingerabdruck aufweist.

Imperfektionen in der Hardware ergeben eindeutige Unterschiede im Signal

Bei der Produktion von Hardware treten Imperfektionen auf. Das gilt für Chips genauso wie für Leiterplatten und Antennen. Diese kleinen Unterschiede ergäben im Trägersignal der Bluetoothinformationen kleine messbare Variationen, die eine Identifizierung eines individuellen Gerätes ermöglichen könnten, schreiben die Forscher.

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Angreifer benötigten für einen solchen Angriff nicht viel: Ein Funkempfänger aus dem Hobbybereich für 150 US-Dollar, der Rohsignale aufzeichnen könne, sei ausreichend. Allerdings brauche man zudem eine Portion Expertise - und Glück.

Denn der von den Forschern entwickelte Fingerprint-Algorithmus konnte nicht bei allen Geräten einen eindeutigen Fingerabdruck erkennen: In einem Test waren 40 Prozent von 162 Geräten identifizierbar, in einem weiteren 47 Prozent von 647. Allerdings schätzte das Programm der Forscher auch nur zwei Werte in den Signalen ab. Ein Lichtblick ist, dass die Imperfektionen im Signal aufgrund äußerer Faktoren wie der Temperatur variieren können.

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