Tracking: Apple kostet Soziale Netzwerke fast 10 Milliarden US-Dollar

Dank Apples neuer Tracking-Einstellungen gehen Facebook, Snapchat und anderen zahlreiche Werbeeinnahmen auf iPhones verloren.

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Für Werbung auf iPhones hat sich die Gewinnmarge der Unternehmen reduziert.
Für Werbung auf iPhones hat sich die Gewinnmarge der Unternehmen reduziert. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Apples Entscheidung, im Laufe des Jahres 2021 seine neuen Tracking-Richtlinien umzusetzen, soll zahlreiche Social-Media-Unternehmen Milliarden an möglichen Einnahmen gekostet haben. Wie die Financial Times unter Berufung auf Analysten berichtet, soll Apple Tracking Transparency (ATT) Einnahmen in Höhe von 9,85 Milliarden US-Dollar verhindert haben. Das entspräche zwölf Prozent der Einnahmen im dritten und vierten Quartal.

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Dank der ATT-Regelung müssen Apps, die Nutzerdaten für gezielte Werbung tracken und auswerten, die Anwender beim ersten Start der Anwendung um Erlaubnis fragen. Nutzer können den Tracking-Zugriff dann verweigern, was auch sehr viele machen. Das führt dazu, dass das Unternehmen wesentlich weniger genaue Daten erhält. Entsprechend lassen sich Werbeanzeigen dann nicht mehr so genau ausrichten.

Ein von einem Analysten gegebenes Beispiel verdeutlicht das Problem: Jetzt muss beispielsweise ein Herrenunterwäschehersteller seine Anzeige 2.000 Nutzern zeigen, um auf eine Zielgruppe von 1.000 Männern zu kommen. Vorher konnte die Werbung direkt 1.000 Männern gezeigt werden. Die Kosten für die Anzeigen steigen, der Ertrag bleibt allerdings der gleiche.

Werbeetat geht verstärkt in Android

Entsprechend sollen Werbeagenturen auch ihre Ausgaben für Anzeigen bei Facebook, Snap, Twitter und Youtube auf iOS-Geräten reduziert haben. Stattdessen soll der Fokus bei Werbung künftig stärker auf Android-Geräte ausgerichtet werden - einem Analysten zufolge gehen die Ausgaben für Werbung insgesamt in die Höhe. Auch Tiktok soll als neues Ziel von Werbemaßnahmen verstärkt genutzt werden, da die Kosten für die Anzeigen geringer sind.

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Einem weiteren Analysten zufolge muss Facebook beispielsweise sein komplettes Anzeigensystem umstellen, um auf ATT zu reagieren. Diesen Schritt hatte Facebook zunächst unterschätzt. Es könnte gut ein Jahr dauern, bis Facebook neue Tools entwickelt hat.

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Dedado 04. Nov 2021

Mir kommen die Tränen. Aaaarme Werbetreibende.

Unchipped 02. Nov 2021

Und schon relativiert sich das "einfach" aus deinem vorherigen Kommentar.

Trollversteher 02. Nov 2021

LOL - ist doch noch gar nicht Freitag!!!11!!

psyemi 02. Nov 2021

Es geht ja auch darum das die User möglichst wenig Werbung sehen dafür passende weil die...

Lufegrt 01. Nov 2021

Jeder der schneller als 130 auf der Autobahn fährt sollte automatisch ein Konto bei...



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