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TPU und Trainium: AWS und Google wollen ihre KI-Chips auch verkaufen

Insbesondere über Neocloud-Anbieter wollen AWS und Google mehr Kunden ansprechen. Mögliche Interessenten fürchten aber wohl um Nvidias Gunst.
/ Johannes Hiltscher
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Googles achte TPU-Generation hat ein Trainings- und Inferenzmodell. (Bild: Google)
Googles achte TPU-Generation hat ein Trainings- und Inferenzmodell. Bild: Google

Ursprünglich haben AWS (Amazon Web Services) und Google ihre jeweiligen KI-Beschleuniger für den Eigenbedarf entwickelt. Mit steigender Nachfrage nach KI-Rechenleistung und zunehmender Reife der Eigenentwicklungen wurden Trainium und TPU auch externen Kunden zugänglich gemacht, zunächst über die eigene Cloud.

Beide Unternehmen gehen aktuell den nächsten Schritt: Den Verkauf ihrer Eigenentwicklungen an externe Kunden.

Wie der Finanznachrichtendienst Bloomberg berichtet(öffnet im neuen Fenster), führt AWS aktuell Gespräche mit potenziellen Kunden. Google ist bereits einen Schritt weiter: Mit Fluidstack, das auf Planung und Bau von Rechenzentren spezialisiert ist und Anthropic zu seinen Kunden zählt, hat der Konzern bereits(öffnet im neuen Fenster) einen externen Kunden für seine KI-Chips.

Das Wall Street Journal (WSJ) hebt eine Besonderheit der Partnerschaft hervor(öffnet im neuen Fenster), die zuvor nur von Nvidia bekannt war: Google sichert die Investition von Fluidstack ab, wodurch das Unternehmen bessere Kreditkonditionen bekommt. Ein zweites Projekt dieser Art ist bei Baton Rouge geplant, der Hauptstadt des US-Bundesstaats Louisiana.

Neocloud-Anbieter vergrößern die Sichtbarkeit

Daneben gründete Google zusammen mit dem Vermögensverwalter Blackstone einen neuen Neocloud-Anbieter. Dieser nutzt ebenfalls Googles TPUs, der Konzern investiert 5 Milliarden US-Dollar.

Auch Anthropic, Googles größter externer TPU-Kunde, erhielt 10 Milliarden US-Dollar. Damit übernimmt Google eine weitere Nvidia-Strategie.

Solche Querinvestitionen, die am Ende großenteils wieder beim Geldgeber landen, tätigte Nvidia in der Vergangenheit wiederholt: 30 Milliarden US-Dollar für OpenAI, 2 Milliarden US-Dollar für Coreweave und noch einmal so viel für xAI – und das allein im letzten halben Jahr.

Dass AWS und Google ihre Hardware auch außerhalb der eigenen Rechenzentren unterzubringen versuchen, hat einen einfachen Grund: Es verbessert die Sichtbarkeit und nimmt potenziellen Nutzern die Sorge, sich zu sehr an das Ökosystem eines Anbieters zu binden.

Dabei müssen die beiden Unternehmen allerdings wohl einiges an Überzeugungsarbeit leisten: Laut einem vom WSJ zitierten Risikokapitalgeber sind insbesondere kleinere Neocloud-Anbieter zurückhaltend. Sie fürchten demnach, von Nvidia nicht mehr beliefert zu werden, wenn sie Hardware der Konkurrenz einsetzen.


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