Toyota Mirai im Test: Brennstoffzellen-Toyota mit Lexus-Qualitäten

Der neue Toyota Mirai basiert auf einer Lexus-Plattform und verströmt ein Oberklasse-Flair. Wir sind das Brennstoffzellenauto gefahren.

Ein Test von veröffentlicht am
Brennstoffzellenauto Toyota Mirai: schicke Alternative zum konventionellen Elektroauto
Brennstoffzellenauto Toyota Mirai: schicke Alternative zum konventionellen Elektroauto (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Wie lange wird es wohl dauern, bis der erste Schlaumeier sich über das dünne Rinnsal beschwert, das unter dem Auto hervorkommt? Es schlängelt sich zwischen den sechseckigen Platten hindurch und versiegt kurz vor dem Straßenrand. Derweil steigen dünne weiße Schwaden am Heck des Fahrzeugs auf. Doch keine Angst: Das ist ganz harmlos.

Inhalt:
  1. Toyota Mirai im Test: Brennstoffzellen-Toyota mit Lexus-Qualitäten
  2. Fahren mit dem Toyota Mirai
  3. Toyota Mirai: Verfügbarkeit und Fazit

Das Auto ist ein Toyota Mirai II, unter dessen beachtlicher Fronthaube ein Brennstoffzellenstack arbeitet. Aus der Umgebungsluft und Wasserstoff erzeugt dieser Strom für den Antrieb des Fahrzeugs und das, was unten aus dem Fahrzeug herausläuft, ist ganz einfach Wasser.

Gut sechs Jahre nach seinem ersten Brennstoffzellen-Pkw hat der japanische Automobilkonzern Toyota die neue Version des Mirai auf den Markt gebracht. Das Fahrzeug hat einen verbesserten Antrieb: Die Zellen sind kleiner geworden und liefern trotzdem mehr Leistung. Die Tanks haben mehr Volumen, so dass das Auto mit einer Tankfüllung weiter fahren kann.

Der neue Mirai ist schick

Vor allem aber hat Toyota das Äußere verändert. War der Aussehen des Vorgängers recht gewöhnungsbedürftig, ist der neue Mirai eine schicke Sportlimousine, die optisch eher zur Luxusmarke Lexus passen würde. Das gilt auch für die Innenausstattung mit den digitalen Instrumentenanzeigen und dem großen Display in der Mitte. Das kommt nicht von ungefähr - Toyota baut den Mirai auf der GA-L-Plattform auf, auf der auch der Lexus LX und der Lexus LS basieren.

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Der erste Eindruck: Das Auto ist riesig. Knapp 5 Meter lang ist der neue Mirai und damit knapp 10 cm länger als sein Vorgänger. Sitze, Armaturenbrett und Lenkrad sind mit Kunstleder überzogen - ganz klar: Das ist hier die obere Mittelklasse. Anders als etwa beim Polestar, der einfach durch das Platznehmen aktiviert wird, hat Toyota einen Startknopf verbaut, der, wird er zusammen mit der Bremse gedrückt, das Brennstoffzellensystem und damit das Auto startet.

Anders als ein konventionelles Elektroauto ist ein Brennstoffzellenauto nicht lautlos, da beim Start eine Pumpe anspringt, die Luft ansaugt. Sonst fährt der Mirai elektroautotypisch aber weitgehend geräuschlos.

Das Auto fährt 175 km/h

Das Fahrzeug hat einen 134 Kilowatt starken Antrieb an der Hinterachse. Das sind 20 Kilowatt mehr als beim Vorgänger. Aber für ein Fahrzeug mit einem Gewicht von knapp 2 Tonnen ist das vergleichsweise wenig. Im Antritt ist das Fahrzeug deutlich behäbiger als manch anderes Elektroauto, das wir getestet haben. Rasen ist mit der Limousine ohnehin nicht angesagt. Bei 175 km/h - Tachoanzeige 180 km/h - ist die Höchstgeschwindigkeit abgeregelt. Das war auch beim Vorgänger schon so.

  • Das Brennstoffzellenauto Toyota Mirai (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Toyota hat das Design des Autos stark überarbeitet. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Mirai ist eine schicke Sportlimousine. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Fahrzeug basiert auch auf einer Plattform der Premium-Marke Lexus. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Es würde auch gut ins Lexus-Portfolio passen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Auto ist knapp 5 Meter lang. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Toyota hat einen 134 Kilowatt starken Antrieb verbaut. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Blick in das Innere. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Hinten ist Platz für drei Insassen, aber es gibt nicht viel Beinfreiheit. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Kofferraum ist recht klein. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Es gibt für viele Funktionen Knöpfe und Regler, ...  (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... auch am Lenkrad. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Instrumententafel (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • In der Mitte ist ein großer Bildschirm für das Infotainment-System. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das lässt sich auch vom Beifahrersitz aus gut bedienen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Zu den Assistenzsystemen gehört eine Rückfahrkamera. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Eine Kamera vorn erleichtert das Manövrieren auf engem Raum. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Brennstoffzellenstack befindet sich unter der Fronthaube. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Mirai verbrauchte in unserem Test etwa 1 kg Wasserstoff auf 100 km. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Tanken klappte problemlos. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Mit diesem Knopf kann Wasser abgelassen werden, das als Abfallprodukt entsteht. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Nach dem Anhalten läuft ein kleines Rinnsal unter dem Auto hervor. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • In großen Städten wie Hamburg, wo es Tankstellen gibt, ist das Auto alltagstauglich.  (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Das Brennstoffzellenauto Toyota Mirai (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Eine weitere Verbesserung ist ein zusätzlicher Tank. Die drei Tanks, die im Mitteltunnel, unter den Rücksitzen und hinter der Hinterachse untergebracht sind, fassen zusammen 5,6 kg Wasserstoff. 0,79 bis 0,89 kg Wasserstoff auf 100 km soll der Mirai verbrauchen. Damit sollte das Fahrzeug laut Hersteller auf eine Reichweite von deutlich über 650 km kommen.

Das konnten wir jedoch nicht verifizieren.

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Fahren mit dem Toyota Mirai 
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Laoban 15. Jul 2021

"Als eindeutig schlechte Idee sieht Agora den Einsatz von Wasserstoff in Autos und in...

Laoban 04. Mai 2021

Erzeugt man H2 aus dem EE Überschuss dann gehört dieser in die Stahlindustrie und nicht...

Laoban 03. Mai 2021

Akku Lobby.. ernsthaft ? selten so gelacht Stromüberschuss aus aus EE gehört am Besten...

Laoban 03. Mai 2021

Wo hast du das denn her ? oder eventuell was verwechselt weil die 6¤ nur der reine...

Faksimile 02. Mai 2021

Deine Argumentation ... Wir verzichten auf Urlaubsreisen mit dem Auto, denn eine Stunde...



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