Fahren mit dem Toyota Mirai

Bei vollem Tank zeigte die Reichweitenanzeige jeweils rund 400 km an. Nach dem realen Verbrauch müsste das Fahrzeugs aber weiter kommen. Der lag bei etwa einem kg Wasserstoff auf 100 km, unabhängig davon, ob wir ausschließlich in der Stadt unterwegs waren oder bei einer kombinierten Fahrt durch die Stadt, über Land und über die Autobahn. 100 km kosten damit rund 9,50 Euro.

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Anders als bei unserem ersten Test eines Brennstoffzellen-Fahrzeugs vor knapp zwei Jahren gab es dieses Mal keine Probleme beim Tanken. Der Test des Mercedes GLC F-Cell fand im Hochsommer statt und die Tankanlage streikte beim ersten Versuch, weil sie ein halbes Grad zu warm war. Bei den aktuell deutlich niedrigeren Außentemperaturen war die Anlage kühl, so dass der Wasserstoff anstandslos ins Auto übertragen wurden.

Gut gefällt uns das Bedienungskonzept. Viele Funktionen werden über Knöpfe und Schalter gesteuert. Einige Funktionen wie Sitzheizung oder Heizung und Klimaanlage können mit Knöpfen oder über das Display über der Mittelkonsole geregelt werden.

Das Display kann von links und rechts genutzt werden

Dabei haben die Designer von Toyota - anders als viele ihrer Kollegen - auch an die Beifahrer gedacht. Das Display hat an der Seite eine Menüleiste, die standardmäßig auf der linken Displayseite eingeblendet ist. Die Person auf dem Nebensitz kann sie aber durch Antippen eines kleinen Icons auf ihre Seite holen und so bequem die Musik auswählen oder das Ziel ins Navigationssystem eingeben.

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Letzteres lässt sich auch per Spracheingabe steuern. Die ist jedoch weniger überzeugend. Oft versteht sie die angegebene Adresse nicht. Auch nicht klar ist, weshalb das System auf die Frage, ob die Navigation gestartet werden soll, nicht auf ein intuitives "Ja" reagiert, sondern auf "Bestätigen", wie auf der Schaltfläche im Display.

Das Fahrzeug ist mit verschiedenen Assistenzsystemen ausgestattet wie einem Warnsystem für den toten Winkel, einem Spurhalteassistenten oder einem Tempomat. Beim Rückwärtsfahren unterstützt eine Rückfahrkamera. Zudem hat Toyota eine Frontkamera verbaut, die aktiviert wird, wenn es beim Rangieren eng wird. Die ist auch sehr praktisch, denn das Fahrzeug hat eine sehr lange Front.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Hier ist kein Tempolimit

Nicht so gut funktioniert die Verkehrszeichenerkennung. Mehrfach zeigt das System Geschwindigkeitsbegrenzungen an, wo es keine gibt, oder es übersieht Auflösungszeichen. Optional bietet Toyota noch ein Headup-Display an, das bei unserem Testwagen allerdings nicht installiert ist.

  • Das Brennstoffzellenauto Toyota Mirai (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Toyota hat das Design des Autos stark überarbeitet. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Mirai ist eine schicke Sportlimousine. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Fahrzeug basiert auch auf einer Plattform der Premium-Marke Lexus. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Es würde auch gut ins Lexus-Portfolio passen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Auto ist knapp 5 Meter lang. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Toyota hat einen 134 Kilowatt starken Antrieb verbaut. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Blick in das Innere. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Hinten ist Platz für drei Insassen, aber es gibt nicht viel Beinfreiheit. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Kofferraum ist recht klein. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Es gibt für viele Funktionen Knöpfe und Regler, ...  (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... auch am Lenkrad. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Instrumententafel (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • In der Mitte ist ein großer Bildschirm für das Infotainment-System. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das lässt sich auch vom Beifahrersitz aus gut bedienen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Zu den Assistenzsystemen gehört eine Rückfahrkamera. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Eine Kamera vorn erleichtert das Manövrieren auf engem Raum. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Brennstoffzellenstack befindet sich unter der Fronthaube. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Mirai verbrauchte in unserem Test etwa 1 kg Wasserstoff auf 100 km. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Tanken klappte problemlos. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Mit diesem Knopf kann Wasser abgelassen werden, das als Abfallprodukt entsteht. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Nach dem Anhalten läuft ein kleines Rinnsal unter dem Auto hervor. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • In großen Städten wie Hamburg, wo es Tankstellen gibt, ist das Auto alltagstauglich.  (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Blick in das Innere. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Wie so oft interessiert sich auch für dieses Elektroauto ein Passant, kaum, dass das Fahrzeug abgestellt ist. "Das ist doch der neue Mirai", weiß er. Taxiunternehmer sei er. Ob er mal in den Fond schauen dürfe, wie das Platzangebot sei. Der neue Mirai sei ja recht interessant und auch noch deutlich günstiger als der Vorgänger.

Der erste Mirai war in der Personenbeförderung unterwegs: Der Ridepooling-Dienst Clevershuttle setzte die Brennstoffzellenautos in Hamburg ein. Ob sich der neue Mirai als Taxi eignet, ist jedoch fraglich.

Für seine knapp 5 m Länge bietet das Auto nämlich vergleichsweise wenig Platz. Hinten ist der Einstieg niedrig: Das Auto ist nur knapp 1,5 m hoch und das Dach fällt ab. Zudem ist der Türausschnitt etwas kleiner als beim Vorgänger. Auf der Rückbank haben zwar drei Personen Platz - anders als bei Vorgänger lässt sich die Armstütze in der Mitte der Rückbank hochklappen. Beinfreiheit gibt es jedoch wenig. Für große Passagiere dürfte die Fahrt auf der Rückbank nicht so bequem sein.

Will eine Familie mit dem Auto in den Urlaub fahren, sollten sich alle mit dem Gepäck einschränken, sonst wird es im Kofferraum etwas knapp. Grund für den vergleichsweise kleinen Innenraum ist die lange Fronthaube, unter der sich das Brennstoffzellensystem befindet.

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 Toyota Mirai im Test: Brennstoffzellen-Toyota mit Lexus-QualitätenToyota Mirai: Verfügbarkeit und Fazit 
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Laoban 15. Jul 2021

"Als eindeutig schlechte Idee sieht Agora den Einsatz von Wasserstoff in Autos und in...

Laoban 04. Mai 2021

Erzeugt man H2 aus dem EE Überschuss dann gehört dieser in die Stahlindustrie und nicht...

Laoban 03. Mai 2021

Akku Lobby.. ernsthaft ? selten so gelacht Stromüberschuss aus aus EE gehört am Besten...

Laoban 03. Mai 2021

Wo hast du das denn her ? oder eventuell was verwechselt weil die 6¤ nur der reine...

Faksimile 02. Mai 2021

Deine Argumentation ... Wir verzichten auf Urlaubsreisen mit dem Auto, denn eine Stunde...



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