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Toxischer Arbeitsplatz: Weitere Missbrauchsanschuldigung gegen Activision Blizzard

Ein Activision-Blizzard-Manager soll eine ihm unterstellte Angestellte sexuell belästigt haben. Der Konzern wird ebenfalls verklagt.
/ Oliver Nickel
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Sexuelle Übergriffe sind bei Activision Blizzard noch immer ein Thema. (Bild: Pixabay.com)
Sexuelle Übergriffe sind bei Activision Blizzard noch immer ein Thema. Bild: Pixabay.com / Pixabay License

In einer neuen Klage gegen einen Activision-Blizzard-Manager werden weitere sexuelle Übergriffe und eine generelle toxische Atmosphäre im Unternehmen deutlich. Der Anklage zufolge habe der leitende Angestellte Miguel Vega die als Jane Doe anonymisierte Anklägerin verbal und körperlich sexuell belästigt. Das berichtet das Spielemagazin Kotaku(öffnet im neuen Fenster) mit Berufung auf das Anklageschreiben.

"Auf der Arbeit befummelte Mr. Vega wiederholt die Brüste von Frau Doe etwa ein Dutzend Mal. Bei jeder Gelegenheit drückte, packte oder stieß er ihre Brüste und sie schreckte sofort vor diesen unerwünschten Annäherungsversuchen zurück.", heißt es. Zudem habe Vega sie wiederholt küssen wollen.

Nach wiederholten Abweisungen habe er auch damit gedroht, ein kompromittierendes Foto von Ms. Doe zu veröffentlichen. Sie habe ihm das Bild im Jahr 2010 gegeben, als sie mit Vega befreundet war und bevor sie im Unternehmen anfing.

Vega entlassen, Schadensersatz gefordert

Activision Blizzard reagierte Ende 2021 auf die Anschuldigungen und kündigte die Zusammenarbeit mit Vega auf. "Wir nehmen alle Anliegen unserer Mitarbeiter ernst. Als die Klägerin ihre Bedenken meldete, leiteten wir sofort eine Untersuchung ein und Vega wurde innerhalb von 10 Tagen gekündigt. Wir tolerieren diese Art von Fehlverhalten nicht", schrieb das Unternehmen in einer Stellungnahme an Kotaku.

Die Klage zielt allerdings auch auf Activision Blizzard selbst ab. Der Vorwurf lautet, der Konzern habe bei vergangenen Beschwerden seitens der Klägerin, erstmals im Jahr 2017, gar nicht reagiert. Selbst 2021, nachdem der Konzern durch toxisches Verhalten(öffnet im neuen Fenster) einiger Mitarbeiter aufgefallen war, wurden die Bedenken offenbar ignoriert.

Am 1. September 2021 wurde Vega schließlich doch entlassen. Die Klägerin verlangt von seinem früheren Arbeitgeber weiterhin Schadensersatz für rechtliche Kosten und medizinische Hilfe.


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