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Tour de France: Thermokameras sollen Motor-Doper überführen

Mit Technik der Atombehörde gegen Doping: Bei der Tour de France sollen Wärmebildkameras eingesetzt werden, um regelwidrige Modifizierungen an Fahrrädern zu erkennen.

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Ertappt: Das Tablet zeigt, dass das Fahrrad regelwidrig mit einem Motor ausgestattet ist.
Ertappt: Das Tablet zeigt, dass das Fahrrad regelwidrig mit einem Motor ausgestattet ist. (Bild: Fabrice Coffrini/AFP/Getty Images)

Moto statt Epo: Radprofis greifen gern zu verbotenen Hilfsmitteln, um ihre Leistung zu steigern. Urinproben sind im Radsport deshalb schon obligatorisch. Für die bevorstehende Tour de France haben die Organisatoren eine neue Dopingkontrolle angekündigt: Sie wollen mit Wärmebildkameras gegen mechanisches Doping, auch Motor-Doping genannt, vorgehen.

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Motor-Doping bedeutet: In das Sattelrohr des Fahrrads wird ein Elektromotor eingebaut, der auf die Tretkurbel wirkt und den Fahrer beim Treten unterstützt. Ein solcher Motor liefert etwa 200 Watt. Was beim E-Bike eine willkommene Unterstützung für den Radler ist, ist im Sport ein unerlaubtes Hilfsmittel.

Atomenergiebehörde stellt Kamera

Bei der Tour de France wollen die Offiziellen den Motor-Dopern nun mit moderner Technik auf die Spur kommen: Mit Wärmebildkameras wollen sie die Motoren finden. Die Kameras stammen von der französischen Atombehörde, dem Commissariat à l'énergie atomique et aux énergies alternatives (CEA). Ein Motor läuft warm, das heißt, der Rahmen hat an der Stelle eine andere Temperatur.

Getestet werde an den Straßenseiten sowie im Rennen, erklären die Organisatoren. Das bedeutet, dass die Begleitmotorräder, die im Feld unterwegs sind, mit den Kameras ausgestattet werden.

Tablet findet Motor

Außer mit einer Thermokamera lässt sich ein solcher Motor auch mit einem Tablet aufspüren. Die Geräte haben einen Magnetfeldsensor, der normalerweise als elektronischer Kompass eingesetzt wird. Damit wird das Magnetfeld eines Fahrrads überprüft. Gibt es Anomalien, könnte das ein Hinweis auf einen illegal eingebauten Motor sein. Diese Methode wurde erstmals im Mai beim Giro d'Italia eingesetzt.

Fraglich hingegen ist, ob die Kameras auch elektromagnetische Motoren finden. Ein solcher Antrieb besteht aus Neodym-Magneten in den Felgen und einer Spule, die unter dem Sattel versteckt wird. Per Induktion erzeugt die Spule eine Leistung von etwa 60 Watt. Aktiviert wird das System per Bluetooth - beispielsweise über den Fitness Tracker oder eine Smartwatch.

Dieses Jahr wurde ein motorisiertes Fahrrad entdeckt

Zum ersten Mal soll 2010 auf diese Weise betrogen worden sein. Erstmals sichergestellt wurde ein derart präpariertes Fahrrad Anfang dieses Jahres bei der Cyclocross-Weltmeisterschaft in Belgien.

Die Tour de France startet am 2. Juli am Mont Saint Michel im Nordwesten Frankreichs. Sie endet am 24. Juli mit dem Sprint über die Avenue des Champs-Élysées in Paris.



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fou 30. Jun 2016

Naja.. das wird ein logistisches Problem: Bei 200 Fahrern, sind mindestens 400 Räder...

m9898 29. Jun 2016

Dann sollen sie halt einfach auch die Felgen kontrollieren...

h0m3uSerAMT 29. Jun 2016

Es ist ganz einfach das härteste Radrennen des Jahres, welches seinen ganz eigenen Reiz...

Abdiel 29. Jun 2016

Nö, auch schon bei Paris-Roubaix im April, siehe DC Rainmakers Blog...

Nogul 29. Jun 2016

Es gab mal Zeiten wo der Veranstalter die Räder stellte. Das einzige was man selber...


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