Abo
  • Services:

Touchboard: Die berührungsempfindliche Märchentante

Mit dem Touchboard und der elektrisch leitfähigen Farbe von Bare Conductive lassen sich die unterschiedlichsten Projekte umsetzen. Golem.de hat mit Pinsel, Plexiglas und Lötkolben ein sprechendes, berührungsempfindliches Tableau gebaut, das eine interaktive Geschichte erzählt.

Artikel von veröffentlicht am
Das verkabelte Touchboard
Das verkabelte Touchboard (Bild: Fabian Hamacher/Golem.de)

Das Bare Conductive Touchboard und die elektrisch leitfähige Farbe wurden Ende 2013 erfolgreich über Kickstarter finanziert - und spielten statt der geforderten 15.000 britischen Pfund mehr als 120.000 Pfund ein. Mittlerweile wird beides auch regulär verkauft. Anlass für uns, das multifunktionale Board und die Farbe in einem Projekt auszuprobieren: Wir wollen eine kleine Geschichte erzählen, in deren Verlauf der - eher jüngere - Zuhörer kleine Zeichnungen berühren muss. Entsprechend der Geschichte und der Benutzeraktion werden die Zeichnungen dabei unterschiedlich beleuchtet.

Wir haben uns dafür die Geschichte eines kleinen Eichhörnchens ausgesucht, das für den Winter Nüsse sammelt. Der Zuhörer soll durch Berührung etwa dem Eichhörnchen helfen, die Nuss zu finden oder die Sonne zum Leuchten bringen. Die Aufforderung dazu erhält er durch die gesprochene Erzählung.

Das Projekt umfasst eine ganze Reihe von Schritten: Zuerst müssen wir eine Zeichnung mit berührungsempfindlichen Sensoren auf eine halbtransparente Plexiglas-Scheibe auftragen. Dahinter platzieren wir LEDs, die situationsabhängig aufleuchten sollen. Die Erzählung muss eingesprochen und in Form von MP3-Dateien abgespeichert werden. Schließlich müssen wir noch ein Programm schreiben, das im richtigen Moment die MP3-Dateien abspielt sowie die LEDs ansteuert und die Sensoren überwacht.

Arduino mit mächtigen Freunden

Das Bare Conductive Touchboard ist ein Arduino-kompatibles Experimentierboard. Herzstück ist ein ATMega32U4-Mikrocontroller (32 KByte Flash-Speicher, 2,5 KByte RAM, 16 MHz). Ihm zur Seite stehen zwei weitere Chips, die für die besonderen Funktionen des Touchboards verantwortlich sind: ein Freescale MPR121 für kapazitive, berührungsempfindliche Sensoren und ein VLSI VS1053B für die Wiedergabe von Sound-Dateien. Dazu kommen ein Kopfhörer-Ausgang, ein MicroSD-Karten-Slot und ein Anschluss für LiPo-Akkus, inklusive Ladefähigkeit.

  • Die Zeichnung wurde mit elektrisch leitfähiger Farbe auf Plexiglas aufgemalt. (Foto: Fabian Hamacher/Golem.de)
  • Dahinter befindet sich eine Sperrholz-Platte mit den LEDs. (Foto: Fabian Hamacher/Golem.de)
  • Das Touchboard mit den eingesteckten Sensorkabeln (Foto: Fabian Hamacher/Golem.de)
  • Die LED-Ansteuerung übernimmt ein Arduino. (Foto: Fabian Hamacher/Golem.de)
  • Hilft immer: Heißkleber (Foto: Fabian Hamacher/Golem.de)
  • Als Sensor kann jede Art von leitfähigem Material dienen. (Foto: Fabian Hamacher/Golem.de)
  • Die Farbe elegant mit einem Draht zu verbinden, ist gar nicht so einfach. Wir haben in die Zeichnung ein Loch gebohrt... (Foto: Fabian Hamacher/Golem.de)
  • und den Draht durchgesteckt. Und auch hier wieder ist Heißkleber die Antwort auf alles. (Foto: Fabian Hamacher/Golem.de)
  • Die beste  Wirkung entfaltet die Geschichte im Dunklen. (Foto: Fabian Hamacher/Golem.de)
Die Zeichnung wurde mit elektrisch leitfähiger Farbe auf Plexiglas aufgemalt. (Foto: Fabian Hamacher/Golem.de)
Stellenmarkt
  1. INCENT Corporate Services GmbH, Berlin
  2. Interhyp Gruppe, München

Das Touchboard kann per Arduino-IDE programmiert werden, für die Tonwiedergabe und die Berührungssensorik stellt Bare Conductive entsprechende Bibliotheken für die Arduino-IDE zur Verfügung.

Experimente auch ohne Programmieren

Es ist aber gar nicht notwendig, sofort nach dem Auspacken des Boards die IDE anzuwerfen, den es kommt bereits vorprogrammiert beim Käufer an. Es ist nur notwendig, einen Kopfhörer oder Lautsprecher anzustecken und das Board mit Strom zu versorgen, und schon kann mit den großen Elektroden herumgespielt werden. Das Board kommt mit einer vorbespielten Micro-SD-Karte und spielt bei der Berührung eines der Elektroden eine zugeordnete MP3-Datei auf der Karte ab.

Wer nicht mehr als diese Funktion benötigt, muss lediglich die MP3-Dateien auf der Speicherkarte an einem PC durch eigene ersetzen. Leider liefert Bare Conductive keinen SD-Karten-Adapter mit.

Berührungsempfindliche Tintenkleckse 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
  7. 7
  8. 8
  9. 9
  10.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 99€ (Bestpreis!)
  2. 99,95€ (Vergleichspreis ca. 130€)
  3. 1.018,99€ inkl. Rabattgutschein (Vergleichspreis ca. 1.205€ inkl. Versand)
  4. 18,99€ (ohne Prime oder unter 29€ zzgl. Versand)

McFarmar 13. Jan 2015

Finde ich auch super. Ein Kollege hat ein Kind das im richtigen Alter ist - ich glaube...

Konstantin... 13. Jan 2015

den ich persönlich lustiger finde. Man benötigt zwar einen PC dafür, wenn ich aber...


Folgen Sie uns
       


Nokia 9 Pureview - Hands on (MWC 2019)

Das neue Nokia 9 Pureview von HMD Global verspricht mit seinen fünf Hauptkameras eine verbesserte Bildqualität. Wir haben das im Hands on überprüft.

Nokia 9 Pureview - Hands on (MWC 2019) Video aufrufen
Geforce GTX 1660 im Test: Für 230 Euro eine faire Sache
Geforce GTX 1660 im Test
Für 230 Euro eine faire Sache

Die Geforce GTX 1660 - ohne Ti am Ende - rechnet so flott wie AMDs Radeon RX 590 und kostet in etwa das Gleiche. Der klare Vorteil der Nvidia-Grafikkarte ist die drastisch geringere Leistungsaufnahme.

  1. EC2 G4 AWS nutzt Nvidias Tesla T4 für Inferencing-Cloud
  2. Zotac Geforce GTX 1660 Ti im Test Gute 1440p-Karte für unter 300 Euro
  3. Nvidia Turing OBS unterstützt Encoder der Geforce RTX

FreeNAS und Windows 10: Der erste NAS-Selbstbau macht glücklich
FreeNAS und Windows 10
Der erste NAS-Selbstbau macht glücklich

Es ist gar nicht so schwer, wie es aussieht: Mit dem Betriebssystem FreeNAS, den richtigen Hardwarekomponenten und Tutorials baue ich mir zum ersten Mal ein NAS-System auf und lerne auf diesem Weg viel darüber - auch warum es Spaß macht, selbst zu bauen, statt fertig zu kaufen.
Ein Erfahrungsbericht von Oliver Nickel

  1. TS-332X Qnaps Budget-NAS mit drei M.2-Slots und 10-GBit-Ethernet

Tom Clancy's The Division 2 im Test: Richtig guter Loot-Shooter
Tom Clancy's The Division 2 im Test
Richtig guter Loot-Shooter

Ubisofts neuer Online-Shooter beweist, dass komplexe Live-Spiele durchaus von Anfang an überzeugen können. Bis auf die schwache Geschichte und Gegner, denen selbst Dauerbeschuss kaum etwas anhaben kann, ist The Division 2 ein spektakuläres Spiel.
Von Jan Bojaryn

  1. Netztest Connect Netztest urteilt trotz Funklöchern zweimal sehr gut
  2. Netztest Chip verteilt viel Lob trotz Funklöchern

    •  /