Touch Zero One: Swatch-Chef verteidigt seine Smartwatch
Der Schweizer Uhrenhersteller Swatch hat vor wenigen Wochen seine erste Smartwatch auf den Markt gebracht. Die Touch Zero One(öffnet im neuen Fenster) kann Kalorien und Schritte zählen. Außerdem können Volleyballer damit ihre Schlagstärke messen – keine Revolution in der umkämpften Smartwatch-Branche. Doch darin sieht Swatch-Chef Nick Hayek in einem Interview mit dem Schweizer Tagesanzeiger(öffnet im neuen Fenster) keinen Nachteil.
"Was Apple und die anderen bisher präsentiert haben, haut niemanden aus den Socken", sagte Hayek. Die Geräte verbrauchten so viel Strom, dass sie keine 24 Stunden ohne Steckdose aushielten. Die Batterie der Touch Zero One halte dagegen neun Monate lang und könne vom Träger ausgewechselt werden.
Weitere Modelle geplant
Für sein Unternehmen sei die Entwicklung der Swatch Touch Zero One "ein sehr sorgfältig gefällter, strategischer Entscheid", sagte Hayek mit Blick auf die Uhren der Konkurrenten wie die Apple Watch. "Ich persönlich möchte nicht, dass meine Blutdruck- und Blutzuckerwerte in einer Cloud oder auf Servern im Silicon Valley gespeichert sind", sagte er. Außerdem sei die Touch Zero One nicht das Ende der Entwicklung.
Die nächste Version, die Touch Zero Two, will Swatch zu den Olympischen Spielen in Rio lancieren. Die Uhr als Alternative zur Kreditkarte mit Near Field Communication will Hayek noch in diesem Jahr auf den Markt bringen. "Die Technologie funktioniert, wir regeln gerade noch letzte Details mit unserem Partner aus der Kreditkartenbranche."
Keine Angst vor Apple
In einem Interview mit dem Handelsblatt hatte Hayek im vergangenen Jahr bereits betont, dass er sich nicht vor Apple und dessen Smartwatch fürchte. Er erwarte keine Umsatzeinbußen, sondern eher einen Schub für die eigenen Geschäfte. "Meine Erwartung ist, dass viele dieser Kunden irgendwann eine richtige Uhr kaufen", sagte Hayek damals.
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