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Total War Pharaoh Vorschau: Antike Ägypter zwischen Sandsturm und Matsch

Herrscher Ramses im Streitwagen, eine riesige Armee im dynamisch generierten Unwetter: Golem.de hat Total War Pharaoh angespielt.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Total War Pharaoh (Bild: Creative Assembly)
Artwork von Total War Pharaoh Bild: Creative Assembly

Die Mauern der Herrscherstadt Memphis sind mehrere Meter dick, wir sind von Bogenschützen und ausgebildeten Elitekriegern mit Schwert und Lanze umgeben. Trotzdem sind wir angesichts der feindlichen Armee vor uns dezent beunruhigt: Schaffen wir es in Total War Pharaoh als König Ramses, den Sieg davonzutragen?

Spoiler: Nein. Die gegnerischen Seevölker überrennen uns mit ihrer taktisch sinnvoll strukturierten Armee regelrecht. Ganz hinten stehen die Bogenschützen, seitlich werden Belagerungstürme an unsere Stadtmauern geschoben, außerdem sind wir einfach zahlenmäßig unterlegen.

Wir geben nach ein paar Minuten auf und ärgern uns noch nicht mal besonders. Die Entwickler von Creative Assembly(öffnet im neuen Fenster) hatten uns schon gewarnt, dass die Schlacht um Memphis die mit Abstand härteste von drei spielbaren Missionen ist.

Davor haben wir zwei Schlachten geschlagen, die einfacher waren - die erste haben wir auf Anhieb gewonnen, die zweite knapp verloren. In der ersten sind wir mit Ramses im Streitwagen bei schönstem Sonnenschein ins Feld gezogen, mussten dann aber in einem Sandsturm die Sache zu Ende bringen.

Grafisch sah es ziemlich beeindruckend aus, wie wir unsere Kämpfer immer schlechter gesehen haben - umso stolzer waren wir, als wir trotz der widrigen Umstände den Sieg erringen konnten. Die Sandstürme und andere dynamisch generierte Wetterereignisse sind eine der größeren Neuerungen in Pharaoh.

Es soll auch normale Stürme und Regen geben, der den Boden der Schlachtfelder aufweicht und den Armeen die Bewegungen im Matsch enorm erschwert. Dazu kommen saisonale Überflutungen, etwa entlang des Nil.

Ebenfalls neu ist, dass Feuer sich abhängig von der Vegetation und den anderen Bedingungen vor Ort dynamisch ausbreiten können. Das haben wir in der zweiten (knapp verlorenen Mission) erlebt, bei der plötzlich ein Teil der Umgebung in Flammen stand.

Total War Pharaoh bietet neben seinem spannenden Szenario des Bronzezeitalters (ca. 2200 bis 800 v. Chr.) aber noch weitere neue Möglichkeiten. Es soll drei neue Stellungsbefehle geben. Damit können wir per Knopfdruck etwa dafür sorgen, dass unsere Armee langsam vorrückt, ohne die Feinde direkt anzugreifen oder sich in Scharmützeln zu engagieren.

"Halten" soll es uns erlauben, auch unter Druck an einem Ort und dabei in Formation zu bleiben. Und "Nachgeben" bedeutet einen langsamen Rückzug, bei dem soweit wie möglich eigene Verluste minimiert werden.

Total War Pharaoh: Fraktionen und Verfügbarkeit

Neben den Seevölkern und den Ägyptern gibt es weitere Feinde. Das eine ist die Fraktion der Hethiter, die im Spiel aus dem Gebiet des heutigen Anatolien stammen. Es handelt sich um eine besonders gut ausgestattete Armee mit vielen Soldaten, die aber relativ unflexibel agiert.

Total War Pharaoh - Trailer (Ankündigung Mai 2023)
Total War Pharaoh - Trailer (Ankündigung Mai 2023) (01:54)

Eine weitere wichtige Fraktion stammt aus Kanaan, also dem Gebiet zwischen den altägyptischen Machtzentralen und Anatolien. Diese Armee ist so etwas wie der Underdog im Spiel: Schlecht ausgerüstet, aber extrem flexibel und brutal und in der Lage zu Stealth und Überraschungsangriffen.

Pharaoh erscheint laut Creative Assembly im Oktober 2023 für Windows-PC (Steam, Epic Games Store). Etwas später soll eine Version für MacOS folgen, die beim Entwicklerstudio Feral Interactive entsteht. Neben der solo spielbaren Kampagne ist Multiplayer mit Koop und PvP mit jeweils zwei Teilnehmern angekündigt.


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