Total War Attila: Rauben und Brandschatzen mit den Hunnen
Nur sieben Jahre müssen wir überleben: vom Frühling 395 bis zum Winter 401. Eigentlich eine machbare Aufgabe, schließlich haben wir in der Vorabversion von Total War Attila die stolze Armee der Sachsen in der Stadt Tulifurdum (das heutige Hannover) unter unserer Kontrolle, um damit Angreifer aller Art aus unserem Reich zu verjagen.
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In dem Strategiespiel von Creative Assembly(öffnet im neuen Fenster) müssen wir uns vor allem gegen das Heer von Attila dem Hunnenkönig wehren. Neben den Sachsen gibt es unter anderem die Franken sowie ein westliches und ein östliches römisches Imperium als spielbare Fraktionen.
Oder wir treten mit Attila selbst an, um die damals bekannte Welt zu erobern. Im fertigen, für den 17. Februar 2015 geplanten Vollpreistitel für Windows-PC soll das natürlich auch möglich sein."Das Spiel mit einer herumziehenden Armee ist völlig anders als mit einer Stadtfraktion", sagt uns Chefentwickler Mike Simpson im Gespräch. "Man hat einfach kein eigenes Territorium, sondern nur eine mobile Armee, die eine Siedlung aus Zelten aufbauen kann und dann weiterreist" – in Total War gab es das in dieser Form bislang nicht.
Die zweite wichtige Änderung gegenüber dem Vorgänger Rome 2 ist laut Mike Simpson die Diplomatie. "Politik und Familien in Attila sind auch ganz anders. In Rome 2 gab es zwar beides, aber es war sehr rudimentär und man konnte es schlicht ignorieren", so der Entwickler. "In Attila ist es wesentlich stärker wirklich ins Spiel integriert, und auf den höheren Schwierigkeitsgraden geht es gar nicht mehr ohne."
Der Onkel wird General...
Über den aus einigen früheren Serienteilen bekannten Stammbaum lässt sich die Familie verwalten, ausgewählte Mitglieder der Sippe können in Schlüsselpositionen im Militär oder in der Verwaltung platziert werden.

Bei unserer siebenjährigen Verteidigung von Tulifurdum müssen wir uns kurz in die gegenüber Rome 2 renovierte Benutzeroberfläche einarbeiten, die wichtige Daten wie Einkommen deutlich übersichtlicher präsentiert. Ganz umgewöhnen müssen wir uns aber natürlich nicht: Auch in Attila treten wir auf der Weltkarte in Runden aus jeweils drei Monaten an und kloppen uns im Taktikmodus in Echtzeit mit den Armeen unseres Gegners.
Grafisch hat Creative Assembly vor allem den Kampfmodus weiter verbessert. Es gibt neue Filtereffekte, deutlich detailreichere Landschaften und Gebäude und sehr stimmungsvoll inszenierte Zwischensequenzen und Kamerafahrten. Auch die Symbole für die Einheiten und die Portraitbilder haben die Entwickler spürbar aufgehübscht.
Die ersten Runden bis ins Jahr 399 verlaufen weitgehend ereignislos. Immerhin können wir dabei verfolgen, wie Winter über unseren Teil der Welt fällt und rasch zu ausgedehnten Völkerwanderungen führt.
Etwas später kommt es dann tatsächlich zu ersten Schlachten auf der Echtzeit-Karte, die weitgehend in der bekannten Art und Weise ablaufen, aber dennoch neu aussehen: Unsere sächsische Armee legt sich mit den Reiterhorden von Attila an – allerdings nicht sehr ausführlich: Just als es spannend wird, legt ein Timer in der Vorabversion dem Hunnenkönig das Kriegshandwerk.
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