Total Kustom: US-Unternehmen will Dracula-Schloss 3D-drucken
Graf Dracula im Nordwesten der USA: Das US-Unternehmen Total Kustom(öffnet im neuen Fenster) will ein Schloss im US-Bundesstaat Washington errichten(öffnet im neuen Fenster) . Aber das Unternehmen will es nicht einfach nur bauen, und es geht auch nicht um irgendein Schloss: Total Kustom will das Dracula-Schloss mit einem 3D-Drucker aufbauen.

Das im US-Bundesstaat Minnesota ansässige Unternehmen hat Stroybot2 entwickelt, einen transportablen 3D-Drucker, der Beton verarbeitet. Damit will das Unternehmen Häuser aufbauen. Total-Kustom-Gründer Andrey Rudenko hat sich vor einigen Jahren in seinem Garten einen Pavillon in Form eines Schlosses gedruckt.
Ein Haus ist schnell gedruckt
Vorteil der Technik ist die Geschwindigkeit: 2015 hat das Unternehmen einen Anbau für ein Hotel auf den Philippinen gedruckt. Die reine Bauzeit für das 130 Quadratmeter große Appartement inklusive Whirlpool aufzubauen, betrug nur 100 Stunden.
Standort für das gedruckte Dracula-Schloss wird nahe dem Lake Chelan(öffnet im neuen Fenster) sein, etwa 130 Kilometer östlich von Seattle. Errichtet werden soll es an einer Stelle, die ausgerechnet Vampire Hills heißt.
Dracula war wohl nie im Dracula-Schloss
Das sogenannte Dracula-Schloss, das Total Kustom auf dem Vampirhügel nachdrucken will, ist Schloss Bran(öffnet im neuen Fenster) in Siebenbürgen, in Rumänien. Es wird so genannt, weil es dem Schloss ähnelt, das Bram Stoker in seinem Vampir-Roman Dracula(öffnet im neuen Fenster) beschreibt. Vlad III. Drăculea(öffnet im neuen Fenster) , das Vorbild für die Titelfigur, war mutmaßlich nie dort.
Um das Projekt zu finanzieren, hat Total Kustom eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Kickstarter(öffnet im neuen Fenster) initiiert. Eine Million US-Dollar will Total Kustom bis zum 29. April sammeln. Die Erfolgschancen dürften eher übersichtlich sein: Nach den ersten Tagen sind noch nicht einmal 10 US-Dollar zusammengekommen.
3D-Drucken mit Beton
Das Projekt selbst mag ungewöhnlich sein. Aber 3D-gedruckte Bauwerke gibt es schon: Kürzlich wurde in einem Vorort der spanischen Hauptstadt Madrid eine 3D-gedruckte Brücke eingeweiht . Dazu wurde der 3D-Drucker D-Shape eingesetzt, den der Italiener Enrico Dini entwickelt hat.

In Amsterdam arbeitet das niederländische Architekturbüro Dus Architects seit einigen Jahren am 3D Print Canal House Project , das aus 3D-gedruckten Blöcken gebaut wird. Ein chinesisches Bauunternehmen hat 2016 ein zweistöckiges Haus im Schichtverfahren mit einem 3D-Drucker aus Beton aufgebaut .
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