Toshiba Encore mit Bay Trail im Test:Guten Morgen, Intel!
Jahrelang hat Intel den Tabletmarkt verschlafen, nun ist es doch noch aufgewacht: Mit der Tabletplattform Bay Trail soll das Toshiba Encore den Hersteller endlich konkurrenzfähig machen, denn eine hohe Leistung und x86-Kompatibilität sind gegeben.
Einen Stift liefert Toshiba beim Encore-Tablet nicht mit.Bild:
Tobias Költzsch/Golem.de
Intel hat laut Aufsichtsratschef Andy Bryant den Trend zum Tablet verpasst - nun sollen Bay Trail und eine Milliarde US-Dollar an Marketingzuschüssen doch noch die Wende bringen. Vorgestellt wurde Bay Trail für Tablets bereits im September 2013, erste Geräte wie das Asus Transformer Book T100 sind seit Dezember 2013 und 8-Zoll-Tablets wie das Toshiba Encore seit Januar 2014 im Handel erhältlich.
Die Kombination aus Intels Atom-Chip und Windows ist zwar keineswegs neu, nach der Netbook-Hochphase aber konnten sich die günstigen Chips in keiner anderen Geräteklasse durchsetzen. Schnell bekamen sie den Stempel "lahm und technisch stark veraltet" aufgedrückt, woran Intel nicht ganz unschuldig war - der Hersteller hat die Atoms jahrelang kaum weiterentwickelt.
Erst als der Markt längst von iPads und Android-Geräten besetzt war, hat sich Intel mit Clover Trail und Clover Trail+ auf den Tabletmarkt konzentriert. Eines der ersten Geräte mit Windows 8 und einem Atom-SoC war der Samsung Ativ Smart PC - die erhoffte eierlegende Wollmilchsau, die Kompatibilität zu x86-Programmen und flottes Tabletgefühl vereint, gelang damit aber nicht.
Das 432 Gramm schwere Toshiba Encore nun ist eines der ersten Geräte der dritten Generation: Das Tablet kombiniert einen neu entwickelten Atom-Prozessor der Bay-Trail-Familie mit Windows 8.1 in einem kompakten Gehäuse. Neben Merkmalen wie einem Micro-HDMI-Ausgang stimmt mit 300 Euro der Preis.
Das Toshiba Encore basiert auf Intels Bay-Trail-T-Plattform und nutzt daher einen aktuellen Atom-Prozessor mit Silvermont -Architektur. Das verwendete Z3740(öffnet im neuen Fenster) -Mittelklasse-SoC verfügt über vier Kerne, diese takten unter Last mit 1,33 bis 1,86 GHz - im Leerlauf sind es 0,52 GHz. Dem 64-Bit-Prozessor stehen 2 GByte LPDDR3-1066-Speicher zur Seite, dieser wird von zwei 64-Bit-Kanälen angebunden und ist für alltägliche Anwendungen ausreichend.
Die Silvermont-Prozessoren werden im P1271-Prozess, einer speziellen Version der 22-Nanometer-Fertigung , produziert. Dies ermöglicht eine vergleichsweise hohe Geschwindigkeit bei geringer Leistungsaufnahme, insbesondere die DX11-kompatible Grafikeinheit hat Intel drastisch verbessert. Die Scenario Design Power (SDP), also wie viel Energie das SoC unter festgelegten Bedingungen benötigt, beträgt 2 Watt - Intel nennt jedoch keine Details zu den Messungen.
Bild 1/17: An der Unterseite befinden sich die beiden Stereolautsprecher. Im Querformat wird der linke durch eine Hand verdeckt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 2/17: Intel inside - das Encore nutzt einen Atom Z3740. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 3/17: Die rückwärtige 8MP-Kamera liefert eine gute Bild- und Videoqualität. An der Oberseite sitzt der kombinierte Kopfhörer-Mikrofon-Anschluss. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 4/17: Auf der rechten Seite befinden sich der Power-Schalter und die Lautstärkewippe. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 5/17: Links verbaut Toshiba einen Micro-HDMI-Ausgang und einen Micro-USB-2.0-Port. Letzterer dient auch als Ladeanschluss. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 6/17: Der SDXC-Cardreader arbeitet extrem langsam. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 7/17: Der Windows-Desktop ist mit einem Stift angenehmer zu bedienen als mit den Fingern, Toshiba liefert jedoch kein solches Eingabegerät mit. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 8/17: Das Toshiba Encore mit dem Modern-UI von Windows 8 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 9/17: Das IPS-Display löst mit vergleichsweise geringen 1.280 x 800 Pixeln auf. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 10/17: Der Atom Z3740 bietet sparsame vier Silvermont-Kerne. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 11/17: Gleitkomma-Berechnungen liegen dem Atom-Chip nicht sonderlich gut. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 12/17: Die Grafikleistung und Integer-Geschwindigkeit des Z3740 ähneln einem A7 oder Tegra 4. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 13/17: Gegen Ultrabooks mit Haswell-Prozessoren kommt der Atom nicht an. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 14/17: Die verbaute eMMC mit 32 GByte weist sehr schlechte Lese- und Schreibraten auf, die Zugriffszeit hingegen gefällt uns. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 15/17: Der Cardreader schreibt selbst große Dateien nur mit langweiligen 11 MByte pro Sekunde. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 16/17: Toshiba hat die Systemwiederherstellung aktiviert, diese belegt jedoch 6 GByte eMMC-Speicherplatz. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 17/17: Der Productivity-Test des Powermark gibt geschätzte 8:28 Stunden aus. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Gutes Display und Micro-HDMI
Die integrierte HD Graphics (311 bis 667 MHz) zweigt sich vom LPDDR3-Speicher einen Teil für eigene Berechnungen ab, weiterhin unterstützt sie Auflösungen bis hinauf zu 2.560 x 1.600 Pixeln. Da Toshiba einen Micro-HDMI-1.4-Ausgang verbaut, können so neben 1080p-TV-Geräten auch externe WQHD-Monitore angesteuert werden. Das im Encore eingesetzte IPS-Panel löst hingegen mit nur 1.280 x 720 Pixeln auf. Das ist angesichts der 8-Zoll-Diplays vergleichsweise wenig, die Android-Konkurrenz ist hier schon viel weiter. In der Praxis stört die geringe Auflösung nicht, die etwas nervige automatische Helligkeitsanpassung haben wir deaktiviert.
Das blickwinkelstabile Display erreicht bis zu sehr gute 367 cd/m², spiegelt bei Gegenlicht aber stark und ist anfällig für Fingerabdrücke. Diese lassen sich zudem ohne passende Putztücher nur schwer entfernen. Der kapazitive Touchscreen ist nicht Digitizer-kompatibel, Stifte wie der Adonit Jot Pro erhöhen den Bedienungskomfort stark - Toshiha liefert jedoch kein solches Eingabegerät mit.
Schlechte eMMC, nur USB 2.0 und wenig Speicherplatz
Neben dem Power-Schalter und der Lautstärkewippe verfügt das Encore über einen Micro-USB-2.0-Anschluss. Da das Tablet auch darüber aufgeladen wird, vermissen wir einen weiteren Port - insbesondere einen im Vollformat. Der kombinierte Kopfhörer-Mikrofon-Anschluss setzt ein entsprechendes Headset voraus, klassische Modelle mit zwei Klinken können ohne Adapter nur als Kopfhörer oder Mikrofon genutzt werden. Der nicht per Klappe geschützte SDXC-Cardreader ist intern mit USB 2.0 angebunden, dadurch sind nur geringe Schreib- und Leseraten von unter 11 und 22 MByte pro Sekunde möglich.
Die rückwärtige Kamera des Encore nimmt 720p- oder 1080p-Videos mit 30 fps im MP4-Format auf (4:3- oder 16:9-Format). Mit 3.264 x 1.836 oder 3.264 x 2.448 Pixeln Auflösung ist die Fotoqualität abseits des Rauschens bei wenig Licht gut: Schnappschüsse zeigen Details, die Farben wirken weder ausgewaschen noch unnatürlich stark gesättigt. Die Frontkamera kann zusammen mit dem integrierten Mikrofon für 1080p-Videotelefonie genutzt werden.
Bild 1/17: An der Unterseite befinden sich die beiden Stereolautsprecher. Im Querformat wird der linke durch eine Hand verdeckt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 2/17: Intel inside - das Encore nutzt einen Atom Z3740. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 3/17: Die rückwärtige 8MP-Kamera liefert eine gute Bild- und Videoqualität. An der Oberseite sitzt der kombinierte Kopfhörer-Mikrofon-Anschluss. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 4/17: Auf der rechten Seite befinden sich der Power-Schalter und die Lautstärkewippe. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 5/17: Links verbaut Toshiba einen Micro-HDMI-Ausgang und einen Micro-USB-2.0-Port. Letzterer dient auch als Ladeanschluss. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 6/17: Der SDXC-Cardreader arbeitet extrem langsam. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 7/17: Der Windows-Desktop ist mit einem Stift angenehmer zu bedienen als mit den Fingern, Toshiba liefert jedoch kein solches Eingabegerät mit. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 8/17: Das Toshiba Encore mit dem Modern-UI von Windows 8 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 9/17: Das IPS-Display löst mit vergleichsweise geringen 1.280 x 800 Pixeln auf. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 10/17: Der Atom Z3740 bietet sparsame vier Silvermont-Kerne. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 11/17: Gleitkomma-Berechnungen liegen dem Atom-Chip nicht sonderlich gut. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 12/17: Die Grafikleistung und Integer-Geschwindigkeit des Z3740 ähneln einem A7 oder Tegra 4. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 13/17: Gegen Ultrabooks mit Haswell-Prozessoren kommt der Atom nicht an. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 14/17: Die verbaute eMMC mit 32 GByte weist sehr schlechte Lese- und Schreibraten auf, die Zugriffszeit hingegen gefällt uns. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 15/17: Der Cardreader schreibt selbst große Dateien nur mit langweiligen 11 MByte pro Sekunde. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 16/17: Toshiba hat die Systemwiederherstellung aktiviert, diese belegt jedoch 6 GByte eMMC-Speicherplatz. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 17/17: Der Productivity-Test des Powermark gibt geschätzte 8:28 Stunden aus. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Gespeichert werden alle Aufnahmen auf einer SDXC-Karte (bis zu 64 GByte) oder dem internen eMMC-Laufwerk (32 oder 64 GByte). Der fest verbaute Flash-Speicher arbeitet mit einer Schreib- und Leserate von 49 respektive 91 MByte pro Sekunde sehr gemächlich. Gerade kleine Dateien wie 4K-Blöcke werden nur extrem langsam gelesen und geschrieben.
Da Toshiba neben Windows 8.1 in der 32-Bit-Version noch Google Chrome, McAfee Live Save Internet Security, Microsoft Office 2013 Home & Students als Vollversion und Spotify installiert, waren bei unserer 32-GByte-Version des Encore nur noch gute 5 GByte verfügbar. Nach der Deinstallation aller Programme waren es rund 8 GByte - wenig für ein Gerät, das für den Konsum von Medien ausgelegt ist. Erfreuliches Detail: Toshiba hat die Systemwiederherstellung aktiviert, dies war bei Atom-Geräten bisher keine Selbstverständlichkeit (benötigt jedoch 6 GByte Speicherplatz).
Keine Mobilfunkoption und Mono-Ton im Querformat
Das Broadcom-WLAN nach 802.11n-Standard arbeitet im 2,4- und 5,0-GHz-Band, unterstützt Mimo und hat sich mit 150 MBit pro Sekunde mit unseren Routern verbunden. Mobiles Internet gibt es nicht, eine Bluetooth-4.0-Schnittstelle ermöglicht den Einsatz von drahtlosen Eingabegeräten. Die eher höhenbetonten Stereolautsprecher des Encore klingen akzeptabel, wird das Tablet quer gehalten, so wird eine Öffnung zugehalten - das klingt dann noch schlechter.
Flott im Alltag und gute Akkulaufzeit
Der Atom Z3740 ist als Tablet-Prozessor ähnlich schnell wie der Tegra 4 im Nvidia Shield und Apples A7 im iPad Air . So erreicht er im Ice Storm Unlimited 15.784 Punkte, davon entfallen 15.660 Punkte auf den Grafiktest und 16.238 auf den Physiktest (CPU) - gerade der Prozessor ist stärker als der A7. Im direkten Vergleich mit einem Haswell-Ultrabook-Chip wie dem Core i5-4200U wird allerdings deutlich, wie langsam alle Tabletmodelle sind: Das Surface 2 Pro erreicht 41.269 Punkte und ist somit mehr als doppelt so schnell.
Bild 1/17: An der Unterseite befinden sich die beiden Stereolautsprecher. Im Querformat wird der linke durch eine Hand verdeckt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 2/17: Intel inside - das Encore nutzt einen Atom Z3740. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 3/17: Die rückwärtige 8MP-Kamera liefert eine gute Bild- und Videoqualität. An der Oberseite sitzt der kombinierte Kopfhörer-Mikrofon-Anschluss. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 4/17: Auf der rechten Seite befinden sich der Power-Schalter und die Lautstärkewippe. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 5/17: Links verbaut Toshiba einen Micro-HDMI-Ausgang und einen Micro-USB-2.0-Port. Letzterer dient auch als Ladeanschluss. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 6/17: Der SDXC-Cardreader arbeitet extrem langsam. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 7/17: Der Windows-Desktop ist mit einem Stift angenehmer zu bedienen als mit den Fingern, Toshiba liefert jedoch kein solches Eingabegerät mit. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 8/17: Das Toshiba Encore mit dem Modern-UI von Windows 8 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 9/17: Das IPS-Display löst mit vergleichsweise geringen 1.280 x 800 Pixeln auf. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 10/17: Der Atom Z3740 bietet sparsame vier Silvermont-Kerne. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 11/17: Gleitkomma-Berechnungen liegen dem Atom-Chip nicht sonderlich gut. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 12/17: Die Grafikleistung und Integer-Geschwindigkeit des Z3740 ähneln einem A7 oder Tegra 4. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 13/17: Gegen Ultrabooks mit Haswell-Prozessoren kommt der Atom nicht an. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 14/17: Die verbaute eMMC mit 32 GByte weist sehr schlechte Lese- und Schreibraten auf, die Zugriffszeit hingegen gefällt uns. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 15/17: Der Cardreader schreibt selbst große Dateien nur mit langweiligen 11 MByte pro Sekunde. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 16/17: Toshiba hat die Systemwiederherstellung aktiviert, diese belegt jedoch 6 GByte eMMC-Speicherplatz. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 17/17: Der Productivity-Test des Powermark gibt geschätzte 8:28 Stunden aus. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Noch deutlicher wird dies im Cinebench R11.5, den das Encore bedingt durch das installierte Windows nur im 32-Bit-Modus berechnen kann: Im x-CPU-Test liefert der Atom Z3740 nur magere 1,11 Punkte ab - die Gleitkommaeinheit des Chips hat Intel nicht sonderlich stark ausgelegt. Der Core i5-4200U schneidet mit 2,47 Punkten viel besser ab. Zwei Kerne mit Hyperthreading und hoher Leistung pro Takt schlagen also vier schwache Recheneinheiten mit Leichtigkeit. Der "Cloud Gate"-Test untermauert diese Einschätzung: 1.240 Punkte für den Z3740, 4.056 Punkte für den i5.
Im Alltag spielen diese Leistungsunterschiede jedoch kaum eine Rolle, das Toshiba Encore regiert auch dank der Zugriffszeit der eMMC flott - Verzögerungen gibt es nur, wenn viele Daten vom Flash-Speicher gelesen oder auf ihn geschrieben werden müssen. Der Wechsel vom Hoch- zum Querformat dauert für unseren Geschmack zu lange, dies ist aber eine Eigenart von Windows 8. Theoretisch ist mit dem Gerät auch Bild- und Videobearbeitung möglich, zumal Quicksync unterstützt wird. In der Praxis beschränkt sich der Einsatz aber auf tablettypische Szenarien wie im Internet surfen oder Filme anschauen. Spiele ohne Touch-Steuerung sind mit Bluetooth-Eingabegeräten oder per Adapter via USB-Controller bedienbar.
Bild 1/17: An der Unterseite befinden sich die beiden Stereolautsprecher. Im Querformat wird der linke durch eine Hand verdeckt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 2/17: Intel inside - das Encore nutzt einen Atom Z3740. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 3/17: Die rückwärtige 8MP-Kamera liefert eine gute Bild- und Videoqualität. An der Oberseite sitzt der kombinierte Kopfhörer-Mikrofon-Anschluss. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 4/17: Auf der rechten Seite befinden sich der Power-Schalter und die Lautstärkewippe. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 5/17: Links verbaut Toshiba einen Micro-HDMI-Ausgang und einen Micro-USB-2.0-Port. Letzterer dient auch als Ladeanschluss. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 6/17: Der SDXC-Cardreader arbeitet extrem langsam. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 7/17: Der Windows-Desktop ist mit einem Stift angenehmer zu bedienen als mit den Fingern, Toshiba liefert jedoch kein solches Eingabegerät mit. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 8/17: Das Toshiba Encore mit dem Modern-UI von Windows 8 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 9/17: Das IPS-Display löst mit vergleichsweise geringen 1.280 x 800 Pixeln auf. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 10/17: Der Atom Z3740 bietet sparsame vier Silvermont-Kerne. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 11/17: Gleitkomma-Berechnungen liegen dem Atom-Chip nicht sonderlich gut. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 12/17: Die Grafikleistung und Integer-Geschwindigkeit des Z3740 ähneln einem A7 oder Tegra 4. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 13/17: Gegen Ultrabooks mit Haswell-Prozessoren kommt der Atom nicht an. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 14/17: Die verbaute eMMC mit 32 GByte weist sehr schlechte Lese- und Schreibraten auf, die Zugriffszeit hingegen gefällt uns. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 15/17: Der Cardreader schreibt selbst große Dateien nur mit langweiligen 11 MByte pro Sekunde. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 16/17: Toshiba hat die Systemwiederherstellung aktiviert, diese belegt jedoch 6 GByte eMMC-Speicherplatz. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 17/17: Der Productivity-Test des Powermark gibt geschätzte 8:28 Stunden aus. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Acht oder mehr Stunden
Mit etwa zwei Dritteln der möglichen Helligkeit und somit 150 cd/m² hält das Toshia Encore im Productivity-Test des Powermark geschätzte achteinhalb Stunden durch - mit reduzierter Leuchtkraft dürften auch zehn Stunden möglich sein. Die 1080p-Version von Life of Pi spielt das Encore im Flugzeugmodus bei gleicher Helligkeit rund acht Stunden lang ab, also vier Mal. Wird das Gerät bei 150 cd/m² nur morgens und abends zum Surfen im Internet genutzt und wartet dazwischen im Standby-Modus, so sind zwei bis drei Tage kein Problem. Da das Tablet passiv gekühlt wird, arbeitet es lautlos - störende Nebengeräusche wie ein Fiepen konnten wir nicht feststellen, heiß wird das Encore auch nicht.
Verfügbarkeit und Fazit
Das Toshiba Encore ist nur in der Farbversion Champagner erhältlich und kostet 300 respektive 350 Euro. Der verbaute eMMC-Flash-Speicher ist 32 oder 64 GByte groß. Die mitgelieferte Vollversion von Office 2013 Home & Students kostet alleine schon etwa 100 Euro.
Bild 1/17: An der Unterseite befinden sich die beiden Stereolautsprecher. Im Querformat wird der linke durch eine Hand verdeckt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 2/17: Intel inside - das Encore nutzt einen Atom Z3740. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 3/17: Die rückwärtige 8MP-Kamera liefert eine gute Bild- und Videoqualität. An der Oberseite sitzt der kombinierte Kopfhörer-Mikrofon-Anschluss. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 4/17: Auf der rechten Seite befinden sich der Power-Schalter und die Lautstärkewippe. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 5/17: Links verbaut Toshiba einen Micro-HDMI-Ausgang und einen Micro-USB-2.0-Port. Letzterer dient auch als Ladeanschluss. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 6/17: Der SDXC-Cardreader arbeitet extrem langsam. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 7/17: Der Windows-Desktop ist mit einem Stift angenehmer zu bedienen als mit den Fingern, Toshiba liefert jedoch kein solches Eingabegerät mit. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 8/17: Das Toshiba Encore mit dem Modern-UI von Windows 8 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 9/17: Das IPS-Display löst mit vergleichsweise geringen 1.280 x 800 Pixeln auf. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 10/17: Der Atom Z3740 bietet sparsame vier Silvermont-Kerne. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 11/17: Gleitkomma-Berechnungen liegen dem Atom-Chip nicht sonderlich gut. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 12/17: Die Grafikleistung und Integer-Geschwindigkeit des Z3740 ähneln einem A7 oder Tegra 4. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 13/17: Gegen Ultrabooks mit Haswell-Prozessoren kommt der Atom nicht an. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 14/17: Die verbaute eMMC mit 32 GByte weist sehr schlechte Lese- und Schreibraten auf, die Zugriffszeit hingegen gefällt uns. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 15/17: Der Cardreader schreibt selbst große Dateien nur mit langweiligen 11 MByte pro Sekunde. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 16/17: Toshiba hat die Systemwiederherstellung aktiviert, diese belegt jedoch 6 GByte eMMC-Speicherplatz. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 17/17: Der Productivity-Test des Powermark gibt geschätzte 8:28 Stunden aus. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Fazit
Intels Bay-Trail-Plattform schafft endlich die Kombination aus x86-Kompatibilität und Tabletgefühl. Das Toshiba Encore überzeugt als erstes von Golem.de getestetes Tablet mit Windows 8.1 und einem Silvermont-basierten Atom-Prozessor sowohl bei der alltäglichen Geschwindigkeit als auch bei der Akkulaufzeit.
Meistens lässt sich das Modern-UI flüssig bedienen, einzig im Desktopmodus dauert die Installation größerer Pakete wegen des äußerst langsamen eMMC-Flash-Speichers länger als bei einem "ausgewachsenen" PC mit flotter SSD. Der einzelne Micro-USB-2.0-Anschluss (der zugleich zum Laden verwendet wird) und die schnarchlahme eMMC haben uns nicht gefallen: Der integrierte Flash-Speicher erreicht nur unzureichende Schreib- sowie Leseraten, zudem sind 32 GByte extrem knapp bemessen. Selbst nach Deinstallation aller bereits aufgespielten Programme sind nur 8 GByte frei - zu wenig für ein zum Konsum von Medien ausgelegtes Gerät.
Etwas ärgerlich ist, dass mobiles Internet fehlt. Zudem ist das Toshiba-Tablet mit 432 Gramm und 10,7 Millimetern im Vergleich zu anderen 8-Zoll-Tablets schwer und hoch. Wir empfinden dies nicht als Nachteil, das ist aber Geschmackssache.
Das Encore eignet sich dank einer Videoabspieldauer von acht Stunden und dem bei Bay-Trail-Tablets bisher nicht selbstverständlichen Micro-HDMI-Ausgang sehr gut zur Medienwiedergabe. Die lange Laufzeit ist der vergleichsweise niedrigen 800p-Auflösung des IPS-Panels zu verdanken, trotz der geringen Pixelanzahl empfehlen wir für den Windows-Desktop einen Stift oder eine drahtlose Maus- und Tastatur-Kombination. Mit etwas Übung klappt die Bedienung auch mit den Fingern.
Intel hat es endlich geschafft, eine mehr als konkurrenzfähige Tabletplattform zu entwickeln. Der Hersteller hat damit gute Chancen, sich auf dem Markt zu etablieren, besonders da noch 2014 die ersten Cherry-Trail-Tablets in den Handel kommen könnten. Intel nutzt seine Fertigungstechnologie, um sparsame und günstige SoCs zu produzieren - ein Vorteil, der bereits die Marktführerschaft im Desktop- und Noteboookbereich sichert.