Torvalds: Rust im Kernel soll mit Linux 6.1 erscheinen

Nach rund zwei Jahren Diskussion wird Rust künftig als Alternative zu C im Linux-Kernel genutzt. Chefentwickler Torvalds hat keine Bedenken mehr.

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Der Aufnahme von Rust in den Linux-Kernel steht wohl nichts mehr im Weg.
Der Aufnahme von Rust in den Linux-Kernel steht wohl nichts mehr im Weg. (Bild: Pixabay)

Die kommende Version 6.1 des Linux-Kernels wird sehr wahrscheinlich mit der Unterstützung zur Nutzung der Programmiersprache Rust erscheinen. Das berichtet das Magazin ZDnet unter Berufung auf Linux-Gründer und -Chefentwickler Linus Torvalds, der dies in einer E-Mail bestätigte. Torvalds schrieb demnach: "Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, wird es [Rust] in 6.1 schaffen". Linux 6.1 wird wahrscheinlich noch in diesem Jahr erscheinen, möglicherweise Anfang oder Mitte Dezember.

Torvalds, der letztlich auch die Entscheidung über das Einpflegen des Codes trifft, äußerte sich bereits vor wenigen Monaten ähnlich zuversichtlich über die Aufnahme von Rust in den Linux-Kernel. Damals nannte der Linux-Chefentwickler aber noch keinen konkreten Termin dafür. Nach zahlreichen Diskussionen der Beteiligten untereinander sind die größten Hürden dazu inzwischen wohl aber überwunden.

Diskussionen zur möglichen Umsetzung von Rust im Linux-Kernel als alternative Sprache zu dem bisher genutzten C reichen einige Jahre zurück. Einen konkreten technischen Austausch dazu gibt es seit etwa zwei Jahren. Bereits damals signalisierte Torvalds, keine grundsätzlichen Einwände zu haben. Seit rund einem Jahr finanziert Google den Hauptentwickler des Projekts für Rust im Kernel.

Technische Diskussionen um den Compiler

Die Entscheidung zur Aufnahme von Rust fällte Torvalds dem Bericht zufolge unmittelbar nach dem Linux Kernel Maintainers Summit, bei dem die Hauptentwickler des Kernels zusammentrafen. Demnach wurde dort vor allem die Frage nach dem Compiler-Support für Rust im Linux-Kernel erörtert. Bisher basiert der Standardcompiler für Rust auf LLVM. Die für den Linux-Kernel primär genutzte GCC wartet noch auf eine stabile Rust-Umsetzung. Hinzu kommt, dass selbst für den LLVM-Compiler für Rust einige Erweiterungen und experimentelle Funktionen genutzt werden müssen, damit der Linux-Kernel-Code kompiliert.

Derartige Diskussionen um die Compiler-Version sind laut Torvalds aber auch nicht neu und betreffen etwa auch die Unterschiede von Clang (LLVM) und dem C-Compiler der GCC. Probleme sieht Torvalds damit aber offensichtlich nicht. Darüber hinaus wurden die Rust-Patches zuletzt deutlich verkleinert und aufgespalten, so dass zuerst nur ein Infrastruktur-Teil im Hauptzweig des Linux-Kernel landen wird, was auch Torvalds bestätigt. Größere Funktionen und später auch Treiber könnten allerdings folgen.

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