Torrent: Starlink warnt Nutzer bei illegalem Filmdownload

Nutzer des Satelliteninternets von Starlink berichten von Warnungen nach Urheberrechtsverletzungen über den Dienst.

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Starlink schreibt Warnungen nach Urheberrechtsverletzungen
Starlink schreibt Warnungen nach Urheberrechtsverletzungen (Bild: Gerd Altmann/Pixabay)

Der Satelliteninternetanbieter Starlink schickt seinen Nutzern eine Warnung, wenn sie Filme aus illegalen Quellen herunterladen. Das hat eine betroffene Person ausprobiert und einen Screenshot einer entsprechenden E-Mail von Starlink auf Reddit gepostet. Die Person mit dem Nutzernamen substrate-97 erklärte: "Ich habe absichtlich Torrents ohne VPN genutzt, um zu sehen, was passiert, und habe endlich eine Nachricht erhalten." Die Warnung zu provozieren, habe jedoch zwei Monate gedauert.

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Der Dienst Starlink wird vom US-Unternehmen SpaceX betrieben, der sich in einer Mitteilung wie folgt zu dem Sachverhalt äußerte: "Wir müssen darauf bestehen, dass Sie und/oder andere, die Ihren Starlink-Dienst nutzen, keine illegalen Downloads von urheberrechtlich geschütztem Inhalt durchführen." Das Herunterladen von urheberrechtlich geschütztem Material ohne Lizenz könne zu einer Aussetzung oder Beendigung des Zugangs führen. Zudem würden die Nutzer rechtliche Schritte des jeweiligen Rechteinhabers riskieren.

Entsprechend untersagen auch die allgemeinen Geschäftsbedingungen von Starlink, den Dienst für Urheberechtsverletzungen zu nutzen. Bei wiederholter Verletzung könne der Zugang gesperrt werden.

Eine weitere Betroffene hatte bereits vor zwei Monaten auf Reddit von einer entsprechenden Starlink-Warnung berichtet: "Ich habe seit Jahren keine Copyright-Benachrichtigung erhalten, da ich immer einen kostenpflichtigen VPN-Dienst für Bittorrents verwendet habe. Ich glaube, es gab einige Diskussionen darüber, ob Starlink in der Lage sein würde, einzelne IP-Adressen zu verfolgen und ob sie Maßnahmen ergreifen würden. Die Benachrichtigung war für 'The Big Short' und es scheint, dass ein Kundensupport-Ticket erstellt und sofort 'geschlossen' wurde, ohne dass ich etwas unternehmen musste. Natürlich werde ich meinen VPN-Dienst wieder aktivieren!" Bei The Big Short handelt es sich um einen Film aus den USA aus dem Jahre 2015.

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Der Düsseldorfer Rechtsanwalt Christian Solmecke erklärte Golem.de auf Anfrage, dass die Warnung in den USA gar nicht so schrecklich sei: "In Deutschland gibt es das so leider nicht. Die Rechteinhaber und Abmahnkanzleien in Deutschland dürfen mit einem zuvor erwirkten richterlichen Beschluss die Daten des Internet-Anschlussinhabers vom jeweiligen Provider (Telekom, Vodafone etc.) in Erfahrung bringen." Seien Name und Anschrift durch den Provider mitgeteilt worden, gebe es im nächsten Schritt dann anders als in den USA keine "Notice of Copyright Violation"-Nachricht, sondern direkt eine "knackige Filesharing-Abmahnung per Post für den Anschlussinhaber. Die Forderung der Rechteinhaber: Rund 1.000 Euro Schadenersatz und Abmahnkosten".

Nachtrag vom 7. Mai 2021, 11:30 Uhr

Im Artikel hieß es ursprünglich, dass Starlink-Nutzer Warnungen vor illegaler Torrent-Verwendung erhielten, obwohl die Nutzerdaten angeblich verschlüsselt würden. Das war technisch nicht richtig, da der ISP die Verbindungen einsehen kann, um sie weiterzuleiten. Zudem war im Artikel irrtümlich von Streaming die Rede, obwohl es um Filesharing geht. Wir haben die entsprechenden Passagen korrigiert und bitten um Entschuldigung.

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Lorphos 09. Mai 2021

Das Starlink nur eine Abmahnung weiterreicht an den Benutzer geht immer noch nicht aus...

Svenismus 07. Mai 2021

"Die Rechteinhaber und Abmahnkanzleien in Deutschland dürfen mit einem zuvor erwirkten...

Dystopinator 07. Mai 2021

und wie wird sichergestellt, dass diese sogn. abuse meldungen keine falschmeldungen sind?

ko0815 07. Mai 2021

Da sie offenbar vom Rechteinhaber angeschrieben wurden, müssen sie auch reagieren...

nightkids 07. Mai 2021

habe ja schon so einige nicht IT news hier gesehen, aber streaming, torrent und...



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