Abo
  • IT-Karriere:

Torc Robotics: Daimler-Tochter testet selbstfahrende Lkw

Mit Hilfe des US-Unternehmens Torc Robotics will Daimler autonome Lkw auf die Straße bringen. Nun beginnen in den USA die Tests im öffentlichen Verkehr.

Artikel veröffentlicht am ,
Daimler und Torc Robotics testen selbstfahrende Lkw.
Daimler und Torc Robotics testen selbstfahrende Lkw. (Bild: Daimler)

Die Lkw-Sparte des Autokonzerns Daimler startet in den USA den Test selbstfahrender Lkw auf öffentlichen Straßen. Zunächst finde der Einsatz im Südwesten des US-Bundesstaats Virginia statt, teilte das Unternehmen am Montag mit. Dort befindet sich der Sitz der Firmentochter Torc Robotics, die Daimler Trucks Ende März 2019 übernommen hatte. Bei den Tests gehe es um hochautomatisiertes Fahren der Stufe 4 (SAE Level 4). Dabei kann das Fahrzeug definierte Fahraufgaben komplett übernehmen, ohne dass ein menschlicher Fahrer eingreifen muss.

Stellenmarkt
  1. Enertrag Aktiengesellschaft, Dauerthal
  2. mpex GmbH, Berlin

In der ersten Phase sollen noch zwei Personen die Testfahrten begleiten: ein Entwicklungsingenieur, der das System überwache, sowie ein von Daimler Trucks und Torc Robotics zertifizierter Sicherheitsfahrer. Der Einsatz auf öffentlichen Straßen folge einer "monatelangen Erprobung auf abgesperrten Strecken".

Torc Robotics gehört zur Autonomous Technology Group von Daimler Trucks, die innerhalb des Konzerns die Aktivitäten rund um das automatisierte Fahren bündelt. Zu den Entwicklungsstandorten zählen demnach der Firmensitz von Torc Robotics in Blacksburg, der Sitz von Daimler Trucks North America in Portland (Oregon) sowie Stuttgart. In Deutschland testet Daimler bereits seit Oktober 2015 hochautomatisierte Lkw der Stufe 3 auf der Autobahn. Auf der CES 2019 hatte Daimler bereits einen teilautomatisierten Freightliner Cascadia der Stufe 2 präsentiert.

Nach eigenen Angaben ist Torc "eines der weltweit erfahrensten Unternehmen im automatisierten Fahren". Das 2005 gegründete Startup verfüge bereits über hoch entwickelte und straßentaugliche Technik sowie jahrelange Expertise bei schweren Nutzfahrzeugen. Torcs System für hochautomatisiertes Fahren, Asimov, sei bereits im Stadt- sowie Überlandverkehr, bei Regen, Schnee, Nebel und bei unterschiedlichsten Lichtverhältnissen erprobt worden.

In den USA wird das Thema autonome Lkw durchaus kritisch gesehen. Dabei geht es vor allem um die beruflichen Perspektiven von drei Millionen Lkw-Fahrern, die durch autonome Systeme teilweise ersetzt werden könnten. So haben bereits mehrere Gouverneure auf mögliche Folgen für die Arbeitsplätze der Lkw-Fahrer hingewiesen. Auch US-Verkehrsministerin Elaine Chao hatte zu Beginn ihrer Amtszeit Bedenken geäußert.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Terence01 15. Sep 2019 / Themenstart

PSST wingi, nicht weiter erzählen!

frantonis 10. Sep 2019 / Themenstart

eingehalten zu werden. Evtl. muss nur noch ein Ein- und Auspacker den LKW begleiten...

Dekatelon 09. Sep 2019 / Themenstart

Das gilt vor allem für Logistikunternehmen. Während die alten Hasen ihre Fahrer um der...

norbertgriese 09. Sep 2019 / Themenstart

Bis auf Waymo in sehr kleinem Umfang brauchen alle autonomen Experimente 1-2 Fahrer, die...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Hyundai Kona Elektro - Test

Das Elektro-SUV ist ein echter Langläufer.

Hyundai Kona Elektro - Test Video aufrufen
Verkehrssicherheit: Die Lehren aus dem tödlichen SUV-Unfall
Verkehrssicherheit
Die Lehren aus dem tödlichen SUV-Unfall

Soll man tonnenschwere SUV aus den Innenstädten verbannen? Oder sollten technische Systeme schärfer in die Fahrzeugsteuerung eingreifen? Nach einem Unfall mit vier Toten in Berlin mangelt es nicht an radikalen Vorschlägen.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Torc Robotics Daimler-Tochter testet selbstfahrende Lkw
  2. Edag Citybot Wandelbares Auto mit Rucksackmodulen gegen Verkehrsprobleme
  3. Tusimple UPS testet automatisiert fahrende Lkw

Apple TV+: Apples Videostreamingdienst ist nicht konkurrenzfähig
Apple TV+
Apples Videostreamingdienst ist nicht konkurrenzfähig

Bei so einem mickrigen Angebot hilft auch ein mickriger Preis nicht: Apples Streamingdienst hat der Konkurrenz von Netflix, Amazon und bald Disney nichts entgegenzusetzen - und das wird sich auf Jahre nicht ändern.
Eine Analyse von Ingo Pakalski

  1. Apple TV+ Disney-Chef tritt aus Apple-Verwaltungsrat zurück
  2. Apple TV+ Apples Streamingangebot kostet 4,99 Euro im Monat
  3. Videostreaming Apple TV+ startet mit fünf Serien für 10 US-Dollar monatlich

E-Auto: Byton zeigt die Produktionsversion des M-Byte
E-Auto
Byton zeigt die Produktionsversion des M-Byte

IAA 2019 Die Premiere von Byton in Frankfurt ist überraschend. Da der M-Byte im kommenden Jahr in China startet, ist die Vorstellung des produktionsreifen Elektroautos in Deutschland etwas Besonderes.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. IAA 2019 PS-Wahn statt Visionen

    •  /