Abo
  • Services:

Tor Hidden Services: Über 100 spionierende Tor-Nodes

Mit Hilfe sogenannter Honions haben US-Forscher mindestens 110 Tor-Nodes identifizieren können, die offenbar aktiv versuchten, Tor Hidden Services auszuspähen. Wer sind die Urheber?

Artikel veröffentlicht am ,
Forscher finden über 100 potenziell bösartige Tor-Nodes.
Forscher finden über 100 potenziell bösartige Tor-Nodes. (Bild: David Bates/Golem.de)

Um potenziell bösartige Hidden Services Directories (HSDirs) zu finden, haben Guevara Noubir und Amirali Sanatinia von der Northeastern University spezielle Methoden entwickelt. HSDirs sind Tor-Nodes, die ein Verzeichnis existierender Hidden Services vorhalten. Damit können Nutzer dorthin weitergeleitet werden. Im Prinzip kann jeder ein HSDir im Tor-Netz aufsetzen und versuchen, Informationen über Hidden Services und deren Nutzer zu sammeln.

1.500 Honigtöpfe an der Arbeit

Stellenmarkt
  1. Rheinische Post Medien GmbH, Düsseldorf
  2. SCHOTT AG, Sankt Gallen (Schweiz)

Um herauszufinden, ob HSDirs aktiv spionieren, haben die beiden Forscher zwischen Februar und April 2016 rund 1.500 Honigtöpfe im Tor-Netz aufgestellt. Diese Honions (von engl. Honey Onions), erläutert das Team in einem Paper anlässlich der Darmstädter Security Week, ermöglichten es, Schadverhalten der untersuchten HSDirs zu analysieren.

"Zusammengerechnet haben wir mindestens 110 schädliche HSDirs entdeckt und rund 40.000 Seitenaufrufe", schreiben die Autoren. Ein Viertel der betroffenen Nodes seien Exit-Nodes gewesen. "Die meisten der Aufrufe fragten lediglich den Root-Path des Servers ab und waren automatisiert. Wir fanden jedoch auch bis zu 20 mögliche manuelle Aufrufe." Diese seien Dank der Datei favicon.ico entdeckt worden, welche üblicherweise von Browsern wie dem Tor-Browser angefragt wird.

Urheber bleiben im Dunkeln

Die so entdeckten Angriffsvektoren der bösartigen HSDirs waren offenbar vielfältig. Die Autoren berichten unter anderem von SQL-Injection, Cross-Site Scripting (XSS) und PHP Easter Eggs.

Schwierigkeiten bereitete es offenbar herauszufinden, wer hinter den Angriffen steckt. "Mehr als 70 Prozent dieser HSDirs sind auf Cloud-Infrastruktur gehostet", schreiben die Forscher. Deren Besitzer zu finden sei besonders schwierig, wenn Cloud-Anbieter wie etwa Vultr anonyme Zahlungen per Bitcoin ermöglichten. Die als schädlich identifizierten Nodes verteilten sich geografisch hauptsächlich auf die USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 4 Blu-rays für 20€, 2 TV-Serien für 20€)
  2. Jetzt für 150 EUR kaufen und 75 EUR sparen

ibsi 27. Jul 2016

Oh krass, die Seite ist tatsächlich down. Schade, wollte meine Lizenz verlängern :D

Xiut 26. Jul 2016

Nicht nur die. Dürften neben anderen Geheimdiensten/Behörden auch noch Kriminelle (also...


Folgen Sie uns
       


Drahtlos bezahlen per App ausprobiert

In Deutschland können Smartphone-Besitzer jetzt unter anderem mit Google Pay und der Sparkassen-App Mobiles Bezahlen ihre Rechnungen begleichen. Wir haben die beiden Anwendungen im Alltag miteinander verglichen.

Drahtlos bezahlen per App ausprobiert Video aufrufen
Pixel 3 XL im Test: Algorithmen können nicht alles
Pixel 3 XL im Test
Algorithmen können nicht alles

Google setzt beim Pixel 3 XL alles auf die Kamera, die dank neuer Algorithmen nicht nur automatisch blinzlerfreie Bilder ermitteln, sondern auch einen besonders scharfen Digitalzoom haben soll. Im Test haben wir allerdings festgestellt, dass auch die beste Software keine Dual- oder Dreifachkamera ersetzen kann.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Dragonfly Google schweigt zu China-Plänen
  2. Nach Milliardenstrafe Google will Android-Verträge offenbar anpassen
  3. Google Android Studio 3.2 unterstützt Android 9 und App Bundles

Shine 3: Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort
Shine 3
Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort

Die Tolino-Allianz bringt das Nachfolgemodell des Shine 2 HD auf den Markt. Das Shine 3 erhält mehr Ausstattungsdetails aus der E-Book-Reader-Oberklasse. Vor allem beim Lesen macht sich das positiv bemerkbar.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. E-Book-Reader Update macht Tolino-Geräte unbrauchbar

Galaxy A9 im Hands on: Samsung bietet vier
Galaxy A9 im Hands on
Samsung bietet vier

Samsung erhöht die Anzahl der Kameras bei seinen Smartphones weiter: Das Galaxy A9 hat derer vier, zudem ist auch die restliche Ausstattung nicht schlecht. Aus verkaufspsychologischer Sicht könnte die Einstufung in die A-Mittelklasse bei einem Preis von 600 Euro ein Problem sein.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Auftragsfertiger Samsung startet 7LPP-Herstellung mit EUV
  2. Galaxy A9 Samsung stellt Smartphone mit vier Hauptkameras vor
  3. Galaxy J4+ und J6+ Samsung stellt neue Smartphones im Einsteigerbereich vor

    •  /