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Mehr Kontrolle über Tor-Kanäle

Über das Zwiebelsymbol wird jetzt auch angezeigt, über welche Tor-Knoten der Browser auf eine Webseite zugreift. Solange eine Webseite geöffnet bleibt, ändert sich die Route nicht. Das soll künftig verhindern, dass Webseiten den Benutzer plötzlich ausloggen oder in einer anderen Sprache angezeigt werden, weil der Exit-Knoten zwischenzeitlich in ein anderes Land gewechselt hat. Dort kann auch eine neue Route durch das Tor-Netzwerk angefragt werden.

  • Der Tor-Browser 4.5 basiert auf Firefox 31.6 mit Langzeitunterstützung. (Screenshots: Golem.de)
  • Der Weg durch das Tor-Netzwerk wird angezeigt und lässt sich rasch ändern.
  • Über einen Schieberegler lassen sich erweiterte Einstellungen zur Privatsphäre leicht ändern.
  • Dort können beispielsweise nach und nach Einstellungen zu Javascript geändert ...
  • ... oder weitere Funktionen deaktiviert werden, die Benutzer identifizieren sowie ...
  • ... als Angriffsfläche für Dritte genutzt werden können.
  • Die Darstellung von Golem.de mit der niedrigsten Sicherheitsstufe und ...
  • ... mit der höchsten Sicherheitsstufe
  • Wird der Tor-Browser in den Vollbildmodus versetzt, erhält der Nutzer einen Warnhinweis, da der Browser so die Bildschirmauflösung des Rechners verrät.
  • Ein Benchmark in der niedrigsten Sicherheitsstufe und ...
  • ... in der höchsten Sicherheitsstufe
Der Weg durch das Tor-Netzwerk wird angezeigt und lässt sich rasch ändern.
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Die Standardsuchmaschine wurde von Startpage und Duckduckgo auf Disconnect geändert. Als Grund nennen die Entwickler, dass Disconnect bessere Suchergebnisse liefere als Duckduckgo und zusätzlich noch mehr für die Privatsphäre der Nutzer sorge. Disconnect ist nicht mit einer eigenen Suchmaschine ausgestattet, sondern reicht Benutzeranfragen durch eigene Proxys an wahlweise Google oder Bing weiter und nutzt dabei sowohl TLS als auch Perfect Forward Secrecy (PFS). Der Dienst verspricht, keinerlei Benutzerdaten bei sich zu speichern. Die Tor-Entwickler haben auch eine Spende des Dienstes erhalten, der vom ehemaligen Google-Entwickler Brian Kennish und dem US-Anwalt für Verbraucherrechte Casey Oppenheim gegründet wurde.

Unter der Haube wurden die Verschleierungsmechanismen Obfs2, Obfs3 und Scramblesuit in der Programmiersprache Golang umgeschrieben. Zudem wurde das Transportprotokoll Obfs4 umgesetzt, das robuster gegen Deep Packet Inspections sein und das automatische Scannen von Tor-Brücken verhindern soll. Frisch aufgesetzte Tor-Brücken mit dem neuen Protokoll sollen bis auf weiteres auch wieder in China hinter der Great Firewall funktionieren.

Fazit

Die neuen Erweiterungen im Tor-Browser sorgen für ein fast völlig neues Surferlebnis. Vor allem der Schieberegler zur Einstellung der Privatsphäre macht es Einsteigern deutlich einfacher, möglichst anonym im Web zu surfen, ohne sich durch komplizierte Einstellungen klicken zu müssen. In den Standardeinstellungen sehen Webseiten so aus, wie sie auch ohne Anonymisierungsnetzwerk aufgerufen werden.

Abgesehen davon laden Webseiten dennoch gefühlt schneller als in vorherigen Versionen, auch wenn die Verbindung zu der Webseite selbst manchmal auffällig lange dauert. Dann kann aber schnell ein neuer Tor-Kanal aufgebaut werden. Wer die Einstellungen zur Privatsphäre für eine bestimmte Webseite ändern will, sollte aber daran denken, sie anzupassen, bevor er sie aufruft.

 Übersichtliche Einstellungen zur Privatsphäre
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Arystus 06. Mai 2015

Mit Gimp kann man das machen aber .gif ergibt wohl mehr sinn... mein Fehler ^^

vinLeiger 06. Mai 2015

Gut, dass du das ansprichst, bisher hat der Tor-Browser im Auslieferungszustand nämlich...

Graveangel 05. Mai 2015

Mein xfce hat auch einen "Startbutton" :o

jt (Golem.de) 05. Mai 2015

Stimmt. Version 38 ist natürlich gemeint.


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