Top500: Schnellster Supercomputer nutzt ARM statt x86

Der japanische Fugaku überholt alle US-amerikanischen und chinesischen Supercomputer.

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Fugaku
Fugaku (Bild: Riken)

Es kommt Bewegung in die Top500-Liste der leistungsstärksten Supercomputer weltweit: Unter den schnellsten zehn Systemen sind vier erstmals gelistet, darunter eine neue Nummer eins. Der Fugaku des japanischen Forschungsinstituts Rikagaku Kenkyujo (Riken) ist zugleich der erste ARM-basierte Supercomputer, welcher an der Spitze der Top500 steht; bisher dominierten x86-Systeme mit AMD- oder Intel-CPUs und solche mit IBMs Power-Prozessoren.

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Der Fugaku basiert auf A64FX-Chips, die von Fujitsu mit ARM-Lizenz entwickelt wurden, und kommt ohne Beschleunigerkarten wie AMDs Radeon Instinct oder Nvidias Tesla V100/A100 aus. Das japanische System verwendet 152.000 Prozessoren, wobei 384 Knoten in einem Rack stecken. Die theoretische FP64-Rechenleistung bei doppelter Genauigkeit beläuft sich auf rund 514 Petaflops, im Linpack-Benchmark erreicht der Fugaku enorme 416 Petaflops. Zum Vergleich: Der nun zweitplatzierte US-amerikanische Summit-Supercomputer ist mit 201/149 Petaflops nicht einmal halb so schnell.

Als weiteren Neuzugang in den Top10 gibt es mit dem HPC5 ein privates System des italienischen Gas- und Erdölkonzerns Eni. Der Rechner basiert auf Poweredge-C4140-Servern von Dell EMC, darin stecken insgesamt 3.640 Xeon Gold 6252 (Cascade Lake SP mit 24C) und 7.280 Tesla-V100-Beschleuniger von Nvidia. Der HPC5-Supercomputer liegt mit 52/36 Petaflops auf dem sechsten Platz. Direkt dahinter kommt der Selene, so nennt Nvidia die Erweiterung des eigenen Saturn-V-Systems. Das wurde mit mehreren DGX A100 Superpods mit AMDs 64-kernigen Epyc 7742 und Nvidias eigenen A100 aufgerüstet. Der Supercomputer erreicht 35/28 Petaflops und steigt zugleich auf dem zweiten Platz der Green500 ein, da er nur vergleichsweise geringe 1,344 Megawatt für seine Leistung benötigt.

  • Präsentation des A64FX (Bild: Fujitsu)
  • Präsentation des A64FX (Bild: Fujitsu)
  • Präsentation des A64FX (Bild: Fujitsu)
Präsentation des A64FX (Bild: Fujitsu)

Generell ist die Anzahl an Systemen mit AMDs Epyc in den Top500 leicht angestiegen, etwa durch den Belenos des Meteo France oder den Mahti des finnischen CSC (Center for Scientific Computing) sowie den Betzy von Uninett Sigma2 in Norwegen. Ebenfalls typisch sind Supercomputer wie der Marconi-100 mit Power9 samt Tesla V100 oder der Gadi mit Xeon Platinum 8268 und Tesla V100. Als deutsches System kam der Lichtenberg II (Phase 1) der Technischen Universität Darmstadt hinzu, auch hier werden Xeon Platinum 8260 mit Tesla V100 kombiniert.

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ms (Golem.de) 23. Jun 2020

Supercomputer mit RISC-V? https://www.golem.de/news/neoverse-zeus-sipearl-lizenziert-arm...

genussge 23. Jun 2020

Ich mag Supercomputer-Nachrichten. Hier mal zum Vergleich eine Golem-Meldung aus dem Jahr...

kayozz 23. Jun 2020

Das mag sein, und macht vermutlich auch Sinn. Aber daraus, dass in einem Supercomputer...

Sharra 22. Jun 2020

erst Renraku gelesen? Für die, bei denen das nicht so ist, vergesst es einfach. Nicht...



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