Top500: Deutscher Supercomputer unter den zehn schnellsten weltweit
In der neuen, halbjährlich aktualisierten Liste der Top500 der schnellsten Supercomputer(öffnet im neuen Fenster) weltweit gibt es zwei Neuzugänge: Auf dem sechsten Platz steht nun der Trinity, ein Cray-System am Los Alamos National Laboratory und an den Sandia National Laboratories. Geldgeber ist das Energieministerium der Vereinigten Staaten (United States Department of Energy, DoE). Als zweiter Neuzugang auf Platz acht findet sich der Hazel Hen , ein Supercomputer des Höchstleistungsrechenzentrums Stuttgart (HLRS).
Beide Rechner basieren auf Cray-Systemen und nutzen ausschließlich Intel-CPUs, jedoch keine Beschleunigerkarten wie Tesla oder Xeon Phi. Im Trinity stecken Nodes mit Xeon E5-2698 v3, ein jeder bietet 16 Kerne bei einem Basistakt von 2,3 GHz. Ingesamt sind 9.408 Nodes mit jeweils zwei Prozessoren verbaut, die eine theoretische Rechenleistung von rund 11,1 Petaflops erreichen. Real schafft der Trinity-Supercomputer im Linpack-Benchmark etwa 8,1 Petaflops.
Der Hazel Hen ist Deutschlands schnellster Supercomputer
Im Hazel Hen des Höchstleistungsrechenzentrums Stuttgart (HLRS) werkeln 41 Cray-Systeme, die zusammen 7.712 Nodes mit jeweils zwei 12-Kern-Prozessoren mit 2,5 GHz Basistakt bilden. Dabei handelt es sich um Haswell-EP, genauer Xeon E5-2680 v3. Diese liefern eine Spitzengeschwindigkeit von theoretischen 7,4 Petaflops und eine reale Linpack-Leistung von 5,6 Petaflops.
Damit schiebt sich der Superrechner aus Stuttgart wie von uns erwartet vor den Shaheen II an der King Abdullah University in Thuwal, Mekka. Auch in diesem Rechner stecken nur CPUs, was somit für sechs der zehn schnellsten Supercomputer weltweit gilt. Mittelfristig dürfte sich das Verhältnis wandeln und immer mehr Systeme dürften Beschleunigerkarten nutzen.
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