Top500: Deutscher Supercomputer unter den ersten zehn

Mit dem Booster-Module rechnet der Juwels aus Jülich besonders schnell, auch der Hawk-Supercomputer aus Stuttgart liegt weit vorne.

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Links das Booster-Module des Juwels
Links das Booster-Module des Juwels (Bild: Forschungszentrum Jülich, Wilhelm-Peter Schneider)

Europa rüstet auf: In der Liste der Top500 der schnellsten Supercomputer der Welt hat Deutschland mehrere neue System platzieren können, aber auch Frankreich hat nachgelegt. Ungeachtet dessen steht mit dem Fugaku weiterhin ein japanischer, ARM-basierter Supercomputer auf dem ersten Platz - dahinter folgen die USA sowie China und Deutschland.

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Während Nvidia das eigene Selene-System mit weiteren A100-Beschleunigern aufgerüstet hat und dank 63,4 Petaflops im Linpack-Benchmark den fünften Platz erobert, steigt das Juwels Booster Module direkt auf dem siebten ein. Der Jülich Wizard for European Leadership Science des Jülich Supercomputing Centre (JSC) kombiniert AMDs 24-kernige Epyc 7402 mit Nvidias A100 für 44,1 Petaflops in Linpack und theoretisch bis zu 71 Petaflops.

Falke in den Top 20

Als weiterer deutscher Supercomputer landet der Hawk des Höchstleistungsrechenzentrums Stuttgart (HLRS) auf Platz 16. Darin rechnen einzig AMDs 64-kernige Epyc 7742 und keinerlei Beschleuniger, womit der Hawk zu den schnellen rein CPU-basierten Systemen der Welt gehört. Auf Platz 47 findet sich zudem der Emmy+ aus Göttingen, der ebenso wie der Lise aus Berlin auf die höchsten verwendeten Xeon Platinum 9242 (Cascade Lake AP) mit 48 Kernen setzt.

Zu den spannenden Neuzugängen gehören der Dammam-7 aus Saudi Arabien, der auf Platz 10 einsteigt und Xeon Gold 6248 mit Tesla V100 kombiniert. In Japan steht mit dem Toki-Sora ein zusätzlicher Supercomputer mit Fujitsus A64FX, die auch den erstplatzierten Fugaku antreiben. Mit dem Taranis und dem Cronos platziert zudem Frankreich zwei Supercomputer in den Top 500, einen davon für den landeseigenen Wetterdienst (Meteo France) und einen des teilstaatlichen Energieversorgers EDF (Électricité de France).

Rückkehr der Vektoren

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Ebenfalls nennenswert ist der japanische Plasma Simulator des National Institute for Fusion Science (NIFS) auf Platz 33: Darin stecken Vektorbeschleuniger, genauer: immer acht von NECs SX-10 Aurora Tsubasa in der älteren 10AE-Variante zusammen mit einem Rome-Epyc. Generell wurde Intels und Nvidias Dominanz etwas reduziert, in den nächsten Jahre dürfte sich dieser Trend fortsetzen. So hat AMD die Instinct MI100 veröffentlicht, die im finnischen Lumi-Supercomputer rechnen und kommende CDNA-Beschleuniger sollen den El Capitan mit 2 Exaflops antreiben.

Davon abgesehen ist hervorzuheben, dass mit dem Param Siddhi-AI des Center for Development of Advanced Computing (C-DAC) ein indischer Supercomputer neu auf Platz 63 steht und Marokko den Toubkal auf Platz 99 positionieren konnte. Das zeigt, dass neben China, den USA und Europa auch andere Nationen die Rechenleistung erhöhen.

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