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Top-Level-Domain: Tuvalu erzielt mit .tv ein Zwölftel des Nationaleinkommens

Für den kleinen pazifischen Inselstaat Tuvalu ist sein Vertrag mit dem US-Konzern Verisign und seinem Kunden Twitch überlebenswichtig. Doch Streaming nutzen kann auf Tuvalu kaum jemand.

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Tuvalu von oben
Tuvalu von oben (Bild: Weltbank)

Der kleine Inselstaat Tuvalu im Pazifischen Ozean erzielt ein Zwölftel seines jährlichen Bruttonationaleinkommens (BNE) aus der Lizenzierung seiner Top-Level-Domain .tv über das in Virginia ansässige Unternehmen Verisign. Das berichtet die Washington Post. Im Jahr 2021, wenn Tuvalus Vertrag mit Verisign ausläuft, wird dieser Prozentsatz zudem deutlich ansteigen, da die Regierung bessere Kondition anstrebt.

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Tuvalu liegt aus US-Sicht auf halber Strecke zwischen Hawaii und Australien und besteht aus einer Kette von Korallenatollen und Riffinseln mit einer Bevölkerung von rund 11.000 Einwohnern. ".tv hat ein gewisses, sicheres Einkommen beschert", sagte Seve Paeniu, Finanzminister von Tuvalu, der Washington Post. "Das ermöglicht es der Regierung, für ihre Bürger wesentliche Dienstleistungen zu erbringen, indem sie Schul- und Bildungsmaßnahmen für die Kinder organisiert, unseren Bürgern medizinische Leistungen bietet und auch die wirtschaftliche Grundinfrastruktur und Dienstleistungen für die Gemeinden verbessert."

Die Weltbank stuft Tuvalu als Volkswirtschaft mit mittlerem Einkommen ein, deren Lizenzgebühren an territorialen Fischereirechten im Jahr 2018 mit geschätzten 19 Millionen US-Dollar den größten Anteil am Bruttonationaleinkommen ausmachten.

Im Rahmen des aktuellen Vertrags, der 2011 unterzeichnet wurde, zahlt Verisign an Tuvalu rund 5 Millionen US-Dollar pro Jahr für das Recht, .tv zu verwalten. Für eine Nation, deren Jahreseinkommen in der Regel bei 60 Millionen US-Dollar liegt, ist dies ein erheblicher Anteil. Große Kunden von Verisign sind Plattformen für Livestreaming von Videospielen wie Twitch.

Nur wenige Einwohner Tuvalus können aber auf die unter .tv bereitgestellten Streamingdienste zugreifen. Das dortige Internet ist auf eine Satellitenverbindung mit geringer Kapazität beschränkt. Durch einen Weltbankzuschuss ist die Installation eines Seekabels für Tuvalu geplant, um die Qualität der Internetverbindung des Landes drastisch zu verbessern. "Tuvalu ist eines der am schlechtesten angebundenen Länder der Welt mit kostenintensiven und eingeschränkten Internetdiensten", erklärte die Weltbank im Januar 2019.

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dadri 07. Jan 2020

Also gefühlt würde ich eher annehmen, dass mehr zu unserer CO2-Bilanz dazu käme, wenn man...

FreiGeistler 06. Jan 2020

Laser? Und sonst halt 10 davon. Ist ja nicht so, dass da gross Bäume oder Nebel...

CSCmdr 06. Jan 2020

Tuvalu kann aber selbst nichts dafür, dass westliche Länder sein Kürzel für so "cool...


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