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Toolkit: Linus' Tauchlogs mittels Qt

Die für Taucher bestimmte Software Subsurface hat einen Wechsel von GTK+ zum Qt-Toolkit vollzogen. An dem Projekt beteiligen sich unter anderem Linus Torvalds und Intels Open-Source-Chef Dirk Hohndel.
/ Sebastian Grüner
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Subsurface 4.0 nutzt nun Qt statt GTK. (Bild: Tomaz Canabrava)
Subsurface 4.0 nutzt nun Qt statt GTK. Bild: Tomaz Canabrava

Follower von Linux-Initiator Linus Torvalds(öffnet im neuen Fenster) oder von Intels Linux- und Open-Source-Chef Dirk Hohndel(öffnet im neuen Fenster) wissen, dass beide passionierte Taucher sind und zum Aufzeichnen ihrer Tauchgänge die Software Subsurface nutzen. Mit der nun verfügbaren Version 4.0(öffnet im neuen Fenster) vollzieht das Projekt einen Toolkit-Wechsel von GTK+ hin zu Qt.

Für die Portierung entschieden sich die Entwickler, den größten Teil der in C implementierten Logik zu übernehmen und nur die Oberfläche neu in Qt umzusetzen. Dabei kommt Version 4 des Frameworks zum Einsatz, auf die neuere Version 5 oder QML und QtQuick verzichtete das Subsurface-Team.

Verbesserungen dank Qt

Dank Qt fügt sich die Tauchersoftware optisch nun auch auf Windows und Mac OS X nahezu nativ in die jeweiligen Desktops ein. Mit Hilfe des KDE-Marble-Teams(öffnet im neuen Fenster) gelang es zudem, ein neues Karten-Widget zu gestalten, das einen sich drehenden Globus samt Tauchplätzen zeigt.

Das Handbuch lässt sich nun in der Anwendung anzeigen. Taucher haben die Möglichkeit, manuell hinzugefügte Profile über einen graphischen Editor anzupassen und die statistischen Auswertungen einzelner Tauchgänge sollen nun ausführlicher sowie besser zugänglich sein.

Laut Aussage Hohndels(öffnet im neuen Fenster) führten KDE-Hacker Tomaz Canabrava und der bei Intel angestellte Qt-Entwickler Thiago Macieira einen Großteil der Portierungsarbeit durch. Aber auch Hohndel selbst sowie der für seine negative Meinung über C++ bekannte Torvalds haben zu den Qt-Anstrengungen beigetragen.

Subsurface(öffnet im neuen Fenster) entstand, als " im Herbst 2011 eine vorübergehende Flaute bei der Linux-Kernel-Weiterentwicklung " Torvalds Gelegenheit dazu gab, eine Linux-Software für sein Hobby zu erstellen. Der Code steht unter der GPLv2 für Windows, Mac OS X, sowie Linux zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit.

Derzeit arbeiten das Wireshark-Projekt sowie LXDE an einem Qt-Port.


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