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Tomtom: 9-Euro-Ticket bewirkt weniger Staus in den Großstädten

Tomtom hat erneut Verkehrsdaten zur Wirkung des 9-Euro-Tickets in Deutschland ausgewertet. Offenbar zeigt die starke Preissenkung Wirkung.
/ Achim Sawall
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Das 9-Euro-Ticket führt zu höherer Auslastung. (Bild: TOBIAS SCHWARZ/AFP via Getty Images)
Das 9-Euro-Ticket führt zu höherer Auslastung. Bild: TOBIAS SCHWARZ/AFP via Getty Images

Im Monat Juli sind die Staus in deutschen Großstädten deutlich zurückgegangen. Das ergab eine Analyse von Verkehrsdaten von Tomtom für das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Ähnliche Ergebnisse zeigten sich bereits für den Vormonat Juni. Tomtom ist ein niederländischer Hersteller von Navigationssystemen und Anbieter von Geodaten sowie Telemetrie- und Flottenausrüstung.

Tomtom-Verkehrsexperte Ralf-Peter Schäfer sagte dem Redaktionsnetzwerk: "Erste Untersuchungen von Tomtom aus dem Juni haben auf einen positiven Einfluss des 9-Euro-Tickets auf den Verkehrsfluss in deutschen Großstädten hingewiesen. Dieser Effekt ist auch für die Juli-Daten erkennbar." Er sei jedoch vielerorts schwächer ausgefallen als im Vormonat.

In der Mehrzahl der untersuchten Städte gab es im Juli weniger Staus als im Mai, dem letzten Monat ohne 9-Euro-Ticket. Besonders deutlich sank das Stauniveau in Stuttgart von 36 auf 30 Prozent und in Wiesbaden von 49 auf 36 Prozent. Das Stauniveau gibt an, wie viel mehr Zeit prozentual im Vergleich zur Fahrt ohne Verkehrsbehinderungen gebraucht wird. "In 12 der 14 untersuchten Städte kamen Autofahrer im Juli besser voran als im Mai. Lediglich in Bremen und in Karlsruhe haben Autofahrer etwas mehr Zeit durch Stau und Verkehr verloren" , bilanzierte Schäfer.

In 23 Städten gingen Staus im Berufsverkehr teils deutlich zurück

Die Untersuchung bestätigt ähnliche Ergebnisse aus dem Monat Juni. Damals untersuchten die Tomtom-Spezialisten in einer Auswertung für die Deutsche Presse-Agentur (dpa) 26 deutsche Großstädte. In 23 Städten ging die Anzahl der Staus im Berufsverkehr teils deutlich zurück. Für den Juli wurden ausschließlich Städte herangezogen, in denen noch eine komplette Arbeitswoche mit den Vormonaten verglichen werden konnte.

"Vergleicht man die Verlustzeiten für Juni und Juli, so zeigt sich lediglich in zwei Städten eine Verbesserung des Verkehrsflusses von Juni auf Juli" , fasst Schäfer zusammen. "Für fünf Städte zeigen die Tomtom-Daten keine Veränderung. In sieben Städten hat Tomtom einen leichten Anstieg der Verlustzeiten registriert – ohne dabei jedoch das Niveau aus dem Mai zu erreichen."


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