Tom Mueller: Private Mondlandefähre geplant

Tom Mueller, der erste Mitarbeiter von SpaceX, plant eine eigene Mondmission. Er wolle mit seinem kommerziellen Raumfahrtunternehmen Impulse Space eine robotische Mondlandefähre bauen(öffnet im neuen Fenster) , schreibt er in einem Blogbeitrag.
"Um es mit Präsident John F. Kennedy zu sagen: Zum Mond zu fliegen ist hart. Aber wir wissen, dass wir hier bei Impulse einige der klügsten Köpfe in der Luft- und Raumfahrttechnik haben, die jeden Tag die Grenzen der Innovation verschieben" , erklärte Mueller.
Impulse Space wurde 2021 gegründet, es ist auf Frachtmissionen spezialisiert. Im November 2023 brachte das Unternehmen mit der Transporter-9-Mitfahrmission von SpaceX sein erstes Raumfahrzeug ins All: den Weltraumschlepper Mira.
Helios: Transportsystem in den geostationären Orbit und zum Mond
Zu den Mondplänen von Impulse Space gehört neben der neuen Mondlandefähre, die das Unternehmen im eigenen entwickelt, auch eine Kick-Stufe namens Helios , die darauf ausgelegt ist, große Nutzlasten aus der niedrigen Erdumlaufbahn (Leo) zu Zielen wie der geostationären Umlaufbahn (Geo) und dem Erde-Mond-Raum zu transportieren. Der Start ist für Ende 2026 geplant.
Das Duo soll gemeinsam mit einer Standard-Mittel- oder Schwerlastrakete starten. Jede Helios-Landermission soll in der Lage sein, 3 Tonnen Nutzlast auf dem Mond abzusetzen.
"Sobald Helios und der Lander in der niedrigen Erdumlaufbahn abgesetzt sind, dient Helios als Reisestufe und transportiert den Lander innerhalb einer Woche in die niedrige Mondumlaufbahn" , teilte Mueller mit. "Die Mondlandefähre trennt sich dann von Helios und landet auf der Oberfläche des Mondes. Durch die Nutzung der Delta-V-Fähigkeiten von Helios erfordert diese Missionsarchitektur keine Betankung im Weltraum."
Ein wertvoller Partner für den Mond
Er geht davon aus, dass sein Unternehmen bereits 2028 mit den Helios-Missionen beginnen kann. Impulse Space möchte mit seinen mittelgroßen Landefähren eine Lücke bei den Mondmissionen schließen.
Bisher sind einige kleine Lander wie Blue Ghost von Firefly Aerospace oder Nova-C von Intuitive Space auf der Trabantenoberfläche gelandet. Oder eben größere Landefähren mit Besatzung wie bei den Apollomissionen in den 1960er und 70er Jahren.
"Wir brauchen Lander, die in der Lage sind, kurzfristig tonnenschwere Fracht zu liefern, um schnell eine nachhaltige Mondpräsenz aufzubauen" , so Mueller. "Diese Art von Lieferungen könnte Dinge wie ein Mondgeländefahrzeug, Rover, Kommunikationsrelaissysteme, Stromgeneratoren und Wohnmodule umfassen."
Dafür hat das Unternehmen bereits mit der Arbeit am Triebwerk der Mondlandefähre begonnen. Beim Treibstoff handelt es sich um ein Nitro- und Ethan-Bipropellant. Die gleiche Kombination kommt bereits bei Mira zum Einsatz.