Abo
  • Services:

Toll Collect: Daimler will bei Lkw-Mautsystem aussteigen

An der Ausschreibung für den Betrieb des deutschen Lkw-Mautsystems will sich Daimler laut einem Medienbericht nicht mehr beteiligen. Die Deutsche Telekom soll derweil weiterhin Interesse zeigen.

Artikel veröffentlicht am ,
Daimler will bei der Lkw-Maut angeblich nicht mehr mitmischen.
Daimler will bei der Lkw-Maut angeblich nicht mehr mitmischen. (Bild: Golem)

Der Betrieb des deutschen Lkw-Mautsystems wird derzeit neu ausgeschrieben, doch Daimler will daran offenbar nicht mehr teilnehmen. Das berichtet das Handelsblatt. Bisher wurde das System durch Toll Collect im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums betrieben. An dem Gemeinschaftsunternehmen hat die Deutsche Telekom einen Anteil von 45 Prozent. Der derzeitige Vertrag mit Toll Collect endet im September 2018.

Stellenmarkt
  1. Eurowings Aviation GmbH, Köln
  2. mobilcom-debitel GmbH, Büdelsdorf

Die streckenbezogene Maut für schwere Nutzfahrzeuge wird seit dem 1. Januar 2005 auf Autobahnen und einigen Bundesstraßen erhoben. Das Unternehmen, das mit der Erhebung beauftragt wurde, gehört mehreren Firmen. Neben Daimler ist die Telekom mit 45 Prozent beteiligt, der Rest gehört dem französischen Unternehmen Cofiroute. Die Telekom bemüht sich zudem um den Betrieb des Pkw-Mautsystems.

Laut Handelsblatt wollen die Telekom und Cofiroute für die Anteile weiter bieten. Wer die Ausschreibung gewinnt, kann das System zwölf Jahre lang, also bis August 2030 betreiben. Das aktuelle Vergabeverfahren soll im ersten Quartal 2018 abgeschlossen werden.

Wikileaks veröffentlichte 2009 große Teile der Verträge und Zusatzvereinbarungen, die von der früheren rot-grünen Bundesregierung mit dem Toll-Collect-Konsortium geschlossen wurden. Darin verbergen sich Renditezusagen in Höhe von über 1 Milliarde Euro an die Betreiber.

2015 wurde über die Lkw-Maut erneut gestritten. Lkw-Mautdaten dürfen nach der aktuellen Gesetzeslage nicht angetastet werden. Sie werden nur von Toll Collect und dem Bundesamt für Güterverkehr zu Abrechnungszwecken genutzt. Nicht einmal Strafverfolgungsbehörden dürfen auf sie zurückgreifen. Es gibt allerdings immer wieder Vorschläge, das zu ändern. So forderte der damalige Chef des Bundeskriminalamts, Jörg Ziercke, im November 2014 einen Zugriff auf die Mautdaten zur Bekämpfung von Schwerkriminalität.

Der Präsident des Verkehrsgerichtstags und frühere Generalbundesanwalt, Kay Nehm, schloss sich im Januar 2015 der Forderung an. Als Argument diente beide Male der Fall des sogenannten Autobahnschützen. Dieser schoss zwischen 2008 und 2013 Hunderte Male auf Lastwagen. Damals konnten zur Fahndung die Mautdaten der betroffenen Abschnitte nicht verwendet werden.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (-80%) 5,99€
  2. (aktuell u. a. Beyerdynamic DTX 910 Kopfhörer 27,99€, Logitech G413 mechanische Tastatur 64...
  3. 288€
  4. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, Nacon PS4-Controller + Fallout 76 für 44,99€ bei Marktabholung...

FaLLoC 04. Okt 2017

Ein Eingriff wäre es unabhängig davon, ob es vorsätzlich oder fahrlässig geschähe. Und...

blaub4r 15. Aug 2017

Vergleichst du hier ernsthaft Kavaliersdelikte wie mord und sowas mit raubkopierer ? Oo...

__destruct() 14. Aug 2017

Als Überwachung würde ich das nicht bezeichnen. LKW werden beruflich gefahren und der...

Der Dude 14. Aug 2017

Oh. Dann habe ich das möglicherweise falsch verstanden. Ich bin mir aber sicher, das...

Pansen 14. Aug 2017

Im ersten Absatz: "An der Ausschreibung für den Betrieb des deutschen Lkw-Mautsystems...


Folgen Sie uns
       


Nuraphone Kopfhörer- Test

Der Nuraphone bietet einen automatischen Hörtest, der den Frequenzgang des Kopfhörers je nach Nutzer unterschiedlich einstellt. Die Klangqualität des ungewöhnlichen Kopfhörers hat Golem.de im Test überzeugt.

Nuraphone Kopfhörer- Test Video aufrufen
Schwer ausnutzbar: Die ungefixten Sicherheitslücken
Schwer ausnutzbar
Die ungefixten Sicherheitslücken

Sicherheitslücken wie Spectre, Rowhammer und Heist lassen sich kaum vollständig beheben, ohne gravierende Performance-Einbußen zu akzeptieren. Daher bleiben sie ungefixt. Trotzdem werden sie bisher kaum ausgenutzt.
Von Hanno Böck

  1. Sicherheitslücken Bauarbeitern die Maschinen weghacken
  2. Kilswitch und Apass US-Soldaten nutzten Apps mit fatalen Sicherheitslücken
  3. Sicherheitslücke Kundendaten von IPC-Computer kopiert

Nubia Red Magic Mars im Hands On: Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro
Nubia Red Magic Mars im Hands On
Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro

CES 2019 Mit dem Red Magic Mars bringt Nubia ein interessantes und vor allem verhältnismäßig preiswertes Gaming-Smartphone nach Deutschland. Es hat einen Leistungsmodus und Schulter-Sensortasten, die beim Zocken helfen können.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. ATH-ANC900BT Audio Technica zeigt neuen ANC-Kopfhörer
  2. Smart Clock Lenovo setzt bei Echo-Spot-Variante auf Google Assistant
  3. Smart Tab Lenovo zeigt Mischung aus Android-Tablet und Echo Show

WLAN-Tracking und Datenschutz: Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?
WLAN-Tracking und Datenschutz
Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?

Unternehmen tracken das Verhalten von Nutzern nicht nur beim Surfen im Internet, sondern per WLAN auch im echten Leben: im Supermarkt, im Hotel - und selbst auf der Straße. Ob sie das dürfen, ist juristisch mehr als fraglich.
Eine Analyse von Harald Büring

  1. Gefahr für Werbenetzwerke Wie legal ist das Tracking von Online-Nutzern?
  2. Landtagswahlen in Bayern und Hessen Tracker im Wahl-O-Mat der bpb-Medienpartner
  3. Tracking Facebook wechselt zu First-Party-Cookie

    •  /