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Tolkien: Film- und Games-Rechte zu Herr der Ringe stehen zum Verkauf

Der Verkauf der Rechte an Herr der Ringe soll mindestens 2 Milliarden US-Dollar einbringen. Werden Amazon oder Warner den Zuschlag erhalten?
/ Ingo Pakalski
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Wer sichert sich die Filmrechte an Herr der Ringe? (Bild: Ho New/Reuters)
Wer sichert sich die Filmrechte an Herr der Ringe? Bild: Ho New/Reuters

Die bisherigen Besitzer der Film-, Games- und Merchandising-Rechte rund um Herr der Ringe sowie Der Hobbit wollen diese versteigern. Bisher liegen die Rechte an den Werken von J.R.R. Tolkien beim Unternehmen Zaentz, mit einer Versteigerung sollen in dieser Woche damit mindestens 2 Milliarden US-Dollar eingenommen werden. Das berichtet das Branchenmagazin Variety(öffnet im neuen Fenster) exklusiv, macht jedoch keine Angaben zu den Quellen für diese Informationen.

Saul Zaentz ist ein Unternehmer im Bereich Film und Musik; er erwarb 1976 Verfilmungs- und andere Rechte unter anderem an den Tolkien-Titeln Herr der Ringe und Der Hobbit. Zaentz verstarb 2017, sein Unternehmen existiert aber weiter. Das Interesse an Tolkien-Stoffen ist gerade hoch, weil Amazon am 2. September 2022 die Streamingserie Herr der Ringe bei Prime Video zeigen will.

Der Verkauf der Rechte sei daher nicht zufällig gewählt, sondern hänge damit zusammen. Für den Verkauf hat Zaentz die ACF Investment Bank beauftragt. Die Anbieter erwarten, dass vor allem Amazon sowie Warner großes Interesse daran haben, die Rechte zu erwerben. Vertreter von Zaentz und ACF lehnten eine Stellungnahme auf Nachfrage von Variety ab.

1976 erwarb Zaentz Rechte an den Tolkien-Werken

Der Zaentz-Vertrag aus dem Jahr 1976 deckt nicht die Rechte für die Produktion einer TV-Serie nach Herr der Ringe ab, wenn diese länger als acht Episoden ist. Dieses Schlupfloch ermöglichte es Amazon, 2017 einen direkten Vertrag mit den Tolkien-Erben für die Serie Herr der Ringe: Die Ringe der Macht abschließen zu können.

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Der Zaentz-Besitz soll die Rechte zur Verwertung von Herr der Ringe und Der Hobbit in Filmen, Videospielen, Merchandising, Live-Events und Themenparks umfassen. Zudem sollen dazu begrenzte Anpassungsrechte gehören, falls die Tolkien-Nachkommen beschließen sollten, Filme oder andere Inhalte zu produzieren, die auf zwei Zusammenstellungen von Tolkiens Schriften basieren, die nach seinem Tod im Jahr 1973 veröffentlicht wurden: Das Silmarillion und Nachrichten aus Mittelerde.

Für Zaentz sollen Amazon und Warner die Hauptinteressenten an den Rechten für die Filmrechte der Tolkien-Stoffe sein. Warner hat vor einigen Jahren über das zum Studio gehörende Unternehmen New Line Cinema die Filmreihen Herr der Ringe und Der Hobbit realisiert. Variety hat Warner um eine Stellungnahme gebeten, aber keinen Kommentar dazu erhalten. Zwischen Zaentz und Warner gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Rechtsstreitigkeiten darum, wer wie an den Einnahmen der erfolgreichen Filmreihen beteiligt wird.


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