Tokenmaxxing: Interne KI-Rangliste treibt Amazons Rechenkosten in die Höhe
Amazon hat eine interne Rangliste abgeschaltet, die die Nutzung von KI-Tools unter den Angestellten verfolgte. Wie die Financial Times berichtet(öffnet im neuen Fenster), sollte dies die Akzeptanz der Technologie fördern, verleitete das Personal aber dazu, Punktzahlen durch sinnlose KI-Aktivitäten künstlich zu verbessern.
Das als Tokenmaxxing bezeichnete Verhalten führte dazu, dass KI-Bots unnötige Aufgaben ausführten, womit die Angestellten eine hohe Nutzung vortäuschten. Da KI-Anbieter wie Anthropic, dessen Modelle Amazon stark nutzt, auf verbrauchsabhängige Preismodelle umgestellt haben, stiegen dadurch auch die Kosten für Rechenleistung bzw. der Token-Verbrauch bei Amazon stark an.
Das Verhalten der Angestellten soll laut der Financial Times auch mit dem Druck des Unternehmens zusammenhängen, den Einsatz von KI voranzutreiben. Laut internen Zielvorgaben sollen 80 Prozent der Entwickler wöchentlich auf KI-Unterstützung zurückgreifen.
KI-Rangliste mit "guten Absichten" erstellt
Dave Treadwell, Senior Vice President bei Amazon, sagte laut der Zeitung zu den Angestellten: "Bitte nutzt KI nicht bloß um der Nutzung willen." Er fügte hinzu, dass die Rangliste "mit guten Absichten" von einer Gruppe von Mitarbeitern erstellt worden sei, die das Bewusstsein dafür schärfen wollten, wie KI die Arbeit beschleunigen könne. Amazon erklärte zudem in einer Stellungnahme, dass die Rangliste kein formelles oder genehmigtes Tool gewesen sei.
Um künftig echte Fortschritte statt bloßen Datenverbrauch zu messen, setze der Konzern nun verstärkt auf die Metrik der "normalisierten Deployments", hieß es weiter. Damit solle erfasst werden, ob Ingenieure die KI tatsächlich dazu verwendeten, nützlichen Code zu erstellen.
- Anzeige Hier geht es zu Künstliche Intelligenz: Wissensverarbeitung bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.