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Tokenisierte Aktien und ETFs: New Yorker Börse will Handel rund um die Uhr

Mithilfe privater Blockchain -Netzwerke soll die sofortige Abwicklung von Aufträgen in US-Dollar und Stablecoins möglich werden.
/ Mike Faust
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Die Genehmigung der neuen Handelsplattform wurde bereits bei der US-Börsenaufsicht beantragt. (Bild: Spencer Platt/Getty Images)
Die Genehmigung der neuen Handelsplattform wurde bereits bei der US-Börsenaufsicht beantragt. Bild: Spencer Platt/Getty Images

Die New Yorker Börse plant die Einführung einer Blockchain-basierten Plattform, die den Handel mit tokenisierten Aktien und ETFs auch außerhalb der regulären Börsenzeiten ermöglichen soll. In der Mitteilung zu dieser Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) heißt es, dass die Genehmigung für einen entsprechenden Handelsplatz bei der US-amerikanischen Börsenaufsicht beantragt wurde.

Mit der Nutzung privater Blockchain-Netzwerke sollen die sofortige Abwicklung von in US-Dollar denominierten Aufträgen sowie auf Stablecoins basierenden Finanzierungen – bei gleichzeitiger Wahrung traditioneller Aktionärsrechte – möglich sein.

Globalisierung der Finanzmärkte gerecht werden

Die eingesetzte Technologie soll den Echtzeithandel mit tokenisierten Wertpapieren rund um die Uhr ermöglichen; sie ist Teil der Digitalstrategie der Intercontinental Exchange (ICE), dem Eigentümer der New Yorker Börse. Die Plattform soll so konzipiert sein, dass sie den etablierten Prinzipien der Marktstruktur entspricht und allen qualifizierten Händlern einen diskriminierungsfreien Zugang bietet.

Der Hauptkonkurrent der New Yorker Börse in den USA, der Nasdaq, plant ebenfalls, den Handel mit Aktien und börsengehandelten Produkten rund um die Uhr zu ermöglichen, um der Globalisierung der Finanzmärkte und dem sich verändernden Anlegerverhalten gerecht zu werden.

Lockerung der Nachweispflichten

US-Präsident Donald Trump hatte im September 2025 eine Lockerung der Nachweispflichten für börsennotierte Firmen vorgeschlagen. So solle unter anderem die Abschaffung der Quartalsberichte langfristigere Unternehmenspolitiken ermöglichen.

Da die aktuelle Führung der US-Börsenaufsicht von Trump eingesetzt wurde, gilt es als sehr wahrscheinlich, dass diese und weitere Lockerungen eingeführt werden.


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