Tödlicher Verkehrsunfall: Tesla bei angeblichem Autopilot-Crash entlastet

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde hat den Tesla-Autopiloten im Fall eines tödlichen Unfalls entlastet, bei dem im April 2021 zwei Menschen starben.

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Streifenwagen mit Warnleuchten (Symbolfoto)
Streifenwagen mit Warnleuchten (Symbolfoto) (Bild: Pexels/CC0 1.0)

Bei dem Unfall eines Tesla-Elektroautos mit zwei Toten im April 2021 in Texas ist der Autopilot offenbar unschuldig gewesen: Das System sei bei dem Tesla Model S nicht aktiviert gewesen, teilte die Verkehrssicherheitsbehörde NTSB (National Transportation Safety Board) mit. Das Steuer sei besetzt gewesen, und der Fahrer habe aufs Gaspedal getreten. Diese Informationen sollen aus dem Datenspeicher des Fahrzeugs stammen, der bei dem Unfall stark beschädigt wurde.

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Die Wiederherstellung des Datenspeichers gelang mit Hilfe des Herstellers des EDR-Moduls. Die Daten des Moduls zeigen, dass sowohl der Fahrer- als auch der Beifahrersitz besetzt und die Sicherheitsgurte angelegt waren. Das Gaspedal wurde zu 98,8 Prozent durchgedrückt, die aufgezeichnete Geschwindigkeit in den 5 Sekunden vor dem Unfall lag bei 107 km/h.

Das Fahrzeug hatte auf der Unfallfahrt nur rund 170 Meter zurückgelegt, bevor es von der Straße abkam und gegen einen Baum prallte. Daraufhin brannte es aus. Nach dem Unfall fand die Feuerwehr einen der Toten auf dem Beifahrersitz, den anderen auf der Rückbank. Am Steuer saß niemand mehr.

Die Polizei vermutete, dass auch während der Fahrt niemand auf dem Fahrersitz gesessen habe und das Assistenzsystem Autopilot eingeschaltet gewesen sei. Tesla bestritt von Anfang an, dass das System aktiv gewesen sei. Der Straße habe eine Spurmarkierung gefehlt, ohne die das verbaute Assistenzsystem gar nicht hätte aktiv werden können.

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Mehrere Unfälle mit Autopilot aktenkundig

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Bereits Mitte März 2021 war es im US-Bundesstaat Michigan zu einem Unfall mit einem Tesla und einem Polizeiauto gekommen. Der Tesla war im automatisierten Modus unterwegs. Im gleichen Monat ereignete sich in Michigan ein Unfall zwischen einem Tesla und einem Sattelzug. Beide Vorfälle werden von der US-Verkehrssicherheitsbehörde untersucht. 2016 geriet ein Model S unter einen Sattelzug, 2019 ein Model 3.

Zudem wurde das Assistenzsystem wohl durch das Blaulicht von US-Streifenwagen verwirrt und rammte Fahrzeuge der Polizei, so dass es auch zu Verletzten kam. Fünf verletzte Polizisten fordern ein Schmerzensgeld von Tesla. Dabei geht es um insgesamt 20 Millionen US-Dollar. Die Software für Teslas Assistenzsystem Autopilot wurde erst Ende September 2021 um eine Funktion ergänzt, die Rundumleuchten von Einsatzfahrzeugen - beispielsweise von Polizei und Feuerwehr - erkennt und darauf reagieren kann.

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