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Tödlicher Auffahrunfall: Elektrolastwagen Tesla Semi in Unfall verwickelt

Weil der Fahrer offenbar eingeschlafen ist, ist ein Tesla Semi in Nevada auf stehende Fahrzeuge aufgefahren. Zwei Menschen starben.
/ Nils Matthiesen
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Tesla Semi in tödlichen Unfall verwickelt (Symbolbild) (Bild: PATRICK T. FALLON/AFP via Getty Images)
Tesla Semi in tödlichen Unfall verwickelt (Symbolbild) Bild: PATRICK T. FALLON/AFP via Getty Images

Bei einem schweren Verkehrsunfall, an dem offenbar ein Tesla Semi beteiligt war, sind am Sonntag im US-Bundesstaat Nevada zwei Menschen ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich gegen 7:20 Uhr an einer Kreuzung der U.S. 50 in Dayton, östlich von Carson City, wie Electrec berichtete(öffnet im neuen Fenster): Ein Lastwagen fuhr auf zwei an der Ampel haltende Pkw auf. Eine weitere Person wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus transportiert.

Die Nevada Highway Patrol bestätigte den Fahrzeugtyp bisher nicht offiziell, Bilder vom Unfallort, die der Reporter Timothy Dooner als Erster auswertete, zeigen jedoch einen Tesla Semi. Lokale Medien berichteten zunächst lediglich von einem beteiligten Sattelschlepper. Bei den Opfern handelt es sich um ein Paar, das zum Unfallzeitpunkt an der roten Ampel wartete.

Kein Autopilot im Einsatz

Das Lyon County Sheriff's Office gab in einer vorläufigen Stellungnahme an, der Lkw-Fahrer sei während der Fahrt vermutlich eingeschlafen. Da Tesla für den Elektrolastwagen Semi aktuell kein Full Self-Driving anbietet, war der Fahrer vermutlich in manueller Kontrolle. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die automatische Notbremsfunktion (AEB). Solche Systeme sind darauf ausgelegt, Hindernisse wie stehende Fahrzeuge zu erkennen und bei drohenden Kollisionen unabhängig vom Fahrer zu bremsen.

Offen ist, ob das System vor dem Aufprall reagierte. Tesla erklärte ursprünglich, der Semi nutze das gleiche Kameraset wie die Pkw-Modelle des Herstellers. Da der Hersteller seit Produktionsbeginn jedoch keine technischen Details zu den aktiven Sicherheitsfeatures des Lastwagens veröffentlichte, ist unklar, ob die Notbremsfunktion im Semi identisch zu der in den Pkw arbeitet.

Fehlende Standards bei Müdigkeitserkennung

Der Unfall passt in den Diskurs über das technologische Erkennen von Übermüdung. Während Systeme, die mittels Kameras Augenbewegungen oder das Verhalten der Fahrer überwachen, in der Logistikbranche zunehmend als Option verfügbar sind, fehlen bundesweite Anforderungen oder ein Standard für deren Einsatz.

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde FMCSA prüft derzeit die Einführung einer Pflicht zur Müdigkeitsüberwachung für den Fernverkehr. Laut Angaben der AAA Foundation ist Übermüdung ein Faktor bei geschätzt 6.000 tödlichen Unfällen in den USA pro Jahr.


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