Tod in Belize: Polizei sucht McAfee-Gründer in einem Mordfall

John McAfee werde als Zeuge im Zusammenhang mit dem Tod seines Nachbarn von der Polizei des zentralamerikanischen Staats Belize gesucht. Das berichten der britische Sender Channel 5 in Belize(öffnet im neuen Fenster) und das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) .
Nach dem 67-jährige Gründer des IT-Sicherheitsunternehmens McAfee wird zwecks einer Befragung zum Tod des US-amerikanischen Auswanderers Gregory Faull gefahndet.
Im Juni 2010 wurde berichtet, dass John McAfee die Erforschung und Verbreitung eines hochwirksamen Antibiotikums fördern wolle, das in Pflanzen in Belize vorkommt. Dafür gründete er das Unternehmen Quorumex. Der Halbleiterhersteller Intel hatte im August 2010 für rund 7,7 Milliarden US-Dollar McAfee gekauft, das John McAfee bereits 1994 verlassen hatte, um sich später in seiner Wahlheimat Belize niederzulassen. Der Verkauf brachte ihm 100 Millionen US-Dollar. Im Jahr 2009 schrumpfte sein Vermögen in der Weltfinanzkrise auf 4 Millionen US-Dollar.
Ein Sprecher des Ministeriums für Nationale Sicherheit von Belize sagte dem Wall Street Journal, es sei zu früh, McAfee als Verdächtigen zu bezeichnen, "er kann aber festgenommen und angeklagt werden" .
Die Leiche des 52-jährigen Faull wurde am 11. November 2012 von seiner Haushälterin gefunden. Er starb an einer Schussverletzung am Kopf. McAfee sagte dem Magazin Wired(öffnet im neuen Fenster) , dass er nichts von dem Mord wisse. Er habe sich vor der Polizei versteckt, weil er Angst gehabt habe, dass er bei der Festnahme sofort getötet werde.
Nach Polizeiangaben hatte es zuvor zwischen Faull und McAfee Streit gegeben. Faull klagte, dass die Bodyguards von McAfee sein Grundstück widerrechtlich betreten hätten.
Im Mai 2012 war das Haus von McAfee in Belize von mehreren Polizeieinheiten durchsucht worden , die illegale Waffen und Medikamente gefunden haben sollen. Es kam aber zu keiner Anklage, weil McAfee Waffenscheine vorlegen konnte. Auch sein medizinisches Labor diene nicht der Produktion illegaler Drogen, so die Polizei.