Tobii Rex: Eye-Tracking-System für jeden Computer

Das schwedische Unternehmen Tobii stellt in Las Vegas sein Eye-Tracking-System Gaze als eigenständiges Peripheriegerät vor. Im Herbst 2013 soll Tobii Rex auf den Markt kommen, allerdings nur in einer kleinen Stückzahl.

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Tobii Rex: längliche Leiste unter dem Bildschirm
Tobii Rex: längliche Leiste unter dem Bildschirm (Bild: Tobii)

Auf der CES stellt das schwedische Unternehmen Tobii eine Version des Eye-Tracking-Systems Gaze vor, die an jeden beliebigen Computer angeschlossen werden kann. Das System war eigentlich für die Integration in Laptops gedacht. Die Elektronikmesse CES findet diese Woche in Las Vegas statt.

  • Mit Tobii Rex bringt Tobii sein Eye-Tracking-System Gaze als eigenständiges Peripheriegerät auf den Markt. Es wird unter dem Bildschirm eines Desktop-Computers ... (Bild: Tobii)
  • ... oder eines Laptops platziert. Tobii Rex wird per USB mit dem Computer verbunden. (Bild: Tobii)
  • Das Gerät soll herkömmliche Eingabegeräte nicht ersetzen, sondern ergänzen. (Bild: Tobii)
  • Tobii Rex soll im Herbst 2013 erhältlich sein. Für Entwickler gibt es eine Developer Edition. (Bild: Tobii)
Mit Tobii Rex bringt Tobii sein Eye-Tracking-System Gaze als eigenständiges Peripheriegerät auf den Markt. Es wird unter dem Bildschirm eines Desktop-Computers ... (Bild: Tobii)
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Tobii Rex ist eine längliche Leiste, die unter dem Bildschirm eines Desktop-Computers oder Laptops platziert wird. Das Gerät wird per USB mit dem Computer verbunden.

Infrarotdioden und Kameras

In der Leiste sind Leuchtdioden (LED) und Kameras installiert. Die LEDs senden Infrarotlicht aus, das vom Augapfel des Nutzers reflektiert wird. Die Kameras erfassen diese Reflexe. Eine Software berechnet dann aus den Kameradaten, wohin der Nutzer schaut und führt den Mauszeiger an die entsprechende Stelle. Die Erkennung ist laut Tobii bis auf etwa einen halben Zentimeter genau.

Das Eye-Tracking-System Gaze ist nicht dazu gedacht, Maus und Tastatur als Eingabegeräte zu ersetzen, sondern soll sie ergänzen. Eine mögliche Anwendung könnte automatisches Scrollen sein, wenn der Nutzer einen längeren Text auf dem Bildschirm liest. Gaze könnte auch zum Energiesparen eingesetzt werden: Schaut der Nutzer nicht auf den Bildschirm seines Laptops, schaltet dieser sich aus, um die Akkulaufzeit zu verlängern.

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Durch den Einsatz von Eye-Tracking entstehe ein ganz neues Nutzungserlebnis am Computer, erklärt Tobii-Chef Henrik Eskilsson. Ursprünglich sei Gaze für die Marktforschung entwickelt worden: Mit dem System könnten die Marktforscher verfolgen, wohin ein Nutzer bei einer Werbetafel oder einem Produkt als Erstes schaut und wie lange sein Blick verweilt.

Tobii Rex ist damit die erste Endkundenversion von Gaze. Bisher hatten sich die Schweden ausschließlich an Hardwarehersteller gewandt, die das System in ihre Geräte integrieren sollten. Tobii Rex soll im Herbst dieses Jahres auf den Markt kommen - allerdings in einer limitierten Auflage von nur 5.000 Stück. Interessenten können sich auf der Website registrieren und werden frühzeitig benachrichtigt.

Entwicklerversion

Die Geräte sollen im Herbst 2013 ausgeliefert werden. Einen Preis hat Tobii noch nicht genannt. Softwareentwicklern, die Anwendungen für das System entwickeln wollen, bietet Tobii die Tobii Rex Developer Edition an. Diese ist für knapp 1.000 US-Dollar zu haben.

Tobii verhandelt auch weiterhin mit Hardwareunternehmen. 2014 sollen die ersten Geräte mit einem integrierten Gaze-System auf den Markt kommen.

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