TLS-Check: Qualys bestraft fehlendes Forward Secrecy

Perfect Forward Secrecy, AEAD und keine Anfälligkeit für Robot sind künftig wichtige Kriterien im SSL-Test von Qualys. Wer diese Kriterien nicht unterstützt, wird ab März schlechter bewertet. Auch Nutzer von Symantec-Zertifikaten werden gewarnt.

Artikel veröffentlicht am ,
SSL Labs vergibt Noten für die TLS-Konfiguration.
SSL Labs vergibt Noten für die TLS-Konfiguration. (Bild: SSLLabs / Screenshot Golem.de)

Der bekannte TLS-Qualitätscheck von Qualys ändert seine Bewertungskriterien zum 1. März. Wessen Webserver-Konfiguration etwa kein Forward Secrecy unterstützt, wird künftig schlechter bewertet. Auch Nutzer von bald ungültig werdenden Symantec-Zertifikaten werden gewarnt.

Stellenmarkt
  1. SAP FICO Berater (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Raum Frankfurt am Main
  2. Java Anwendungsentwickler (w/m/d) Backend
    ING Deutschland, Frankfurt am Main
Detailsuche

Wer ab dem 1. März kein Forward Secrecy anbietet, bekommt höchstens die Note B verliehen. Forward Secrecy, auch Perfect Forward Secrecy (PFS) genannt, bezeichnet eine Eigenschaft kryptografischer Verfahren. Diese sind auch dann noch sicher, wenn ein länger verwendeter Schlüssel einem Angreifer bekannt wird. Der RSA-Schlüsselaustausch unterstützt diese Eigenschaft nicht, Qualys rät demnach zur Verwendung des Diffie-Hellman-Schlüsselaustausches mit elliptischen Kurven (ECDHE).

Außerdem sollten sichere Cipher Suites verwendet werden. Nach Angaben von Qualys stellt AEAD (Authenticated Encryption with Associated Data) den einzig sicheren Betriebsmodus in TLS ohne bekannte Schwächen dar. Insbesondere die Alternative CBC (Cipher Block Chaining) sei in der Implementierung für TLS für Timing-Angriffe verwundbar. In TLS 1.3 sind nur noch AEAD-Suites zugelassen. Die Einführung von TLS 1.3 scheitert derzeit allerdings noch an verschiedenen Herstellern. Wer AEAD auf dem Server nicht unterstützt, wird demnach ebenfalls höchstens ein B als Bewertung erhalten.

Anfälligkeit für Robot wird mit F bewertet

Ein F wird künftig bekommen, wessen Konfiguration für den Robot-Angriff anfällig ist. Der Return of Bleichenbacher Oracle Threat lässt über Fehlermeldungen eines Webservers die Entschlüsselung von Daten zu. Der Angriff wurde von Daniel Bleichenbacher erstmals im Jahr 1998 entdeckt, ist aber in Variationen noch heute gegen einige Ziele durchführbar.

Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Grundlagen (keine Vorkenntnisse benötigt): virtueller Drei-Tage-Workshop
    07.-09.11.2022, virtuell
  2. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    23.-25.01.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Ebenfalls warnen wird Qualys vor TLS-Zertifikaten, die vor Juni 2016 von Symantec ausgestellt wurden. Nach zahlreichen Fehlern im Zertifikatsmanagement und dem Verkauf der Zertifizierungsstelle hat Google angekündigt, dass in Chrome künftig keine alten Zertifikate von Symantec mehr akzeptiert werden. Wer ein solches Zertifikat verwendet, bekommt eine Warnung und ein T als Wertung.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Neue Grafikkarten
Erste Preise für Nvidias Geforce RTX 4090 aufgetaucht

Der US-Händler Newegg gibt einen Blick auf die Preise der Nvidia-Ada-Grafikkarten. Sie werden teurer als die Geforce RTX 3090 zuvor.

Neue Grafikkarten: Erste Preise für Nvidias Geforce RTX 4090 aufgetaucht
Artikel
  1. Smart Home Eco Systems: Was unterscheidet Alexa von Homekit von Google Home?
    Smart Home Eco Systems
    Was unterscheidet Alexa von Homekit von Google Home?

    Alexa, Homekit, Google Home - ist das nicht eigentlich alles das Gleiche? Nein, es gibt erhebliche Unterschiede bei Sprachsteuerung, Integration und Datenschutz. Ein Vergleich.
    Eine Analyse von Karl-Heinz Müller

  2. Hideo Kojima: Es sollte ein Death-Stranding-Spiel für Google Stadia geben
    Hideo Kojima
    Es sollte ein Death-Stranding-Spiel für Google Stadia geben

    Hideo Kojima arbeitete am Exklusivtitel für Stadia. Das wurde vorzeitig eingestellt, auch weil Google nicht an Einzelspieler-Games glaubte.

  3. Superbase V: Zendures Solarstation mit 6.400 Wh kommt mit hohem Rabatt
    Superbase V
    Zendures Solarstation mit 6.400 Wh kommt mit hohem Rabatt

    Vor dem Verkaufsstart über die eigene Webseite verkauft Zendure seine Superbase V über Kickstarter - mit teilweise fast 50 Prozent Rabatt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Razer DeathAdder V3 Pro 106,39€ • Alternate (u. a. Kingston FURY Beast RGB 32 GB DDR5-6000 226,89€, be quiet! Silent Base 802 Window 156,89€) • MindFactory (u. a. Kingston A400 240/480 GB 17,50€/32€) • SanDisk microSDXC 400 GB 29,99€ • PCGH-Ratgeber-PC 3000 Radeon Edition 2.500€ [Werbung]
    •  /