TK-Marktstudie: Erstmals eine Million FTTB/H-Kunden in Deutschland

Mehr Menschen wollen FTTB oder FTTH. Während Konkurrenten hier eine Take-Up-Rate von mehr als 35 Prozent erreichen, liege diese laut der neuen TK-Marktstudie bei der Telekom Deutschland nur bei etwa 13 Prozent.

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Torsten J. Gerpott, Professor für Telekommunikationswirtschaft an der Universität Duisburg-Essen, stellt die Studie vor.
Torsten J. Gerpott, Professor für Telekommunikationswirtschaft an der Universität Duisburg-Essen, stellt die Studie vor. (Bild: VATM)

Etwa 3,4 Millionen Haushalte (+ 520.000) werden Ende 2018 Fiber To The Building oder Fiber To The Home (FTTB/FTTH) angeschlossen sein. Das sind 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Das ergab die neue TK-Marktstudie, die Dialog Consult und VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) am 9. Oktober vorgestellt haben. Die Zahl der Haushalte, die diesen Anschluss auch buchen, legt im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Viertel auf erstmals über eine Million zu.

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Neun von zehn Haushalten, die Ende 2018 einen FTTB/H-Anschluss nutzen, beziehen diesen nicht von der Telekom, sondern von einem alternativen Netzbetreiber. Diese bauen drei Viertel der FTTB/H-Zugänge in Deutschland. "Während die Wettbewerbsunternehmen bei FTTB/H eine Take-Up-Rate von mehr als 35 Prozent erreichen, liegt diese bei der Telekom Deutschland nur bei etwa 13 Prozent", sagte Professor Torsten Gerpott: "Die Wettbewerbsunternehmen haben mehr echte Glasfaser-Kunden als die Telekom hier FTTB/H-Anschlüsse besitzt."

Schnellere Festnetzanschlüsse sind gefragt

Die Kunden wollen höhere Datenraten: Der Anteil der nachgefragten Festnetzanschlüsse mit mindestens 50 MBit/s werde im Jahr 2018 auf ein Drittel zulegen. Das ist rund ein Fünftel mehr als im Vorjahr.

Über mobile Anschlüsse werden in diesem Jahr 2,5 Milliarden Gigabyte in Mobilfunknetzen hoch- oder heruntergeladen, eine Steigerung um 86 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Festnetz übertragen die Nutzer 2018 rund 36,5 Milliarden Gigabyte - das bedeutet eine Steigerung von 12,3 Prozent.

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Die Telekom dominiere derzeit weiterhin den deutschen Festnetz-Markt. "Fast 75 Prozent aller Anschlüsse werden physikalisch auf dem Netz des Ex-Monopolisten bereitgestellt", sagte VATM-Präsident Martin Witt. Im Festnetzmarkt werden die Unternehmen wie im Vorjahr 32,8 Milliarden Euro umsetzen: 13,8 Milliarden Euro davon entfallen wie 2017 auf die Telekom, die Wettbewerber verbuchen dieses Jahr 13,3 Milliarden Euro, einen Rückgang um 1,5 Prozent. Bei den Kabelnetzbetreibern setze sich das Wachstum fort.

Im VATM sind die führenden Firmen die Deutsche Glasfaser, EWE TEL, Freenet, Telefónica Deutschland, United Internet oder Vodafone.

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