Titanfall: Der Shooter nach Call of Duty

Die Schöpfer von Call of Duty haben ein ganz neues Actionspiel vorgestellt: Titanfall. Ob sie mit dem Onlineshooter auf Basis der Source-Engine erneut einen Milliardenerfolg landen, ist allerdings fraglich.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von Titanfall
Artwork von Titanfall (Bild: Respawn Entertainment)

Die Vorgänge, die zur Gründung von Respawn Entertainment geführt haben, haben das Zeug zum Wirtschaftskrimi: Starentwickler, die von einem Tag auf dem anderen aus ihrem Studio rausgeschmissen werden, Klagen über Hunderte von Millionen von US-Dollar, heimliche Treffen mit Konkurrenten. Jason West, einer der wichtigsten Beteiligten und als Mitgründer von Infinity Ward einer der Erfinder von Call of Duty, hat nun auf der E3 2013 das Projekt vorgestellt, an dem er mit Respawn seit rund drei Jahren gearbeitet hat - die Erwartungen waren also hoch.

Erfüllt hat Titanfall sie wohl nur zum Teil. Das Actionspiel bietet keine Kampagne, sondern ausschließlich Onlinegefechte zwischen den Fraktionen der Soldaten - im Spiel heißen sie Pilots - und den wendigen, schwer gepanzerten, über sechs Meter großen Titanen. Das Ganze spielt im Grenzland, einer weit entfernten Galaxie, um die sich die beiden Parteien streiten. Publisher Electronic Arts beschreibt es so: "Das Universum von Titanfall stellt Klein gegen Groß, Natur gegen Industrie und Mensch gegen Maschine und wirft die Spieler als Elitepiloten in einen Konflikt zwischen der Interstellar Manufacturing Corporation (IMC) und der Miliz."

Auf der E3 haben zwei Mitarbeiter von Respawn das Spiel in einer rund 15-minütigen Partie angespielt; hinter einem Vorhang haben weitere Entwickler gesessen und ebenfalls mitgekämpft. Vor dem Start des Matches sieht der Spieler seinen Trupp kurz an Bord eines Raumschiffs, dann landet er in einer schicken Animation auf dem Planeten und der Kampf beginnt.

Die Schlachten erinnern an typische Multiplayergefechte in einer grafisch imposanten, sehr bunten Umgebung. Nach und nach ist immer mehr von den Titanen zu sehen, die mit schweren Geschützen ausgestattet sind, einen Gegner aber auch einfach mit einem gezielten Tritt ausschalten können. Die Stahlrüstungen sind schwer umkämpft: Spieler können ihnen auf den eisernen Kopf springen und dort eine Sprengladung anbringen, oder sie kapern und aus der Cockpitsicht selbst mit ihnen kämpfen.

Wer auf dem Boden bleibt, ist deutlich flexibler und schneller als die schweren Kolosse, zumal die Piloten in Titanfall für kurze Zeit in Parcour-Manier an Wänden entlanglaufen und so rasch an einige Stellen gelangen können, die für die Titanen nicht ganz so fix erreichbar sind.

Alles wirkt rasant und grafisch teils sehr aufwendig in Szene gesetzt. Aber eine Generation weiter als andere Multiplayershooter scheint Titanfall nach aktuellem Erkenntnisstand nicht zu sein. Schade etwa, dass Respawn keine Solokampagne rund um das grundsätzlich interessante Szenario bastelt - so jedenfalls die Reaktion von vielen Fachjournalisten, mit denen Golem.de über das Programm gesprochen hat.

Titanfall soll im Herbst 2013 für Xbox One und Xbox 360 und im Frühjahr 2014 für Windows-PC erscheinen. Eine Version für eine Playstation-Plattform ist nicht angekündigt und auch nicht sehr wahrscheinlich, ganz ausschließen wollte Respawn sie auf Anfrage allerdings nicht. Mit welchem Geschäftsmodell Titanfall auf den Markt kommt, ist noch nicht bekannt; eine Free-to-Play-Veröffentlichung erscheint sinnvoll, aber nicht wahrscheinlich.

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elgooG 15. Jun 2013

Lieber ein Gundam oder Evangelion anstatt dieser Zwergenmechas. Wo bleiben Kalliber wie...

Bujin 14. Jun 2013

Ich finde "kein Singleplayer" hört sich schon sehr stark nach Free-To-Play an. Es gibt...

Nomis est 14. Jun 2013

interesse auf basis der cryengine 3 an project reality 2 mitzuarbeiten ? :)

Dantereus 13. Jun 2013

und das obwohl die exklusivität so unfassbar wichtig ist!



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