Titan M2: Googles Security-Chip nutzt RISC-V

Im neuen Pixel 6 nutzt Google einige eigene Security-Designs auch in der Hardware. Einer der Chips nutzt das freie RISC-V.

Artikel veröffentlicht am ,
In Googles Pixel 6 läuft der Security-Chip Titan M2.
In Googles Pixel 6 läuft der Security-Chip Titan M2. (Bild: Google)

In seinem Security-Blog beschreibt Google die zahlreichen Neuerungen, die der Hersteller in Bezug auf die Sicherheit des neuen Pixel 6 umgesetzt hat. In dem ausführlichen Blogpost bestätigt das Unternehmen erstmals, dass der neue Security-Chip Titan M auf dem freien CPU-Befehlssatz RISC-V basiert. Vorgestellt hatte Google die Nutzung des Titan M2 mit der Ankündigung des Tensor SoC im Sommer dieses Jahres.

Stellenmarkt
  1. Senior Business Analyst CRM (m/w/d)
    SOKA-BAU Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft, Wiesbaden
  2. Linux-Experte/C++ Entwickler (m/w/d)
    GTS Deutschland GmbH, München
Detailsuche

Bei dem Titan M2 handelt es sich um einen Chip, der laut Ankündigung komplett von Google "designt und entwickelt" wurde. Außerdem heißt es: "Bei diesem Chip der nächsten Generation sind wir auf einen intern entwickelten RISC-V-Prozessor mit zusätzlicher Geschwindigkeit und Speicher umgestiegen und haben ihn noch widerstandsfähiger gegen fortgeschrittene Angriffe gemacht".

Genutzt wird der Titan M2 wie schon die erste Generation, die seit dem Pixel 3 genutzt wird, für die sogenannte Android Strongbox. Dabei handelt es sich um ein von Android unterstütztes Hardware-Security-Module (HSM) mit eigener CPU, Festspeicher und Zufallszahlengenerator. Darüber können etwa Verschlüsselungsschlüssel verwaltet und gespeichert werden.

Titan M2 nur ein Baustein von vielen

Der Titan M2 kommuniziert mit einem sogenannten Tensor Security Core. Dieser "unterscheidet sich nicht nur logisch, sondern auch physisch vom Anwendungsprozessor und besteht aus einer dedizierten CPU, einem ROM, einem einmalig programmierbaren (OTP) Speicher, einer Krypto-Engine, einem internen SRAM und einem geschützten DRAM." Außer für die Kommunikation mit dem Titan M2 zu sorgen, soll der Tensor Security Core noch Schlüssel zur Laufzeit schützen oder Secure Boot ermöglichen. Zusätzlich zu den zwei genannten Kernen nutzt Google auf der ARM-CPU dann auch noch eine Trustzone.

  • Schematischer Aufbau der Security-Chips in Googles Tensor SoC. (Bild: Google)
Schematischer Aufbau der Security-Chips in Googles Tensor SoC. (Bild: Google)
Golem Karrierewelt
  1. First Response auf Security Incidents: Ein-Tages-Workshop
    28.02.2023, Virtuell
  2. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    23.-25.01.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Google arbeitet seit Jahren daran, die Trustzone und die sogenannte Trusted Execution Environments (TEE) zu untersuchen und weiter abzusichern. Bereits vor vier Jahren zeigte der bei Google angestellte Sicherheitsforscher Gal Beniamini grundlegende Probleme mit der Technik auf. Statt dabei auf ARM-Chips zu setzen, engagiert sich Google aktiv in RISC-V-Arbeitsgruppen für mehr Sicherheitsfunktionen. Darüber hinaus arbeitet der Konzern mit Open Titan auch an einem offen RISC-V-Hardware-Security-Chip, der als sogenannter Root-of-Trust genutzt werden soll.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
El-Ali-Meteorit
Forscher entdecken zwei neue Minerale in einem Meteoriten

In einer Probe aus einem in Somalia niedergegangenen Meteoriten wurden zwei Mineralien entdeckt, die auf der Erde so bisher nicht gefunden wurden.

El-Ali-Meteorit: Forscher entdecken zwei neue Minerale in einem Meteoriten
Artikel
  1. Kraftfahrt-Bundesamt: Elektrischer Corsa sollte zur Abgasuntersuchung
    Kraftfahrt-Bundesamt
    Elektrischer Corsa sollte zur Abgasuntersuchung

    Das Kraftfahrt-Bundesamt ruft den Opel Corsa samt der Elektro-Variante zurück, weil ein Softwarefehler im Auto eine Messung verhindert.

  2. Recruiting: Personalauswahl mit KI kann Unternehmen schaden
    Recruiting
    Personalauswahl mit KI kann Unternehmen schaden

    Software ist objektiv und kennt keine Vorurteile, das macht Künstliche Intelligenz interessant für die Personalauswahl. Ist KI also besser als Personaler? Die Bewerber sind skeptisch und die Wissenschaft liefert keinen Beweis dafür.
    Ein Bericht von Peter Ilg

  3. Gerichtsurteil: MDR darf Facebook-Kommentare ohne Sendungsbezug löschen
    Gerichtsurteil
    MDR darf Facebook-Kommentare ohne Sendungsbezug löschen

    Öffentlich-rechtliche Sender begehen keine Zensur, wenn sie nicht strafbare Kommentare auf Facebook löschen. Manchmal sind sie eher dazu verpflichtet.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bestellbar • Tiefstpreise: Crucial SSD 4TB 319€, Palit RTX 4080 1.499€, HTC Vive Pro 2 659€ • Alternate: Team Group SSD 512GB 29,99€, AOC Curved 27" 240 Hz 199,90€ • Samsung Cyber Week • Top-TVs (2022) LG & Samsung über 40% günstiger • AOC Curved 34" WQHD 389€ [Werbung]
    •  /