Abo
  • IT-Karriere:

Titan Aerospace: Google schnappt Facebook Internet-Drohne weg

Google hat das Unternehmen Titan Aerospace übernommen, das Drohnen entwickelt hat, die einen Internetzugang in abgelegene Regionen bringen sollen. Damit soll das Unternehmen Facebook zuvorgekommen sein, das ebenfalls Interesse hatte.

Artikel veröffentlicht am ,
Titan Aerospace Solara 50: 4,5 Millionen Kilometer in fünf Jahren in der Luft.
Titan Aerospace Solara 50: 4,5 Millionen Kilometer in fünf Jahren in der Luft. (Bild: Titan Aerospace)

Titan Aerospace stellt Drohnen her, die mit Sonnenenergie betrieben werden, für fünf Jahre in der Luft bleiben können und in großer Höhe fliegen. Das Unternehmen wurde nun für einen unbekannten Kaufpreis von Google übernommen. Es hat rund 20 Mitarbeiter und soll weiter in New Mexico bleiben, wie das Wall Street Journal berichtet.

Stellenmarkt
  1. DRÄXLMAIER Group, Garching
  2. Systemhaus Scheuschner GmbH, Hannover

Titan Aerospace entwickelt zwei unbemannte Flugzeuge zur Internetversorgung und dem Aufklären größerer Gebiete. Das kleinere Solara 50 besitzt eine Spannweite von 50 Metern. Zum Vergleich: Ein Airbus A320 hat eine Spannweite von 34,10 Metern. Die große Flügelfläche ist mit Solarzellen bestückt, die den notwendigen Betriebsstrom für das Flugzeug gewinnen sollen.

Zunächst sah es so aus, als würde Google für die Internetversorgung von abgelegenen Regionen auf Wetterballons setzen, während Facebook sich eher für hochfliegende Drohnen interessiere. Aber nun scheint Google sich auch für die Technik zu begeistern. Das von Google übernommene Titan Aerospace baut Flugdrohnen. Branchengerüchten nach war Facebook an dem Unternehmen ebenfalls interessiert. Sowohl die Wetterballons als auch die Flugdrohnen sollen Satelliten ersetzen und in der oberen Atmosphäre schweben und sich dort vergleichsweise lange aufhalten.

Nach einem Bericht des Wall Street Journal wird das Team von Titan Aerospace nun an Googles Wetterballon-Hotspot-Project Loon mitarbeiten. Die Ballons sind als schwebende WLAN-Hotspots gedacht, die Internet in unzugängliche Regionen der Erde bringen. Sie sollen in einer Höhe von 20 Kilometern eingesetzt werden, wo die Windgeschwindigkeiten relativ moderat sind. Ein Ballon kann ein Gebiet mit einem Durchmesser von etwa 40 Kilometern versorgen. Mit Energie versorgt werden die Ballons durch Solarzellen.

Google hatte im vergangenen Jahr außerdem mit Makani ein Unternehmen übernommen, das eine fliegende Windturbine zur Stromgewinnung baut. Airborne Wind Turbine (AWT) nennt Makani seine Entwicklung. Das ist ein unbemanntes Fluggerät, auf dem mehrere Windturbinen montiert sind. Das Fluggerät funktioniert ähnlich wie ein Drachen: Es ist mit einem Seil an der Erde befestigt, an dem es in der Luft gehalten wird. Der Vorteil ist, dass der Wind in größerer Höhe stetiger weht.

Facebook hatte mit Ascenta ein Unternehmen übernommen, das ein unbemanntes Solarflugzeug entwickelt. Das Team arbeitete teilweise auch bei Qinetiq mit. Das Unternehmen entwickelt das Flugzeug Zephyr, das bereits seit einigen Jahren im Einsatz ist und eine Spannweite von knapp 23 Metern bei einem Gewicht von nur 50 Kilogramm aufweist. 2008 schaffte das Solarflugzeug einen inoffiziellen Drohnen-Weltrekord, als es über 82 Stunden in der Luft blieb. 2010 ließ Qinetiq den Zephyr zwei Wochen lang über dem Südwesten der USA kreisen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,99€
  2. 4,99€
  3. 54,49€

narfomat 15. Apr 2014

für google TV reichts... =)

s33 15. Apr 2014

kann ich mir auch nicht vorstellen, dass die Drohen übers Internet gesteuert werden...

timo.w.strauss 15. Apr 2014

mir ist Google auch lieber, da ist die Werbung nicht so aufdringlich. Klar Google...

timo.w.strauss 15. Apr 2014

Wartet mal ab, wenn Google und FB anfangen Aktienpakete auszutauschen, dann wird es haarig...


Folgen Sie uns
       


Sony Xperia 1 - Test

Das Xperia 1 eignet sich dank seines breiten OLED-Displays hervorragend zum Filmeschauen. Im Test zeigt Sonys neues Smartphone aber noch weitere Stärken.

Sony Xperia 1 - Test Video aufrufen
Elektromobilität: Die Rohstoffe reichen, aber ...
Elektromobilität
Die Rohstoffe reichen, aber ...

Brennstoffzellenautos und Elektroautos sollen künftig die Autos mit Verbrennungsantrieb ersetzen und so den Straßenverkehr umweltfreundlicher machen. Dafür sind andere Rohstoffe nötig. Kritiker mahnen, dass es nicht genug davon gebe. Die Verfügbarkeit ist aber nur ein Aspekt.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Himo C16 Xiaomi bringt E-Mofa mit zwei Sitzplätzen für rund 330 Euro
  2. ADAC-Test Hohe Zusatzkosten bei teuren Wallboxen möglich
  3. Elektroroller E-Scooter sollen in Berlin nicht mehr auf Gehwegen parken

Google Maps: Karten brauchen Menschen statt Maschinen
Google Maps
Karten brauchen Menschen statt Maschinen

Wenn Karten nicht mehr von Menschen, sondern allein von Maschinen erstellt werden, erfinden diese U-Bahn-Linien, Hochhäuser im Nationalpark und unmögliche Routen. Ein kurze Liste zu den Grenzen der Automatisierung.
Von Sebastian Grüner

  1. Kartendienst Google bringt AR-Navigation und Reiseinformationen in Maps
  2. Maps Duckduckgo mit Kartendienst von Apple
  3. Google Maps zeigt Bikesharing in Berlin, Hamburg, Wien und Zürich

Schienenverkehr: Die Bahn hat wieder eine Vision
Schienenverkehr
Die Bahn hat wieder eine Vision

Alle halbe Stunde von einer Stadt in die andere, keine langen Umsteigezeiten zur Regionalbahn mehr: Das verspricht der Deutschlandtakt der Deutschen Bahn. Zu schön, um wahr zu werden?
Eine Analyse von Caspar Schwietering

  1. DB Navigator Deutsche Bahn lädt iOS-Nutzer in Betaphase ein
  2. One Fiber EWE will Bahn mit bundesweitem Glasfasernetz ausstatten
  3. VVS S-Bahn-Netz der Region Stuttgart bietet vollständig WLAN

    •  /