• IT-Karriere:
  • Services:

Tissue Engineering: Chipproduktionswerkzeuge helfen beim Organbau

US-Forscher haben Verfahren aus der Elektronikproduktion dazu eingesetzt, Herzmuskelgewebe herzustellen. Mit dieser Methode könnten künftig Implantate produziert werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Tissue Engineering: Polymergerüst (violett) mit Muskelgewebe (grün) aus den Herzzellen von Ratten
Tissue Engineering: Polymergerüst (violett) mit Muskelgewebe (grün) aus den Herzzellen von Ratten (Bild: MIT)

US-Forscher haben mit Verfahren aus der Chipherstellung künstlich dreidimensionales Gewebe für Herzmuskeln aufgebaut. Das Verfahren soll ein besseres Verständnis davon ermöglichen, wie Zellen sich zu dreidimensionalem Gewebe formieren. Außerdem könnte das Verfahren künftig dazu genutzt werden, implantierbares Gewebe herzustellen.

Stellenmarkt
  1. Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg
  2. über duerenhoff GmbH, Wuppertal

Die Forscher vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) um Lisa Freed haben zunächst dünne Folien aus einem Polymer hergestellt. Die Folien weisen ein regelmäßiges Muster aus winzigen rechteckigen Löchern auf. Im nächsten Schritt haben sie mit den Werkzeugen, die Hardwarehersteller zum Aufbau von Platinen einsetzen, die Folien zu Gerüsten aufgebaut. Mit Hilfe der programmierbaren Fertigungsmaschinen ordneten sie dabei die Löcher so an, dass sie Lagen mit unterschiedlichen Mustern erhielten.

Die Forscher haben verschiedene Lochmuster ausprobiert und aus Muskelzellen von Mäusen und aus Herzzellen von Ratten muskelartige Faserbündel hergestellt. Dabei konnten sie die Ausrichtung der Bündel steuern. Das Gewebe, das sie aus den Herzzellen hergestellt haben, konnten sie durch elektrische Stimulation dazu bringen zu schlagen. Die Funktion der Herzmuskeln hänge von dem Aufbau der Muskelfasern, die aus den Muskelzellen bestehen, ab. Die Fasern ihrerseits bildeten Gewebelagen, erklärte MIT-Forscher Martin Kolewe dem US-Wissenschaftsmagazin Technology Review.

Gewebe wird gezüchtet, indem in solche Gerüste aus einem Polymer Zellen eingesetzt werden, die dann entsprechend der Vorgabe des Gerüsts wachsen und Gewebe bilden. Forscher wollen herausfinden, wie sie mit solchen Gerüsten Zellen dazu bringen können, sich auf eine bestimmte Art und Weise auszurichten. Bisher war die Forschung auf zwei Dimensionen beschränkt.

Ihr System sei einfach, eröffne aber durch das bisher nicht erreichte Maß an Kontrolle über das Porenmuster einen "ganz neuen Designraum", erklären die Forscher, die ihre Arbeit in der Fachzeitschrift Advanced Materials beschreiben. Dieses Maß an Kontrolle könne dazu genutzt werden, herauszufinden, welche Faktoren die Ausrichtung der Zellen und Gewebebildung beeinflussen. Außerdem könnten neue Designs für Gewebe für den klinischen Einsatz entwickelt werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. MSI GeForce RTX 3060 GAMING X 12G für 709€)
  2. mit Rabattcode "PKAUFEN"
  3. (u. a. Battlefield- & Star-Wars-Spiele von EA günstiger (u. a. Star Wars Battlefront 2 für 7...
  4. (u. a. Fortnite - The Last Laugh Bundle DLC (PS4 Download Code) für 19,90€, ARK: Survival...

Folgen Sie uns
       


Demon's Souls Remake (PS5) - Fazit

Im Testvideo stellt Golem.de das Remake des epischen Fantasy-Rollenspiels Demon's Souls für die Playstation 5 vor.

Demon's Souls Remake (PS5) - Fazit Video aufrufen
Börse: Was zur Hölle ist ein SPAC?
Börse
Was zur Hölle ist ein SPAC?

SPACs sind die neue Modewelle an der Börse: Firmen, die es eigentlich nicht könnten, gehen unter dem Mantel einer anderen Firma an die Börse. Golem.de hat unter den Mantel geschaut.
Eine Analyse von Achim Sawall

  1. Wallstreetbets Trade Republic entschuldigt sich für Probleme mit Gamestop
  2. Tokyo Stock Exchange Hardware-Ausfall legte Tokioter Börse lahm

Videokonferenzen: Bessere Webcams, bitte!
Videokonferenzen
Bessere Webcams, bitte!

Warum sehen in Videokonferenzen immer alle schlecht aus? Die Webcam-Hersteller sind (oft) schuld.
Ein IMHO von Martin Wolf

  1. Webcam im Eigenbau Mit wenigen Handgriffen wird die Pi HQ Cam zur USB-Kamera

No-Regret-Infrastruktur: Wasserstoffnetze für Stahl und Chemie
No-Regret-Infrastruktur
Wasserstoffnetze für Stahl und Chemie

Die Organisation Agora Energiewende schlägt vor, sich beim Bau von Wasserstoffleitungen und Speichern zunächst auf wenige Regionen zu konzentrieren.
Von Hanno Böck

  1. Brennstoffzellenfahrzeug Fraunhofer IFAM entwickelt wasserstoffspeichernde Paste
  2. Wasserstoff Lavo entwickelt Wasserstoffspeicher fürs Eigenheim
  3. Energiewende EWE baut einen Wasserstoffspeicher bei Berlin

    •  /