Abo
  • Services:

Tissue Engineering: 3D-Drucker produziert Haut

Heilung für Patienten mit großflächigen Verletzungen und günstiges Material für Kosmetik- und andere Tests: Spanische Forscher haben ein 3D-Druckverfahren entwickelt, um menschliche Haut künstlich herzustellen.

Artikel veröffentlicht am ,
Bio-3D-Drucker: Biotinte aus menschlichen Zellen
Bio-3D-Drucker: Biotinte aus menschlichen Zellen (Bild: UC3M)

Haut aus dem Drucker: Spanische Forscher haben einen 3D-Drucker entwickelt, mit dem sie menschliche Haut herstellen können. Das Verfahren wurde von Forschern der Universidad Carlos III de Madrid (UC3M), des Center for Energy, Environmental and Technological Research (CIEMAT), des Hospital General Universitario Gregorio Marañón und dem Biotechnologie-Unternehmen Biodan Group entwickelt.

Stellenmarkt
  1. Controlware GmbH, Ingolstadt
  2. Wüstenrot & Württembergische AG, Ludwigsburg

Der Drucker arbeitet mit Biotinten. Daraus werde eine zweilagige Haut aus menschlichem Plasma aufgebaut, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Biofabrication. Die Haut soll als Implantat in der Forschung und Entwicklung eingesetzt werden.

Die Haut wird aus Biotinte erzeugt

Die Biotinten enthalten Blutplasma sowie Fibroblasten und Keratinozyten. Letztere sind die hornbildenden Zellen, die weitgehend die Oberhaut oder Epidermis ausmachen. Fibroblasten kommen hauptsächlich im Bindegewebe vor und bilden das Kollagen, das Strukturprotein des Bindegewebes.

Bisher wird die Haut per Hand im Labor hergestellt, was aber langwierig ist. Mit dem 3D-Drucker sei es ihnen gelungen, 100 Quadratzentimeter Haut in weniger als 35 Minuten herzustellen. Die gedruckte Haut sei der menschlichen sehr ähnlich und sie sei von der aus dem Labor nicht zu unterscheiden. Das bedeute, dass 3D-Druck eine geeignete Technik sei, um künstliche Haut automatisiert herzustellen, sagen die Forscher.

Die Zellen stammen vom Patienten

Die Bestandteile für die gedruckte Haut werden dem Patienten entnommen. "Wir verwenden nur menschliche Zellen und Bestandteile, um eine Haut herzustellen, die bioaktiv ist und ein eigenes menschliches Kollagen produzieren kann", sagen die Forscher. Das bedeute, es müsse kein tierisches Kollagen eingesetzt werden.

Die Haut wird beispielsweise bei Patienten mit großflächigen Verbrennungen oder Verletzungen eingesetzt werden. Im Labor hergestellte Haut wurde bereits vielen Patienten implantiert. Außerdem könne die 3D-gedruckte Haut für Tests von Arzneimitteln, Kosmetika oder anderen chemischen Produkten verwendet werden, sagt Projektleiter José Luis Jorcano.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 34,99€

FreiGeistler 25. Jan 2017

Das Fraunhofer hat seit Jahren eine Produktionsstrasse für künstliche Haut: igb...

timo.w.strauss 25. Jan 2017

Leute, jetzt Zellen einfrieren und in 30 Jahren könnt ihr euch daraus eine neue Haut...


Folgen Sie uns
       


Nvidia Geforce RTX 2080 und 2080 Ti - Test

Nvidia hat mit der RTX 2080 und 2080 Ti die derzeit leistungsstärksten Grafikkarten am Markt. Wir haben sie getestet.

Nvidia Geforce RTX 2080 und 2080 Ti - Test Video aufrufen
Energietechnik: Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus
Energietechnik
Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus

Ein Akku mit der Energiekapazität eines Benzintanks würde viele Probleme lösen. In der Theorie ist das möglich. In der Praxis ist noch viel Arbeit nötig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Elektroautos CDU will Bau von Akkuzellenfabriken subventionieren
  2. Brine4Power EWE will Strom unter der Erde speichern
  3. Forschung Akku für Elektroautos macht es sich im Winter warm

Oldtimer-Rakete: Ein Satellit noch - dann ist Schluss
Oldtimer-Rakete
Ein Satellit noch - dann ist Schluss

Ursprünglich sollte sie Atombomben auf Moskau schießen, dann kam sie in die Raumfahrt. Die Delta-II-Rakete hat am Samstag ihren letzten Flug.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Stratolaunch Riesenflugzeug bekommt eigene Raketen
  2. Chang'e 4 China stellt neuen Mondrover vor
  3. Raumfahrt Cubesats sollen unhackbar werden

iOS 12 im Test: Auch Apple will es Nutzern leichter machen
iOS 12 im Test
Auch Apple will es Nutzern leichter machen

Apple setzt mit iOS 12 weniger auf aufsehenerregende Funktionen als auf viele kleine Verbesserungen für den Alltag. Das erinnert an Google und Android 9, was nicht zwingend schlecht ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple iOS 12.1 verrät neues iPad Pro
  2. Apple Siri-Kurzbefehle-App für iOS 12 verfügbar

    •  /