Tissot und Montblanc im Test: Die Smartwatch als Luxusgut

Patek Philippe, Rolex oder Cartier - okay. Aber kann man auch mit einer Smartwatch angeben? Wir haben uns angesehen, ob das Luxussegment von Tissot und Montblanc den Preis wert ist.

Ein Test von veröffentlicht am
Unten die Montblanc Summit 2+, oben die Tissot T-Touch Connect Solar
Unten die Montblanc Summit 2+, oben die Tissot T-Touch Connect Solar (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Traditionelle Uhrenhersteller und Luxusunternehmen haben den Smartwatch-Markt für sich entdeckt: Mittlerweile gibt es smarte Uhren für 1.000 Euro und mehr. Bei den meisten Smartwatch-Interessierten dürfte dabei die Frage aufkommen: Eine Smartwatch als Luxusgegenstand, geht das? Und warum sollte ich für eine derartige Uhr mehr bezahlen, obwohl sie nicht mehr als ein günstigeres Modell kann?

Wir haben uns zwei Modelle angesehen, die ein hoher Preis vereint, deren Hersteller aber ganz unterschiedliche Konzepte verfolgen. Nur eine ist ihren Preis wert.

Montblancs Summit 2+ vs. Tissots T-Touch Connect Solar

Die Summit 2+ von Montblanc ist eine klassische Wear-OS-Smartwatch, die im Onlineshop des Herstellers 1.140 Euro kostet. Angesichts der Preise von Montblancs herkömmlichen Uhren, die ab 1.550 Euro erhältlich sind, ist das fast schon ein Schnäppchen - verglichen mit anderen Wear-OS-Smartwatches ist der Preis natürlich merklich höher.

Die T-Touch Connect Solar von Tissot verwendet kein Wear OS, sondern ein von der Swatch Group, dem Eigentümer von Tissot, entwickeltes Betriebssystem namens Swalps. Unser Modell wird in Deutschland bei gesenktem Steuersatz 935 Euro kosten. Der Vollständigkeit halber sei angemerkt: 1.000 Euro und mehr sind im Smartwatch-Bereich sicherlich schon luxuriöse Preise, für Uhrenkenner ist das allerdings noch preiswert.

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Die T-Touch Connect Solar ist anders als die Summit 2+ keine Smartwatch im herkömmlichen Sinne, sondern eine solarbetriebene Quartzuhr (Laufwerk ETA E32.001) mit echten Zeigern sowie vom Smartphone unabhängigen Spezialfunktionen und einer zusätzlichen smarten Verbindung zum Telefon. Anders als die Montblanc-Uhr kann sie also auch komplett ohne Verbindung zum Smartphone als normale Uhr verwendet werden.

  • Links die Montblanc Summit 2+, rechts die Tissot T-Touch Connect Solar (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die T-Touch Connect Solar ist eine solarbetriebene Quartz-Uhr, die über smarte Zusatzfunktionen verfügt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Summit 2+ ist eine Wear-OS-Smartwatch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die T-Touch Connect Solar ist aus Titan gefertigt und hat eine signierte Krone. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Titangehäuse ist sehr sauber verarbeitet und mattiert. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Einen Pulssensor hat die Tissot-Uhr nicht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Mit 48 mm ist die T-Touch Connect Solar eine recht große Uhr, die Krone addiert weitere 4 mm Breite hinzu. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die T-Touch Connect Solar hat einige eingebaute Zusatzfunktionen, die auch ohne Smartphone verwendet werden können - beispielsweise einen Kompass, bei dem die Zeiger als Nadel fungieren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die T-Touch Connect Solar hat unter anderem auch eine Stoppuhr ...
  • ... und kann eine zweite Zeitzone anzeigen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Neben der Höhe (die in diesem Bild nicht korrekt kalibriert ist) können Nutzer auch die Anzahl ihrer Schritte messen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Montblanc Summit 2+ ist eine Wear-OS-Smartwatch mit einem runden AMOLED-Display. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Benutzeroberfläche entspricht der vieler anderer Wear-OS-Smartwatches. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Zusätzlich hat Montblanc ein paar eigene Apps vorinstalliert, beispielsweise eine gut gemachte Weltzeituhr. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Neben der Pulsmessung von Google Fit hat die Summit 2+ auch eine eigene Mess-App. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Summit 2+ sitzt mit 43 mm Durchmesser gut am Handgelenk, das Armband ist sehr bequem. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Pulsmesser der Summit 2+ (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Summit 2+ und die T-Touch Connect Solar (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Armband der T-Touch Connect Solar ist integriert und sitzt entsprechend gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch die Schnalle der Tissot-Uhr ist aus Titan. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Solarzellen im Ziffernblatt sorgen dafür, dass die T-Touch Connect Solar mit Smartphone-Anbindung nur alle sechs Monate geladen werden muss. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Montblanc Summit 2+ hat eine eingebaute eSIM. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Links die Montblanc Summit 2+, rechts die Tissot T-Touch Connect Solar (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Beide Uhren haben Gehäuse aus Metall und Saphirglas sowie Kautschukarmbänder. Sowohl bei der Summit 2+ als auch bei der T-Touch Connect Solar sind große Teile der Metalloberflächen sehr fein und sauber gebürstet, polierte Kanten sorgen für etwas Abwechslung. Die Verarbeitungsqualität beider Smartwatches ist sehr hoch und unterscheidet sich durchaus von der preiswerterer Hersteller.

Apple Watch Series 6 (GPS + Cellular, 40 mm) Aluminiumgehäuse Space Grau, Sportarmband Schwarz

Luxus bei der Verarbeitung

Besonders bei Details wie den Kanten, der gebürsteten Oberfläche und den Proportionen zeigt sich die Erfahrung von Tissot und Montblanc, das bei seinen Uhren auf die Expertise des Schweizer Herstellers Minerva zurückgreift. Die Optik ist diesbezüglich tatsächlich luxuriöser als bei der Konkurrenz.

Der Luxus zeigt sich bei der Tissot-Uhr noch ein wenig mehr: Während Montblanc ein schwarzes, DLC-beschichtetes Edelstahlgehäuse für unser Testgerät der Summit 2+ verwendet, ist die T-Touch Connect Solar aus Titan. Titan hat den Vorteil, dass es hypoallergen und weitaus leichter als Edelstahl ist, allerdings auch etwas schwerer zu bearbeiten.

Die T-Touch Connect Solar ist mit 92 Gramm über 10 Gramm leichter als die Summit 2+, obwohl sie mit 47,5 mm ganze 4 mm größer im Durchmesser ist. Nur wenige Hersteller haben bisher Smartwatches aus Titan hergestellt, unter ihnen Apple und Samsung. Auch im traditionellen Uhrenbau wird Titan bislang deutlich seltener als Edelstahl verwendet und ist mit einem Aufpreis verbunden.

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Montblanc-Smartwatch mit wenig luxuriöser Wear-OS-Bedienung 
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Tautologiker 09. Okt 2020

... von denen ich bisher keinen einzigen getroffen habe. Ja, und genau das ist zumindest...

tk (Golem.de) 30. Sep 2020

Hallo! Nur der Vollständigkeit halber: Die T-Touch Connect Solar gibt es auch mit einem...

narfomat 30. Sep 2020

der punkt ist: die vierzig jahre alte billigdigitale läge seit mind. 30 jahren auf der...



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