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Jeder denkt an die Kinder

Elektronische Produkte zu bauen, ist eine Sache, für elektronisches Spielzeug gelten aber weitere Regeln und Vorschriften, mit denen Ingenieure, Designer und Kaufleute kämpfen müssen.

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Dass das Gehäuse für die Würfel einiges aushalten muss, wenn es für Kinder bestimmt ist, versteht sich wohl von selbst. Aber ein Konstrukteur von Kinematics weist uns auf ein Problem hin, an das wir gar nicht dachten: die Verbindung zwischen den Würfeln. Bei den Prototypen sollten Magneten die Würfel zusammenhalten. Doch der TÜV wies die Macher darauf hin, dass die Magnete so montiert sein müssten, dass sie unter keinen Umständen aus dem Gehäuse ausbrechen könnten, ein einfaches Verkleben kleiner, runder Magneten sei nicht ausreichend.

Die Konstrukteure versuchten, die Magnete besser im Gehäuse zu verankern, doch schließlich nahmen sie von der Magnetverbindung ganz Abstand und ersetzten sie durch einen mechanischen Drehverschluss. Neben der Sicherheit für die Kinder gaben dafür auch finanzielle Gründe den Ausschlag. Denn der Preis für Neodym-Magnete ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen.

Nicht nur beim TÜV holten sich die Tinkerbots-Entwickler Hilfe. Ein Spielzeug erfüllt nur dann seine Funktion, wenn es von Kindern auch angenommen und verstanden wird. Dafür testeten sie ihre Prototypen regelmäßig mit Schulklassen.

Firmenstandort im Nirgendwo

Das Konzept für Tinkerbots entstand an der Bauhaus-Universität in Weimar, der Businessplan in Leipzig. Doch der Firmensitz ist heute im brandenburgischen Bernau bei Berlin. Kaum jemand dürfte die Kleinstadt mit Startups und Hightech in Verbindung bringen. Verantwortlich für die Ansiedlung war die brandenburgische Gründerförderung. Sie bot zwar gute Konditionen, hatte aber einen Haken: Kinematics konnte den Standort der Firma nicht frei wählen. Keine Chance habe es gegeben, im attraktiveren Potsdam zu gründen, sagt Matthias Bürger, kaufmännischer Leiter bei Kinematics.

Für das Produkt ist der Firmenstandort egal. Den Tinkerbots gelingt tatsächlich der Spagat zwischen intuitiv verwendbarem Spielzeug und Experimentierkit für Ältere. Die Vorprogrammierung der Würfel und die App machen bereits einen guten Eindruck, damit sollten auch die Jüngeren erste Erfolgserlebnisse ohne Frustration erleben. Die offene und bekannte Technik, die in den Würfeln steckt, bietet genug Raum für Experimente in hardwarenaher Programmierung. Dank des stabilen Designs der Tinkerbots - und ihrer Erweiterbarkeit mit Lego - dürften die Würfel Kinder und Jugendliche einige Jahre begleiten.

 Den Microcontroller kennen wir schon
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Siciliano 02. Jun 2014

Denke auch, dass sich das nie lohnen wird. Bei verloren gegangen Steinen sieht die...

Anonymer Nutzer 27. Mai 2014

Was für Thinkerbots? Ich würde einfach mal ein Beispiel für ein cubelet nennen, da...

Erdenkind 26. Mai 2014

Wo fängt bei Golem das "Nirgendwo" an? Von Bernau fährt man in etwas mehr als einer...

derdiedas 26. Mai 2014

https://www.indiegogo.com/projects/tinkerbots - und autsch... ganz schön saftige Preise.


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