Timotheus Höttges: Telekom will 23,5 Milliarden Euro für Netzausbau ausgeben
Die Deutsche Telekom will die Ausgaben für den Netzausbau erhöhen. Das hat Konzernchef Timotheus Höttges laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) auf der DLD (Digital-Life-Design) gesagt. Für die kommenden fünf Jahre plant der Konzern demnach in Deutschland 23,5 Milliarden Euro für den Ausbau von Festnetz und Mobilfunknetz.
In den Jahren 2010 bis 2015 wollte der Konzern Ausgaben von 23 Milliarden Euro für seine Netzwerke tätigen.
"Wir können nicht zu investieren beginnen und dann plötzlich aufhören", sagte Hoettges in einem Interview während der Konferenz. "Es ist der Aufbau von Netzwerken, wovon wir wissen, dass wir es am besten können. Wir überlassen es anderen, Apps und Dienste zu schaffen." Von den 275.000 Haushalten in Deutschland, die über Glasfaseranschlüsse verfügen, versorgt die Deutsche Telekom nur 18.000. Das ging aus einer Studie des Ausrüsterverbandes FTTH Council Europe vom März 2014 hervor. Viel mehr Glasfaserkunden haben danach M-Net in München mit 90.000 und Netcologne in Köln mit 88.000. Wilhelm.Tel aus Norderstedt hat 45.000 Glasfaserkunden.
Höttges beklagte erneut die Ungleichheit im Konkurrenzkampf mit Internet-Konzernen aus den USA. Während für die Festnetzbetreiber eine strenge Regulierung und das Fernmeldegeheimnis gälten, müssten Internetfirmen sich bei der Datenauswertung nicht um solche Regeln kümmern. "Niemand von uns kann mit diesen Jungs auf gleicher Ebene konkurrieren", so Höttges bei der DLD.
Dabei liege in Big Data die Zukunft. Die Politik müsse gleiche Rahmenbedingungen schaffen. "Wir brauchen Big Data und Regulierung." Derzeit seien beim Maut-System Toll Collect eine Menge Daten ungenutzt, die zur besseren Steuerung der Verkehrsströme genutzt werden könnten, weil ihre Verwendung datenschutzrechtlich untersagt sei.
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